Jetzt auch Flugzeugsitze virtuell entwickeln und testen

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Die ESI Group, ein Anbieter von Virtual-Prototyping-Software-Lösungen, hat die neue Version "Virtual Seat Solution 2016" vorgestellt. Damit können OEMs und Sitz-Zulieferer Prototypen vollständig virtuell entwickeln, testen, optimieren und vorzertifizieren, ohne kostspielige physische Prototypen. Neue Funktionen sollen die Lösung auch für die Luftfahrt interessanter machen.
Bild: Expliseat

Die ESI Group, ein Anbieter von Virtual-Prototyping-Software-Lösungen, hat die neue Version “Virtual Seat Solution 2016” vorgestellt. Damit können  OEMs und Sitz-Zulieferer Prototypen vollständig virtuell entwickeln, testen, optimieren und vorzertifizieren, ohne kostspielige physische Prototypen. Neue Funktionen sollen die Lösung auch für die Luftfahrt interessanter machen.

Die ESI-Lösung soll Leichtbau-Sitze liefern, die alle geforderten Leistungskriterien erfüllen. Virtual Seat Solution, die sich schon in der Automobilindustrie etabliert hat, bietet mit der Version 2016 zusätzliche Funktonen speziell für die Anforderungen der Luftfahrtindustrie . Virtual Seat Solution 2016 ermöglicht Herstellern die Evaluierung des Sitzkomforts bereits in der Entwicklungsphase, ebenso wie die Bewertung der Bein- und Bewegungsfreiheit für Passagiere sowie die virtuelle Vorzertifizierung der Sitze.

Heißer Markt Luftfahrt

Ein immer heißer umkämpfter Reisemarkt zwingt Fluggesellschaften, nach Differenzierungsmöglichkeiten gegenüber Mitbewerbern zu suchen und ihren Passagieren ein möglichst angenehmes Reiseerlebnis zu bieten. Vor diesem Hintergrund sind die Anstrengungen der Ingenieure naheliegend, die Kabinen-Ausstattungen kontinuierlich zu verbessern, wobei den Sitzen eine für den Passagierkomfort zentrale Rolle zufällt. ESI Virtual Seat Solution 2016 ermöglicht es Sitzherstellern, das Verhalten und den Komfort ihrer Sitze unter Berücksichtigung diverser Kriterien virtuell zu bewerten. Dazu gehören u. a. die Bewegungsfreiheit, statischer und thermischer Komfort des Passagiers sowie die Eigenschaft der Sitze, Flugvibrationen zu absorbieren.

Neben der Erfüllung der stetig wachsenden Erwartungen der Passagiere bezüglich des Sitzkomforts werden bei Flugzeugsitzen zukünftig verstärkt unterschiedliche Aspekte der Gewichtsreduktion berücksichtigt werden müssen. Derart wird es Fluggesellschaften ermöglicht, signifikante Treibstoffmengen einzusparen. Dies alles muss entsprechend den zunehmend schärferen Sicherheitsbestimmungen umgesetzt werden, ohne die Sicherheit der Passagiere zu beeinflussen.

Heute vertrauen Hersteller in der Luftfahrttechnik auf das virtuelle Testen, um die Produktentwicklung zu beschleunigen. Zum Beispiel hat die Französische Firma Expliseat zügig die Zertifizierung für ihren neuen Sitz “Titan” erhalten – den leichtesten bisher von der European Aviation Safety Agency (EASA) zertifizierten Sitz.

“Virtual Prototyping ist ein erprobter industrieller Ansatz, den Fertigungsprozess und das Verhalten eines innovativen Produktes – wie unser Titan-Sitz – vorzuzertifizieren”, kommentiert Vincent Tejedor, CTO von Expliseat. “Unsere Erfahrungen bei der Arbeit mit der Virtual Seat Solution bestätigen die Effizienz dieser Lösung. Die Virtual Seat Solution hat uns geholfen, die für ein innovatives Produkt notwendige Entwicklungszeit erheblich zu reduzieren und den Geschäftswert unseres Unternehmens in Rekordzeit zu steigern.”

Nachdem die Software-Lösung sich bereits in der Automobilindustrie bewährt hat, bietet dieVirtual Seat Solution 2016 nun auch eine vollständige End-to-End Virtual Prototyping-Lösung speziell für die Luftfahrtindustrie: Von der Sitzmodellierung und – dank virtueller Menschmodelle, virtuellen Verhaltenstests – bis zur virtuellen Zertifizierung.

Verbesserungen für die Automobilindustrie

Die neue Virtual Seat Solution 2016 bietet auch für die Automobilindustrie wichtige Verbesserungen, um im Entwicklungsprozess die frühzeitige Bewertung von Verhalten und Eigenschaften neuer Sitze zu ermöglichen. Mit der neuen Funktionalität einer gesteuerten Generierung von Sitzmodellen ermöglicht Virtual Seat Solution 2016 Ingenieuren, ganz einfach neue Sitzkonzepte zu definieren. Sie können nun auch in der initialen Entwicklungsphase effizient arbeiten, indem sie bereits modellierte Bauteile erneut verwenden und mit fortschreitendem Projekt einfach die notwendigen Änderungen und Anpassungen vornehmen. Virtual Seat Solution aktualisiert automatisch das Sitzmodell, um das Verhalten des Sitzes mit den neuen, geänderten Bauteilen zu berechnen. Dies führt zu erheblicher Flexibilität und Zeitersparnis

Schleudertrauma Tests auf Knopfdruck.

Im Rahmen von Schleudertrauma-Tests zur Gewährleistung der Insassensicherheit wird ab sofort auch der ChinaNCAP-Prozess von Virtual Seat Solution 2016, unterstützt. Dies vervollständigt die bereits bestehenden Software-Funktionalitäten durch Unterstützung der EuroNCA- und JNCAP-Zertifizierungen. Zusätzlich zum bereits angebotenen Dummy-Modell BioRID II v.2.6 ist nun auch das Modell BioRID II v.3.0. verfügbar. Außerdem wird ein neues Werkzeug zur Sitzpositionierung angeboten, um so den Sitz in der Konfiguration gemäß den NCAP-Protokollen anzupassen. Schließlich können die Berechnungen der zahlreichen Aufprallimpuls-Level während des Schleudertrauma-Tests für einen einmaligen Start gleichzeitig vorbereitet werden.

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