Kaspersky-Studie: Faszination Cyberkriminalität

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Technisch versierte Nachwuchskräfte könnten das immer größer werdende Qualifikationsdefizit im Bereich Cybersicherheit wettmachen. Allerdings zeige die Branche potenziellen Nachwuchskräften oftmals keinen klaren Karriereweg auf. Talentierte Jugendliche könnten daher dazu verleitet werden, Cyberkriminalität zu verschärfen, anstatt sie zu verhindern. Diese Erkenntnisse zieht Eugene Kaspersky aus Studie von Kaspersky Lab [1], für die mehr als 12.000 Führungskräfte sowie gut ausgebildete junge Leute unter 25 Jahren in Europa und den USA befragt wurden.
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Technisch versierte Nachwuchskräfte könnten das immer größer werdende Qualifikationsdefizit im Bereich Cybersicherheit wettmachen. Allerdings zeige die Branche potenziellen Nachwuchskräften oftmals keinen klaren Karriereweg auf. Talentierte Jugendliche könnten daher dazu verleitet werden, Cyberkriminalität zu verschärfen, anstatt sie zu verhindern. Diese Erkenntnisse zieht Eugene Kaspersky aus Studie von Kaspersky Lab [1], für die mehr als 12.000 Führungskräfte sowie gut ausgebildete junge Leute unter 25 Jahren in Europa und den USA befragt wurden.

Laut der Kaspersky-Studie hegen die Jungen Fachkräfte eher Neugier und zum Teil Anerkennung als Bedenken für das Thema Cyberkriminalität. Für 57 Prozent der jungen Leute unter 25 Jahren ist Hacking eine „beeindruckende“ Fähigkeit. Auch sind viele der Befragten ziemlich versiert darin, eigene Spuren im Internet zu verwischen, beispielsweise ist fast ein Drittel der Personen unter 25 Jahre (31 Prozent) in der Lage, die eigene IP-Adresse zu verbergen.

Etwa ein Viertel (27 Prozent) der befragten möglichen Nachwuchskräfte hat eine Karriere im Bereich Cybersicherheit in Betracht gezogen, allerdings geben auch viele zu, sich lieber für eher fragwürdige Aktivitäten zu engagieren. Nur die Hälfte (50 Prozent) der Studienteilnehmer unter 25 Jahren würde sich am Kampf gegen die Cyberkriminalität beteiligen. Eine beträchtliche Anzahl würde die eigenen Fähigkeiten stattdessen eher aus Spaß (17 Prozent), für geheime Aktivitäten (16 Prozent) und zur finanziellen Bereicherung (11 Prozent) nutzen.

Auch sind Teenager-Hacker in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl hochkarätiger Cyberangriffe in Verbindung gebracht worden [2].

„Sowohl Industrie als auch Bildungseinrichtungen müssen mehr tun, um die jüngere Generation potenzieller Cyberexperten zu involvieren. Die Warnzeichen sind eindeutig: die Häufigkeit und das Profil von Cyberangriffen durch Teenager wachsen mit jeder neuen Generation stärker an. Dazu kommt, dass ‚Malware-as-a-Service‘-Dienstleistungen heutzutage leicht verfügbar sind“, sagt Eugene Kaspersky, CEO und Chairman von Kaspersky Lab.

Problem: Einstieg in die Cybersicherheit

Junge IT-begeisterte Leute sind möglicherweise eine Lösung, um den immer ausgeprägteren Fachkräftemangel im Bereich Cybersicherheit zu beheben. Sie müssen allerdings dazu ermutigt werden, ihre Fähigkeiten im Kampf gegen die Cyberkriminalität einzusetzen. Die neueste Global-Workforce-Umfrage von Frost and Sullivan prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 1,5 Millionen Fachkräften im IT-Sicherheitsbereich fehlen werden. Laut den Umfrageergebnissen von Kaspersky Lab erkennen 93 Prozent der befragten Führungskräfte, dass die Branche sich im Hinblick auf die Bedrohungslandschaft weiterentwickeln muss; und 87 Prozent stimmen zu, dass es wichtig ist, dass sich junge Menschen am Kampf für eine bessere Cybersicherheit beteiligen.

Aktuell sind Arbeitgeber nicht in der Lage, die Interessen und Talente junger Leute im Bereich Cybersicherheit in die richtige Richtung zu lenken. Zahlreichen Unternehmen mangelt es an Stellen für Berufsanfänger. Die Mehrheit der befragten Unternehmen nimmt Beförderungen im Cybersicherheitsbereich nur intern vor (72 Prozent), bietet interne Schulungen nur nach Bedarf und sucht bei Neueinstellungen in der Regel nach erfahrenen externen Sicherheitsexperten (53 Prozent).

„Unsere Studie verdeutlicht drei Dinge: erstens einen riesigen Fachkräftemangel im Bereich Informationssicherheit, zweitens die Fähigkeit junger Leute, diese Lücke zu schließen, und drittens die Schwierigkeiten der Branche, diesen jungen Leuten die ersten Schritte für eine Karriere im Bereich IT-Sicherheit zu ermöglichen“, sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab.

Engere Kooperation mit dem Bildungssystem oder bessere Nachwuchsförderung?

62 Prozent der befragten IT-Fachkräfte fordern, dass neue Generationen von Cybersicherheitsexperten über das Bildungssystem ausgebildet werden sollten.

Kaspersky Lab ist der Ansicht, dass auch seitens der Arbeitgeber mehr zur Lösung des Problems beigetragen werden sollte. Für potenzielle Nachwuchskräfte müssen Anreize für eine Laufbahn im Bereich Cybersicherheit geschaffen werden. Selbst unter den IT-Sicherheitsexperten geben 27 Prozent zu, dass die Unternehmen mehr tun müssen, um Schulungen und Trainee-Programme anzubieten. Eugene Kaspersky ergänzt: „Uns ist bewusst, dass Kaspersky Lab und andere Unternehmen in der Cybersicherheitsbranche eine gewisse Verantwortung hierfür tragen. Wir nehmen uns daher dieser weltweiten Herausforderung an, indem wir aktiv werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser kürzlich eingeführtes Talent Lab [3].“

„Die Lösung des Problems des bestehenden Fachkräftemangels muss sowohl von der Industrie als auch vom Bildungssystem angegangen werden. Wir müssen für junge Leute die Attraktivität von Arbeitsplätzen im Bereich Cybersicherheit steigern. Man muss sich bewusst machen, dass diese Generation mehr mit Technologie vertraut ist als jede andere zuvor und der Branche bald haushoch überlegen sein wird. Wir müssen diesen Pool an potenziellen Nachwuchskräften auf unsere Seite bringen und ihnen Raum zur Entfaltung geben, ansonsten könnte sich die Bedrohung durch Cyberkriminalität noch verstärken. Das Talent der jungen Generation muss zum Nutzen der ganzen Gesellschaft gefördert werden“, so Eugene Kaspersky abschließend.

Der komplette Bericht von Kaspersky Lab ist unter http://media.kaspersky.com/de/pdf/Kaspersky-Cyberskills-Report_DE.pdf abrufbar.

[1] siehe auch Infografik http://newsroom.kaspersky.eu/fileadmin/user_upload/de/Downloads/PDFs/021_Kaspersky_Cyberskills_Report_Infographic_DE-2-rough.pdf / Arlington Research hat im Auftrag von Kaspersky Lab 2.120 Geschäftsführer aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und den USA sowie 11.531 junge Verbraucher im Alter zwischen 16 und 25 aus Deutschland, Großbritannien, der Republik Irland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und den USA befragt. Die Befragungen wurden im Juli 2016 durchgeführt. Mehr Informationen zum Report: http://media.kaspersky.com/de/pdf/Kaspersky-Cyberskills-Report_DE.pdf

[2] Zum Beispiel bei den Angriffen auf das US-Unterhaltungsunternehmen Sony (http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/technologie/finnischer-teenager-prahlt-mit-sony-hack-718334), den amerikanischen Einzelhändler Target (https://m.futurezone.at/digital-life/teenager-schrieb-malware-fuer-attacke-auf-us-einzelhaendler/47.119.215), die britische Eltern-Website Mumsnet (http://winfuture.de/news,81312.html) und den britischen Breitband-Anbieter TalkTalk (https://futurezone.at/digital-life/groesster-hack-grossbritanniens-teenager-verhaftet/160.698.354). Selbst die Behörden, die gegen solche Angriffe vorgehen sollten, wurden attackiert: Sowohl die CIA, als auch die Serious Organized Crime Agency (SOCA) wurden 2012 durch Teenager-Hacker in Großbritannien angegriffen (http://www.zdnet.de/41563042/zwei-lulzsec-hacker-bekennen-sich-schuldig/).

[3] https://academy.kaspersky.com/talentlab/

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