Das Outsourcing der Instandhaltungslieferkette bietet Unternehmen nicht nur operative und wirtschaftliche Vorteile, sondern wird zunehmend auch zum Hebel für mehr Nachhaltigkeit. Externe MRO-Dienstleister übernehmen dabei eine zentrale Rolle bei der Transparenz, Bewertung und Weiterentwicklung von ESG-Leistungen entlang der Lieferkette.
RS bietet seinen Kunden Lösungen zur Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Erfüllung steigender ESG-Standards auch mit über 30.000 Better-World-Produkten aus 345 Produktfamilien und von 132 Lieferanten in 30 Ländern.
(Bild: RS Group)
Das Outsourcing der Instandhaltungslieferkette an einen spezialisierten externen Beschaffungsdienstleister reduziert die Risiken längerer Ausfallzeiten. Hinzu kommen eine Reihe weiterer Vorteile wie Lieferantenkonsolidierung, reduzierte Transaktionsverarbeitung und optimierte Lagerbestände, die ebenfalls kostensenkend wirken. Außerdem hilft dieser Schritt Unternehmen, im Bereich Environmental Social Governance (ESG) voranzukommen.
Sprachrohr für ESG-Aspekte
Andrea Barrett, Vice President of Social Responsibility and Sustainability bei der RS Group: "Es ist wichtig, dass die Berichterstattung so effizient und effektiv wie möglich erfolgt."
(Bild: RS Group)
Der globale MRO-Beschaffungsdienstleiter RS Integrated Supply hat kürzlich ein ESG-Forum mit Kunden, leitenden Angestellten und Führungskräften der Muttergesellschaft RS Group veranstaltet. RS Integrated Supply übernimmt die Rolle eines Vermittlers zwischen Lieferanten und Kunden. „Wir sehen uns im Zentrum der globalen industriellen Wertschöpfungskette“, sagt Andrea Barrett, Vice President of Social Responsibility and Sustainability bei der RS Group. „Wir wissen, dass Nachhaltigkeit und ethische Beschaffung zu den wichtigsten Geschäftsprioritäten und Problembereichen unserer Kunden gehören, und das ist ein Bereich, in dem wir wirklich helfen können, Probleme zu lösen“, so Barrett weiter.
Die Unterstützung der Kommunikation zwischen Upstream und Downstream ist von entscheidender Bedeutung. „Wir sammeln alle Erkenntnisse, Bedürfnisse und Möglichkeiten unserer Kunden und sind das Sprachrohr dafür entlang der Lieferkette bis hin zu unseren Lieferanten. Dabei setzen wir uns für eine stärkere Konzentration auf nachhaltige und verantwortungsvolle Produktentwicklung, Verpackung, Logistik und Ethik ein“, fährt Barrett fort. „Wenn unsere Lieferanten Maßnahmen zu diesen Themen ergriffen haben, können wir ebenfalls das Sprachrohr sein, um die von ihnen erzielten Verbesserungen publik zu machen“, ergänzt sie.
Anforderungen von Nachweisen
Gleichzeitig ist sich Barrett bewusst, dass Anfragen nach Nachweisen für ESG-Verbesserungen, so gut gemeint sie auch sein mögen, für Lieferanten zur Belastung werden können. Dies gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, denen möglicherweise die Ressourcen fehlen, um effektiv zu reagieren. „Es ist wichtig, dass die Berichterstattung so effizient und effektiv wie möglich erfolgt“, erklärt sie. „Berichten Sie einmal nach dem höchstmöglichen Standard, anstatt viele individuelle, kundenspezifische Berichte und Fragebögen zu erstellen“, rät Barrett.
Letzteres Szenario kann unbeabsichtigt nachteilige Auswirkungen haben. „Die Gefahr“, fügt Barrett hinzu, „besteht darin, dass diese kleinen ESG-Teams einfach zu Berichtsteams werden und nicht mehr die Kapazität haben, die Maßnahmen selbst voranzutreiben. Deshalb bin ich ein großer Fan der Berichterstattung an eine einzige Plattform, auf der die Informationen bei Bedarf jedem zur Verfügung stehen“, macht sie klar.
Allgemein anerkannte Berichtstools spielen daher im Rahmen der Lieferantenbewertung von RS eine wichtige Rolle. Es ist dem Distributor sehr wichtig, Partner zu bitten, sich der Science Based Targets Initiative anzuschließen. Dies ist eine Organisation, die Unternehmen dabei hilft, Emissionsreduktions- und Netto-Null-Ziele festzulegen, die mit der Klimaforschung in Einklang stehen. „Lieferanten können ihre Netto-Null-Ambitionen von der Organisation validieren lassen, damit Kollegen und Stakeholder wirklich auf die Ziele vertrauen können, die sie als Unternehmen festgelegt haben“, erklärt Danny Hobson, Head of Product and Supplier Sustainability bei der RS Group.
Umfassender Überblick ist ein Vorteil
RS hat sich für eine Zertifizierung durch EcoVadis entschlossen. Hierbei handelt es sich um ein globales ESG-Nachhaltigkeitsrating. EcoVadis vergibt Platin-, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen an Unternehmen auf der Grundlage ihrer Leistung im Hinblick auf bestimmte Nachhaltigkeits- und soziale Verantwortungskriterien. RS legt das Erreichen einer Silbermedaille als Priorität für Lieferanten fest.
Erica Zabriskie, Global Responsible Procurement Director bei RS Integrated Supply, stimmt dem zu. Zabriskie hat EcoVadis als wertvolles Research Tool schätzen gelernt: „Die 360-Grad-Einblicke helfen einem wirklich, mehr über einen Lieferanten zu erfahren. Man erhält Einblick die Aktivitäten eines Unternehmens, um für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Man kann sich auch direkt darüber informieren, welche Schritte in Richtung einer verantwortungsvolleren Beschaffung unternommen wurden, ohne diese Details direkt bei ihnen anfordern zu müssen“, sagt sie. „Das alles sofort zur Hand zu haben, ist wirklich nützlich.“
Stand: 16.12.2025
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Die EcoVadis-Registrierung komme auch dem Lieferanten zugute, bemerkt Hobson. „Dadurch erhalten Sie als Unternehmen eine Bewertung, deren Ergebnisse Sie mit anderen teilen können.“ Zabriskie ergänzt: „Auch die Kunden von RS Integrated Supply profitieren davon. Sie möchten sich darauf verlassen können, dass wir die Lieferanten, bei denen wir einkaufen, prüfen, auditieren und inspizieren. Wir arbeiten aktiv mit unseren strategischen Lieferanten zusammen, und ihr EcoVadis-Rating ist in unsere interne Scorecard integriert.
Nachhaltigkeit: Kontinuierliche Verbesserung führt zu stetigen Erfolgen
Die Maßnahmen, Beschaffung, Lagerung und Versand näher an die Kunden zu verlagern, trugen seit 2019/20 zu einer Reduzierung der Emissionsintensität im Produkttransport (Scope 3) der RS Group um 26 Prozent bei.
(Bild: RS Group)
RS setzt auch auf EcoVadis, um seine eigenen Bemühungen zu validieren. Das Ergebnis: zum dritten Mal eine Platin-Bewertung. Das bedeutet, dass die ESG-Leistung des Unternehmens in den letzten zwölf Monaten zu den besten ein Prozent aller von EcoVadis bewerteten Organisationen gehörte. Beispiele für Erfolge sind die Reduzierung der CO2-Emissionen um 61 Prozent (ohne jüngste Akquisitionen), des Energieverbrauchs um neun Prozent und der Scope-3-Transportemissionsintensität um 26 Prozent zwischen 2019/20 und 2023/24.
Frank Behrens ist Senior Marketing Manager External Communications DACH bei RS Components.