Industriedesign in die Produktentstehung einbinden: Neue VDI-Richtlinie zeigt, wie es geht

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Industriedesign ist ein wichtiger Bestandteil des Produktentstehungsprozesses: Design und Engineering sind idealerweise eng verzahnt und führen zu einer gegenseitigen Optimierung. Die neue Richtlinie VDI/VDID 2424 soll helfen, diese Prozesse zu strukturieren in die Produktentwicklung einzubinden.

(Quelle:  Thomas Ernsting)
(Quelle: Thomas Ernsting)

Das Ziel der neuen VDI/VDID 2424 ist eine optimale Einbindung des Industriedesigns in den Produktentwicklungsprozess. Die Richtlinie behandelt die notwendigen Schritte, die im Bereich Industriedesign durchzuführen sind, und benennt die Schnittstellen zur Produktentstehung. Sie führt in die Methoden und Werkzeuge ein, welche im Industriedesign verwendet werden, und ordnet sie den Phasen im Designmanagementprozess zu: Analysen und Konzepterstellung, Markt und Markenpositionierung, Designentwurf, Designdokumentation und Designvalidierung. VDI/VDID 2424 informiert auch über den rechtlichen Rahmen und das Industriedesign im normativen Kontext.

Gelungenes Industriedesign verbessert das Produkt

Ein gelungenes Industriedesign verbessert das Produkt, die Anwendbarkeit, und die positive Wirkung beim Anwenderkreis. Die neue Richtlinie VDI/VDID 2424 soll zu einer Strukturierung der Prozesse und zu einer Professionalisierung und besseren Integrierung des Industriedesigns beitragen. Sie wurde gemeinsam vom VDI und dem Verband Deutscher Industriedesigner (VDID) erarbeitet und ist an alle in den Produktentstehungsprozessen organisatorisch und operativ involvierten Personen adressiert, insbesondere aber an Ingenieure, Industriedesigner und Produktmanager.

Die Inhalte der VDI/VDID 2424 und der Ablauf des integrierten Industriedesigns orientieren sich dabei an der VDI 2221 Blatt 1, die den systematischen Produktentstehungsprozess abbildet. Sie begleitet den Prozess in allen Phasen, von der Idee über die Planung und Konzipierung, bis hin zur konkreten Umsetzung und Überwachung. Die Richtlinie enthält auch ein Anwendungsbeispiel, welches die Entwicklungsphasen anschaulich in Zusammenhang mit den Produktentwicklungsphasen nach VDI 2221 Blatt 2 setzt.

Möglichkeit zur Mitgestaltung bis Ende Oktober

Herausgeber der Richtlinie VDI/VDID 2424 „Industriedesign - Nutzerzentrierte Gestaltung im Produktentwicklungsprozess“ ist die VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung (GPP). Die Richtlinie ist im Juli 2021 als Entwurf erschienen und kann zum Preis ab EUR 110,90 beim Beuth Verlag (Tel.: +49 30 2601-2260) bestellt werden. Onlinebestellungen sind unter www.vdi.de/2424 oder www.beuth.de möglich. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (gpp@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 31.10.2021. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Lesen Sie auch: Wie Roboter auch unbekannte Objekte problemlos handeln

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung