Zukunft der Lagereffizienz Intralogistik: Lager im Fokus

Von Michael Basler 4 min Lesedauer

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Die Intralogistik wandelt sich durch steigende Anforderungen an Geschwindigkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz, angetrieben durch automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme (ASRS) sowie KI, IIoT und Sensorik.

Lager im Fokus: Die intelligenten Motoren von Dunkermotoren kommen in zahlreichen Systemen zum Einsatz, etwa in Shuttles und Hochgeschwindigkeits‑Lagersystemen.(Bild:  Ametek & Dunkermotoren)
Lager im Fokus: Die intelligenten Motoren von Dunkermotoren kommen in zahlreichen Systemen zum Einsatz, etwa in Shuttles und Hochgeschwindigkeits‑Lagersystemen.
(Bild: Ametek & Dunkermotoren)

Moderne Anbieter im Bereich Robotik und Lager betonen vor allem Systemverfügbarkeit, Zuverlässigkeit und minimale manuelle Eingriffe. Viele Systeme erreichen heute über 99 Prozent Betriebszeit, was einen nahezu unterbrechungsfreien Materialfluss ermöglicht. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind berührungslose Ladesysteme, die den Energiehaushalt autonomer Fahrzeuge effizient steuern und Stillstandzeiten reduzieren. In Kombination mit KI‑gestützten Algorithmen können Fahrzeuge in Echtzeit auf Umgebungsänderungen reagieren, ihre Routen optimieren und Entscheidungen autonom treffen.

Steigende Anforderungen an die Antriebstechnik

Mit der zunehmenden Automatisierung steigen auch die Erwartungen an die eingesetzte Antriebstechnik. Gefordert sind hohe Lebensdauer, robuste Verfügbarkeit, integrierte Sicherheit und intelligente Datennutzung. Dunkermotoren trägt dieser Entwicklung mit seiner neuen Motor‑Regler‑Plattform Rechnung. Alle integrierten und externen Regelelektroniken verfügen serienmäßig über eine zertifizierte STO‑Sicherheitsschnittstelle, die einen sicheren Betrieb in anspruchsvollen Umgebungen gewährleistet.

Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), IIoT und fortschrittliche Sensorik bilden die Basis für neue Leistungsstandards in Lager- und Produktionsumgebungen.

Neue Sicherheitsfunktionen für maximale Maschinen‑ und Prozesssicherheit

Dunkermotoren hat mit der Produkterweiterung dSafe innovative Sicherheitsfunktionen eingeführt, die darauf abzielen, maximale Maschinen- und Prozesssicherheit zu gewährleisten. Diese neuen Funktionen bieten nicht nur eine höhere Sicherheit, sondern reduzieren auch den Integrationsaufwand und garantieren geprüfte Funktionalität.

Zu den neuen Safe-Motion-Funktionen gehören unter anderem der sichere Stopp 1 (SS1), die begrenzte sichere Geschwindigkeit (SLS), die begrenzte sichere Position (SLP) und die sichere Bremssteuerung (SBC). Zudem wird eine FSoE-Schnittstelle (Fail Safe over EtherCAT) bereitgestellt.

Diese Funktionen ermöglichen es, Sicherheitskonzepte zu vereinfachen, externe Hardware zu reduzieren und normkonforme Anwendungen schneller zu realisieren. Mit dSafe setzt Dunkermotoren neue Maßstäbe in der Sicherheitstechnik und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Prozesse effizienter und sicherer zu gestalten.

Flexibel konfigurierbare Motor‑Regler‑Plattform

Die flexibel konfigurierbare Motor-Regler-Plattform bietet maximale Anpassbarkeit, eine einfache Integration und reduzierte Systemkosten. Sie ermöglicht es Anwendern, die Regelelektronik exakt auf die jeweilige Applikation abzustimmen. Dank der direkt im Motor integrierten Bus- und Ethernet-Schnittstellen, wie CANopen, Profinet (Profidrive AK 1 & 4), EtherCAT (Distributed Clocks) und EtherNet/IP, entfällt oft ein externes Steuergerät. Dies spart nicht nur Bauraum, sondern vereinfacht auch die Inbetriebnahme erheblich durch das Drive Assistant Tool.

Zusätzliche Features, wie ein elektronisches Typenschild, ein Betriebsstundenzähler, Taktsynchronität sowie die Möglichkeit zur freien Programmierung, erhöhen die Transparenz und Flexibilität der Anwendung. Eine optimierte Spannungsfestigkeit schützt die Elektronik vor hohen Akkuspannungen, was insbesondere in mobilen Robotiksystemen von großem Vorteil ist. Mit dieser Plattform wird eine effiziente und anpassbare Lösung für verschiedene Anwendungen geschaffen.

<p>Das Bild zeigt eine technische Darstellung eines Automatisierungssystems, wahrscheinlich eines fahrerlosen Transportfahrzeugs (AGV), das von Dunkermotoren und Ametek entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Drahtgitter-Visualisierung, die die Struktur und die Hauptkomponenten des Fahrzeugs hervorhebt.   - Die Dimensionen von 1200 mm in der Länge und 600 mm in der Höhe sind ebenfalls angegeben. - Die Darstellung hebt Motoren und andere mechanische Teile hervor, die für den Antrieb und die Bewegung des Fahrzeugs verantwortlich sind.  Obwohl es sich um eine schematische Ansicht handelt, vermittelt das Bild einen klaren Eindruck von der Größe und Konstruktion des Transportfahrzeugs.<p>
Das Bild zeigt ein Konzept für ein automatisiertes fahrerloses Transportfahrzeug (AGV), das Hub-Getriebemotoren von Dunkermotoren und Ametek verwendet.
(Bild: Ametek & Dunkermotoren)

IIoT‑Integration mit Nexofoxoring

In Kombination mit der Digitalmarke Nexofox können hochfrequente Prozessdaten direkt in der Kundenanwendung erfasst und über ein Gateway in der Cloud gespeichert werden, und das unabhängig von der übergeordneten SPS. Diese Auswertung ermöglicht Echtzeit-Einblicke in Motorzustände, bietet ansprechende Visualisierungen über Dashboards und erlaubt die Ableitung von Wartungsbedarfen. Erstmals werden zudem präzise Aussagen zur Motorlebensdauer möglich.

Dank dieser innovativen Ansätze schafft Dunkermotoren die Grundlage für Predictive Maintenance, was nicht nur die Ausfallrisiken reduziert, sondern auch die Planbarkeit verbessert. Damit wird eine zukunftsorientierte Lösung für ein effektives und effizientes Wartungsmanagement geschaffen.

Moderne Anbieter von Robotik- und Lager-Lösungen betonen vor allem Systemverfügbarkeit, Zuverlässigkeit und minimale manuelle Eingriffe.

Höhere Traglasten; kompakte Bauformen, robuste Mechanik

Parallel zur Weiterentwicklung der Elektronik wurde das Motorenportfolio um neue Nabengetriebe ergänzt. Die Baureihen NG 250, NG 500 und NG 1000 w/o eignen sich speziell für Fahrantriebe in mobilen intralogistischen Systemen. Die robuste Konstruktion ermöglicht Traglasten bis zu 1.000 kg - ohne zusätzlichen Platz im Lager, was die mechanische Integration erleichtert.

Einsatzbereiche in Anwendungen rund um das Lager

Die intelligenten Motoren von Dunkermotoren kommen in zahlreichen Systemen zum Einsatz, etwa in Shuttles und Hochgeschwindigkeits‑Lager-Systemen, AGVs und AMRs, Cube‑Robotics‑Lösungen sowie in Sortier‑ und Kommissioniersystemen. Beispiele aus der Praxis zeigen die Vielfalt des Portfolios: BG 95 dPro wird unter anderem in Robotern für Online‑Supermärkte genutzt, während BG 75 in Logistikzentren zur Paketsortierung eingesetzt wird.

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<p>Das Bild zeigt ein automatisiertes Lagersystem mit Paletten auf Regalen und einem Antriebsmotor, der Teil des Förderbandsystems ist.<p>
Ein modernes Automatisierungssystem für die Lager-Logistik, bestehend aus einem vierseitigen Shuttle-System und einem integrierten intelligenten bürstenlosen DC-Motor, bietet effiziente und präzise Bewegungssteuerung.
(Bild: Ametek & Dunkermotoren)

Wichtiger Baustein für das Smart Warehouse

Die Kombination aus leistungsstarker Antriebstechnik, integrierten Sicherheitsfunktionen, IIoT‑Fähigkeiten und robustem mechanischem Design macht die Lösungen von Dunkermotoren zu einem wichtigen Baustein für das Smart Warehouse der Zukunft. Unternehmen profitieren durch höhere Systemverfügbarkeit, reduzierte Betriebskosten, mehr Sicherheit und datenbasierte Prozessoptimierung. Damit leisten die Systeme einen entscheidenden Beitrag zur Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit moderner Intralogistik.

Michael Basler ist Key Account Manager Industrial Automation bei der Dunkermotoren GmbH.