11.04.2022 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Ist das die Zukunft des Maschinenbaus?

Zukunft des MaschinenbausQuelle: asharkyu/shutterstock

Automatisierte, flexible, vernetzte und anpassungsfähige Maschinen werden die Zukunft bestimmen. Wie sich diese Komplexität in einen Wettbewerbsvorteil wandeln lässt, erläutert Siemens Vice President Rahul Garg.

Die Maschine der Zukunft ist automatisiert, flexibel, vernetzt und kann sich ihrer Umgebung anpassen. Am Ende lassen sich alle Herausforderungen der Digitalisierung auf eine Fähigkeit zurückführen: Komplexität beherrschen und effizient damit umgehen. Siemens ist sich sicher, dass den Unternehmen die Zukunft gehört, die diese Komplexität in einen Wettbewerbsvorteil bei der Zukunft des Maschinenbaus umsetzen.

Zukunft des Maschinenbaus: Komplexität in den Griff bekommen

Mit jedem Schritt der Entwicklungs-, Fertigungs- und Serviceprozesse wächst die Komplexität exponentiell. Fast jede Maschine baut auf Bestehendem auf; dementsprechend sollte der Entwicklungsprozess die Erfahrungen aus den Vorgängern integrieren, um in jeder Sonderkonstruktion Mehrwert zu generieren. Je individueller Maschinen sind, desto komplexer wird der Service – und das bei steigenden Ansprüchen an die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Maschinen.

Konzepte für den Erfolg

Erfolgreiche Maschinenbau-Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad konzentrieren sich im Wesentlichen auf folgende Konzepte, um die Komplexität in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln:

  • Ein umfassender digitaler Zwilling: Mit den Einsichten und Daten, die ein vollständiger digitaler Zwilling liefert, können Unternehmen die Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen realistisch simulieren. Damit lassen sich flexible, vernetzte Maschinen entwickeln, die eine breitere Produktpalette verarbeiten und so eine schnellere Reaktion der Kunden auf veränderte Marktanforderungen ermöglichen. Je vollständiger der digitale Zwilling ist, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse aus Simulationen und desto größer sind die erzielbaren Verbesserungen.
  • Moderne, anpassungsfähige und personalisierte Lösungen: Jeder Mitarbeiter hat die Werkzeuge zur Verfügung, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Diese Werkzeuge müssen einfach zu bedienen sein sowie Daten aus allen Bereichen zusammenführen und verständlich präsentieren können.
  • Ein flexibles, offenes Ökosystem: Die Informationstechnologie spielt eine große Rolle bei der Beherrschung der Komplexität. In Unternehmen findet sich eine Landschaft vielfältiger Software-Lösungen unterschiedlicher Anbieter oder auch aus eigener Hand. Nun gilt es, diese Werkzeuge aus unterschiedlichen Quellen nahtlos miteinander zu verbinden, um das gesamte Potenzial aus der Digitalisierung zu realisieren.

Siemens hat diese Konzepte in seinem Xcelerator-Portfolio umgesetzt und verbindet Mechanik, Automatisierung und Elektronik mit seinen Softwarelösungen. Damit kann ein Unternehmen eng mit seinen Lieferanten und Kunden zusammenarbeiten und die digitale Transformation so schnell wie möglich umsetzen.

Industrielösungen für Maschinenbauer

Für den Maschinenbau setzt Siemens schwerpunktmäßig auf vier Industrielösungen: Advanced Machine Engineering, Intelligent Performance Engineering, Smart Manufacturing und Service Lifecycle & Analytics. Darin enthalten sind Funktionen, die auf den Maschinenbau zugeschnitten sind, wie eine multi­disziplinäre Konfiguration, die über alle Disziplinen hinweg die Individualisierungswünsche des Kunden berücksichtigt und verwaltet. Eine virtuelle Maschinensimulation hilft dabei, Konzepte schnell und digital zu simulieren und in Bezug auf ihre Durchführbarkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit zu analysieren. So lassen sich Maschinen virtuell entwickeln und testen. Das Ergebniss: Die Komplexität wird nicht nur beherrschbar, sondern führt zu einem Wettbewerbsvorteil.

Der Autor Rahul Garg ist Vice President Industrial Machinery and Midmarket Program bei Siemens Digital Industries Software.

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