Kommentar: Industrie 4.0 muss keine Vision bleiben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Kommentar: Industrie 4.0 muss keine Vision bleiben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Philipp Wallner, Industry Manager beim Anbieter mathematischer Software MathWorks, kommentiert die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichte Studie. Demnach muss das Thema Industrie 4.0 auch für den Mittelstand keine Vision bleiben.
mathworks_philipp_wallner

Philipp Wallner, Industry Manager beim Anbieter mathematischer Software MathWorks, kommentiert die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichte Studie. Demnach muss das Thema Industrie 4.0 auch für den Mittelstand keine Vision bleiben.

Der Maschinen- und Anlagenbau entwickelt sich weltweit immer mehr zu einer mechatronischen Disziplin, bei der nicht nur die drei Domänen Mechanik, Elektrik und Software enger zusammenarbeiten müssen, sondern bei der auch die Software oder die Maschinenapplikation einen zunehmend bedeutenderen Anteil einnimmt. Für den europäischen – speziell auch für den deutschen Maschinenbau – sehen wir immer noch ein enormes Verbesserungspotenzial, modellbasierte Entwicklung einzusetzen, um sich durch höhere Produktionsqualität und Maschineneffizienz einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und die Entwicklungszeit zu verkürzen.

Modellbasierte Entwicklung – die Modellbildung von Maschine und Funktionalität, die Simulation des Zusammenspiels und die anschließende automatische SPS-Code-Generierung – ist an sich nichts Neues, begegnet aber sehr effizient den größten Herausforderungen im Maschinenbau. Das Wissen um die Modellierung mechatronischer Systeme und um Software-Design ist in den klassischen Maschinenbauunternehmen allerdings immer noch sehr spärlich vorhanden. Es reicht auch nicht aus, sich das Thema Industrie 4.0 einfach nur auf die Fahne zu heften. Um es tatsächlich im Unternehmen zu verankern, benötigt man auch die richtigen Mitarbeiter, die richtigen Entwicklungsworkflows und die richtigen Tools.

Und es bietet sogar die Chance, neue Geschäftswege zu beschreiten: Maschinen und Anlagen haben heute eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr, in denen sie meist rund um die Uhr im Einsatz sind – das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Verlagerung von kritischer Funktionalität in die Software ermöglicht jedoch eine zusätzliche Flexibilität, Maschinen auch während des laufenden Betriebs nachzurüsten. Ein neuer Softwareregler kann eingesetzt werden, ohne dass die Anlage angehalten oder umgebaut werden muss.

Heutige IT-Unternehmen sind sicher nicht die besseren Maschinenbauer von morgen. Viel Know-how, das für die Entwicklung von Maschinen und Anlagen essentiell ist, haben sich die klassischen Maschinenbauer über viele Jahrzehnte selbst angeeignet. Allerdings werden wohl nur jene Maschinenbauer langfristig wettbewerbsfähig sein, die das Thema Industrie 4.0 ernst nehmen und die in der IT bereits bewährten Möglichkeiten in ihr eigenes Produktdesign und ihre Entwicklungsworkflows einbauen.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Italienisches Design ist legendär. Alessi, Pininfarina, Colani. Wir denken an Autos mit eleganten Linien, edle Möbel oder kultige Haushaltsgegenstände. Nun wagte sich das Unternehmen Zare aus Boretto (Italien) mit dem Designbüro von Christoph Nussbaumer an ein Zahnbürsten-Design, das in vieler Hinsicht besonderes verkörpert.  von Guido Radig

Der VDI und die Dr.-Wilhelmy-Stiftung fördern und würdigen gemeinsam junge Nachwuchswissenschaftlerinnen in den Ingenieurwissenschaften. Der mit 3'000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende Dissertationen aus, die eine hohe Bedeutung für die Wissenschaft und den Technikstandort Deutschland haben.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Optimiertes Handling von 3D-CAD-Daten für AR und VR

Simplifier-Modul von 3D_Evolution

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.