Jubiläum: 25 Jahre Vectorcam

1993: Helmut Kohl war Bundeskanzler, Richard von Weizsäcker Bundespräsident, Bill Clinton trat seine erste Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten an und SV Werder Bremen wurde deutscher Meister. Für die CAM-Gemeinde mindestens ebenso wichtig: 1993 wurde die heutige Firma Vectorcam unter dem Namen „Centriforce“ in Paderborn gegründet.

Centriforce war eigentlich ein niederländisches Unternehmen, das zwischen 1989 und 1991 eine in den USA erstellte CAD/CAM-Software in die ganze Welt vertrieb. 1991 wurde dann die Etablierung einer eigenen Software beschlossen, deren Entwicklung sogleich begann. Fast zeitgleich mit der Vorstellung von „VECTOR CAD/CAM 1.0“ erfolgte 1993 die Gründung der Vectorcam GmbH in Deutschland, damals allerdings noch unter dem Namen Centriforce.

Seit nunmehr 25 Jahren bietet das Unternehmen leicht und intuitiv zu bedienende CAD/CAM-Software für die NC-Programmierung von CNC-Maschinen an. Die Schwerpunkte liegen im Bohren, Fräsen, Drehen/Drehfräsen und Schneiden. Mit Vectorcam lassen sich sowohl einfache als auch komplexe Bauteile programmieren.

Vom Windows-Pionier zur stetigen Weiterentwicklung

Sukzessive wurde die Software an die wachsenden Ansprüche der Anwender angepasst und dem Stand der Technik entsprechend weiterentwickelt. Mit neuen und optimierten Funktionen gelingt eine zunehmend effektive wie flexible und einfache Programmierung für die Bearbeitung von Bauteilen auf der NC-Maschine.

Die Software war damals eine der ersten CAD/CAM-Systeme, dass unter Microsoft Windows lauffähig war. Als erstes CAD/CAM-System verwendete es das in Windows integrierte „Objekt -> Action-Prinzip“. Dies ermöglicht dem Anwender mit nur wenigen Klicks mehrere Aktionen an einem Objekt durchzuführen. Diese Arbeitsweise spart im Schnitt über 40 Prozent der Arbeitsschritte gegenüber der herkömmlichen Funktionsweise und resultiert in einer enormen Zeitersparnis. Auch Microsoft erkannte, dass die Centriforce-Software Vectorcam optimal unter Windows läuft und erteilte uns die Genehmigung das Microsoft Kompatibilitäts-Logo zu verwenden.

Wichtige Meilensteine

Im Jahr 1996 konnte die Vectorcam GmbH erste große Partner aus dem Bereich des Profilschleifens für sich gewinnen. So sind Blohm Jung, Fritz Studer und Martin Haug Vectorcam-Partner der ersten Stunde.

10 Jahre nach Gründung war das Unternehmen so stark gewachsen, dass ein Umzug notwendig wurde. Die Firma zog in ihren aktuellen Hauptsitz im Technologiepark 9 in Paderborn um. Von hier aus betreut das mittlerweile neunköpfige Team rund um Geschäftsführer Günter Böhning die Vectorcam Kunden bei ihren Anfragen und Problemen.

Im Jahr 2009 folgt eine Kooperation mit der 0-Punkt CAD GmbH. Diese ermöglicht es, dass das 3D-CAD-System Alibre Design in Vectorcam integriert werden konnte. So kamen neben einigen zusätzlichen 3D-CAD-Schnittstellen (SolidWork, SolidEdge, CATIA, Pro/E, Inventor, Parasolid, etc.) auch zahlreiche CAD-Funktionen in der Vectorcam-Software hinzu.

2011 kam dann die Umbenennung in Vectorcam GmbH. Zeitgleich konnte das Unternehmen mit einer Kooperation zu ModuleWorks ein neues Zeitalter einleiten. Erstmals in der Geschichte von Vectorcam fand eine Implementierung einer Software eines Drittanbieters statt.

Jubiläums-Version mit vielen Neuerungen

Auch die passend zum 25. Geburtstag Mitte Mai erschienene Jubiläums-Edition ist wieder voller Neuerungen und Erweiterungen. Neben vielen kleineren Änderungen/Verbesserungen wurde im Allgemeinen die Nutzeroberfläche der CAM-Software optimiert und Anwender können nun noch effizienter Bauteile bearbeiten. In der neuesten Vectorcam Version wurde außerdem ein neuer Dialog für die Maschinensimulation implementiert.

Auch die einzelnen Module haben ein Update bekommen. So wurde das Bohren vollständig überarbeitet. Neue Dialogboxen, sowie ein neu implementierter Bohrungs-Assistent erlauben ein schnelles und einfaches Programmieren von verschiedener Bohrlöchern. Vor allem der neue Bohrungs-Assistent unterstützt den Anwender und sorgt für einen reibungslosen Ablauf unterschiedlichster Bohrungen. Bei der Version 17 stand die Überarbeitung des 3D-Fräsens im Vordergrund.  Dieses Modul ermöglicht leistungsstarkes Schruppen, Schlichten und Fräsen bei maximaler Schonung der Werkzeuge. Es wurden mehrere Funktionen hinzugefügt, welche die Fräswege optimieren und so für eine effizientere und schnellere Bearbeitung der Werkstücke sorgen.

Vectorcam nutzt die am häufigsten eingesetzte 5-Achs-CAM-Software der Industrie. Deshalb hält das Entwicklungsteam dieses Modul stets auf dem neuesten Stand. Mit der Vectorcam 17 Version ist es so nun beispielsweise möglich, die Funktion „5-Achs-Wälzfräsen“ auch für 4-Achsen Maschinen zu nutzen, da die NC-Ausgabe wahlweise mit 4- oder 5-Achsen erfolgt.

  • Der 5-Achs-Simultan-Bearbeitung schenken die Vectorcam-Entwickler besondere Aufmerksamkeit. Bild: Vectorcam
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