Kompetenznetzwerk für Ceramic Composites

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Am 21. November 2008 haben Vertreter der Automobil-, Luftfahrt- und Faserverbundbranche mit Institutsvertretern im T&I Center der SGL Carbon Group das Netzwerk „Ceramic Composites“ ins Leben gerufen. Mit der Gründung des Kompetenznetzwerks für Hochleistungswerkstoffe aus keramischen Verbundstrukturen wurde ein weiterer Meilenstein der engen Zusammenarbeit des Clusters Neue Werkstoffe (CNW) und des Carbon Composites e.V. (CCeV) gesetzt. Das neue Kompetenznetzwerk wird als Abteilung im CCeV integriert und soll von einer eigenen Geschäftsstelle in Bayreuth koordiniert werden.

Forschungsinstitute und Industrievertreter versprechen sich von dem Zusammenschluss eine beschleunigte Entwicklung innovativer Anwendungen dieser Hochleistungswerkstoffe. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Firmen wie Audi, Chr. Mayr, EADS, MT Aerospace, Schunk Kohlenstofftechnik, SGL Carbon sowie das Fraunhofer ISC in Würzburg, das DLR Stuttgart und die Fraunhofer-Projektgruppe "Keramische Verbundstrukturen" aus Bayreuth. Als wesentliche Ziele des Kompetenznetzes nennt sie die Erforschung und Entwicklung von Materialien und Verfahren zur Herstellung marktfähiger Produkte aus keramischen Verbundwerkstoffen, sowie die gemeinsame Entwicklung und Erschließung von Zukunftsmärkten.

Cluster-Treff Keramische Faserverbundstrukturen

Bei dem vom CNW organisierten Cluster-Treff "Keramische Faserverbundstrukturen – Prozesskette und Anwendungspotenziale" am 25. November 2008 im Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg wurde das neu gegründete Kompetenznetzwerk erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu den Teilnehmern gehörten Firmenvertreter der Automobil-, Luftfahrt-, Weiße Ware-, Faserverbund-, Maschinenbaubranche. Professor Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer ISC und Gründungsmitglied von Ceramic Composites, übernahm als Gastgeber die Vorstellung der im Raum Würzburg vorhandenen Kompetenzen zur Herstellung keramischer Fasern.

Dr. Wolfgang Schröder, Geschäftsstellenleiter des CCeV, unterstrich in seinem Vortrag die Synergiepotenziale zwischen den Faserverbundtechnologien mit Kunststoffmatrix und den keramischen Verbundstrukturen. Mit 40 Teilnehmern aus unterschiedlichsten Branchen zeigte der Cluster-Treff das große Interesse an der Anwendung dieser Hochleistungswerkstoffe. Ein Institutsrundgang bot den Teilnehmern zudem die Möglichkeit, den Prozess von der chemischen Synthese der präkeramischen Polymere über das Faserspinnen bis hin zur keramisierten Faser kennenzulernen. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, in einem Showroom bereits heute am Markt angebotene Bauteile zu besichtigen, beispielsweise die Keramikbremssysteme von Porsche und Audi.

Der Showroom war extra für diesen Cluster-Treff von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe "Keramische Verbundstrukturen" unter Leitung von Professor Dr. Walter Krenkel aus Bayreuth eingerichtet worden. Der CNW und der CCeV werden im nächsten Jahr ihre Netzwerkaktivitäten rund um diese Werkstoffe und die zugrundeliegenden Technologien weiter verstärken. Eine bereits geplante Veranstaltung soll am Standort der Fraunhofer-Projektgruppe in Bayreuth den zielgerichteten Erfahrungsaustausch entlang der Prozesskette vertiefen.

Hintergrund

Der Cluster Neue Werkstoffe ist die bayernweite Informations- und Kommunikationsdrehscheibe rund um das Thema Neue Materialien. Sein Management liegt bei der in Nürnberg ansässigen Bayern Innovativ GmbH. Ziel des Clusters ist, bedarfsorientiert technologische Fragestellungen zu identifizieren und diese durch pro-aktive Netzwerktätigkeiten in einem materialbezogenen Umfeld zur Diskussion zu stellen. In sieben Themenfeldern werden umfassende Möglichkeiten für werkstoff- und branchenübergreifenden Technologietransfer angeboten. Themenorientierte Cluster-Treffs bei Firmen und Instituten führen Entscheidungsträger zusammen und machen Kompetenzen erlebbar.

Wiederkehrende Expertenrunden zu speziellen Fragestellungen, die so genannten Cluster-Kreise, verdichten das Netzwerk bis auf Projektebene. Dabei bezieht der Cluster Neue Werkstoffe aktiv regionale Initiativen, Netzwerke und Kammern mit ein, um eine bayernweite Vernetzung zu erreichen. Der Carbon Composites e.V. (CCeV) ist ein Verband von Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Sitz in Augsburg. Er versteht sich als umfassendes Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundtechnologien. Ziel des CCeV ist, die nationale und internationale Positionierung dieser zukunftsweisenden Technologien voranzutreiben und auszubauen. Die Aktivitäten des CCeV richten sich vor allem an der Produktgruppe der Marktfähigen Hochleistungs-Faserverbundstrukturen aus.

Lag der Fokus des CCeV bislang auf Faserverbundstrukturen mit Kunststoffmatrices, wie sie aus Anwendungen im Flugzeugbau und im Rennsport auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind, erweitert die Gründung der Abteilung Ceramic Composites den Fokus auf Anwendungen, bei denen höhere Temperatur- und Verschleißbeständigkeiten gefordert sind.

Weitere Informationen unter: www.carbon-composites.eu

 

 

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