Der Begriff „Retrofit“ bezeichnet in der Intralogistik die Modernisierung von Maschinen, Betriebsmitteln sowie Softwaresystemen. Er ist eine wirtschaftliche Alternative zu einer Neuanschaffung, stellt den nachhaltigen Betrieb sicher und geht einher mit gesteigerter Effizienz der Anlage.
(Quelle: SSI Schäfer)
Was heißt es im konkreten Fall, wenn ein Softwaresystem in einem Warenlager modernisiert wird? Welche Auswirkungen auf den laufenden Betrieb sind zu erwarten? Im besten Fall keine. Die Herangehensweise ist immer in enger Abstimmung mit dem Kunden und seinen individuellen Bedürfnissen zu finden. Zumeist handelt es sich nicht nur um eine reine Modernisierung des bestehenden Systems, sondern auch um eine Erweiterung hinsichtlich der Prozesse und eingesetzten Softwaresysteme. Das bedeutet, dass neben den bestehenden Rahmenbedingungen sich auch neue Herausforderungen auftun, welche in der Analyse, der Planung und der Umsetzung Berücksichtigung finden müssen. Grundsätzlich kann man zwei Lösungsansätze verfolgen: die Umstellung in mehreren Prozessstufen, wobei Anpassungen im Rahmen der Umstellung partiell durchgeführt und Ausfälle leichter aufgefangen werden können, und die Umstellung im Big Bang. Eine Big-Bang-Adaption bedeutet die direkte Umstellung auf eine neue Softwaregeneration, bei der alle alten Systeme zu einem bestimmten Zeitpunkt auf das voll funktionsfähige neue System wechseln.
Im Zentrum des Releasewechsels steht immer der reibungslose Ablauf, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Es geht darum, alle notwendigen Maßnahmen im Zuge der Umstellung zu ergreifen, dass die Aufträge im gewohnten Zeitraum und ohne Verzögerung abgearbeitet werden können: Ware am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, in richtiger Menge und in richtiger Qualität.
Intralogistik-Software plant, steuert und überwacht Prozesse
Es braucht eine Softwarelösung, die sich nahtlos einfügt und sich zukunftsorientiert den Herausforderungen des Warenlagers stellt. Wamas ist eine modular aufgebaute, standardisierte intralogistische Softwarelösung, die alle logistischen Prozesse und Funktionen eines manuellen, teil- oder vollautomatisierten Lagers plant, steuert, optimiert und überwacht. Sie lässt sich individuell anpassen und fügt sich durch ihre offene Schnittstellen-Architektur nahtlos in die IT-Landschaft ein. Der hohe Innovationsgrad und die Skalierbarkeit bieten den größtmöglichen Investitionsschutz für ein nachhaltiges Warenmanagement.
Schritt für Schritt zur neuen Softwareversion
Eine moderne Softwarelösung im laufenden Betrieb eines Logistikunternehmens zu implementieren, ist eine große Herausforderung und bedarf zuallererst einer akribischen Analyse des Ist-Zustandes und einer genauen Vorstellung des Soll-Zustandes. Es gilt die Lösung stringent in die IT-Landschaft zu integrieren. Wobei die Modularität und offene Systemarchitektur von Wamas die Anbindung an ERP- und Transport-Systeme oder Komponenten von Drittanbietern ermöglicht.
Im Zuge der Projektplanung und Simulation ist das Pflichtenheft ein wichtiges Instrument, in dem neben den Spezifikationen auch die notwendigen Migrationsschritte definiert werden. Die Umstellung in definierten Schritten erlaubt die Evaluierung der implementierten Teilaufgaben sowie die partielle Anpassung des neuen Systems und sogar die Möglichkeit, einen gesicherten Schritt zurückzumachen. Möglichen Ausfällen kann mit klar definierten Notfall-Szenarien entgegengewirkt werden. Darunter fällt zum Beispiel die Möglichkeit der Vorkommissionierung, der teilweisen Auslagerung beziehungsweise manuellen Lagerung. Auch das Personal kann an neue Prozesse oder Dialoge herangeführt werden und die Dokumentation über die Software-Realisierung zieht schrittweise bis zur erfolgreichen Implementierung mit.
Von einem Tag auf den anderen: der Big Bang
Big Bang bedeutet die direkte Umstellung auf eine neue intralogistische Softwarelösung an einem konkret definierten Tag. Diese Art der Migration gilt als die herausforderndste Entscheidung im Retrofit und verlangt dem gesamten Projektteam absolutes Vertrauen in die Migration und die Stabilität der Softwarelösung ab. Schließlich muss das neue System von Anfang an das volle Auftrags- und Datenvolumen abhandeln können. Die Randzeiten für Bugfixing sind äußerst begrenzt und die Durchführung der Ramp-up-Phase erfordert höchste Konzentration.
Die Vorteile eines Big Bangs sind der rasche Go Live sowie die Vermeidung der parallelen Verwendung mehrerer Warehouse Management Systeme zum ERP. Der Ressourcen- und somit Koordinationsaufwand im Vorfeld ist jedoch wesentlich höher, da sämtliche Prozesse zeitgleich umgestellt werden. Eine intensive Vorbereitungszeit und somit Zusammenarbeit mit dem Kunden ist genauso unumgänglich wie ein hochprofessionelles Projektmanagement. Für die Experten von SSI Schäfer steht die intensive und vertrauensvolle Kommunikation mit dem Kunden und die Bereitstellung eines kompetenten Teams, das in uneingeschränkter Transparenz die Projektleitung und -steuerung übernimmt, an erster Stelle. Die Erfahrung zeigt: Regelmäßige und offene Kommunikation zwischen SSI Schäfer und dem Kunden, das gemeinsame Verständnis für die Zielsetzung sowie die Vorteile des Retrofits führen zu größtmöglicher Akzeptanz und damit in weiterer Folge auch zum gewünschten Erfolg.
Stand: 16.12.2025
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