Industrie-Cloud soll bei Volkswagen Produktivität steigern

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Volkswagen und Amazon Web Services wollen gemeinsam die Volkswagen Industrial Cloud aufbauen. Beide Unternehmen gaben dazu eine mehrjährige Entwicklungszusammenarbeit bekannt. In der Industrie-Cloud sollen künftig die Daten aller Maschinen, Anlagen und Systeme aus sämtlichen 122 Fabriken des VW-Konzerns zusammengeführt werden. 

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Volkswagen und Amazon Web Services wollen gemeinsam die Volkswagen Industrial Cloud aufbauen. Beide Unternehmen gaben dazu eine mehrjährige Entwicklungszusammenarbeit bekannt. In der Industrie-Cloud sollen künftig die Daten aller Maschinen, Anlagen und Systeme aus sämtlichen 122 Fabriken des VW-Konzerns zusammengeführt werden.

Die Industrial Cloud von Volkswagen hilft Abläufe und Prozesse in der Fertigung zu optimieren und schafft damit die wesentliche technologische Voraussetzung zur Erreichung der Produktivitätsziele in der Produktion. Langfristig geht es auch um die Integration der globalen Lieferkette des Volkswagen-Konzerns mit über 30.000 Standorten von mehr als 1.500 Zulieferern und Partnerunternehmen. Gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) legt Volkswagen seine Industrial Cloud deshalb als offene Industrie-Plattform an, die perspektivisch auch weitere Partner aus Industrie, Logistik und Handel nutzen können.
„Wir werden die Produktion als Wettbewerbsfaktor für den Volkswagen Konzern weiter stärken. Unsere strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services schafft dafür wichtige Voraus-setzungen“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Porsche und im Vorstand der Volkswagen AG für Produktion zuständig. „Der Volkswagen Konzern mit seiner globalen Expertise in der Automobilfertigung und Amazon Web Services mit seinem Technologie-Know-how ergänzen sich hervorragend. Mit unserer globalen Industrie-Plattform wollen wir ein wachsendes industrielles Ökosystem schaffen, von dessen Transparenz und Effizienz alle Beteiligten profitieren.“

IT auf Fertigungsebene wird einheitlich gestaltet und verknüpft

Mit dem Aufbau seiner Industrial Cloud schafft der Volkswagen-Konzern die Grundlage für eine durchgängige Digitalisierung seiner Produktion und Logistik. Die IT auf der Fertigungsebene von Maschinen, Anlagen und Systemen – etwa für die Produktionsplanung und Lagerhaltung – soll über alle 122 Fertigungsstätten des Volkswagen Konzerns hinweg einheitlich gestaltet und verknüpft werden. Bisher unterscheidet sie sich in Teilen von Standort zu Standort.

Amazon-Dienste für IoT, Machine Learning, Analytics und Computing

In ihrer Zusammenarbeit setzen beide Unternehmen auf die Amazon-Technologien in den Bereichen Internet der Dinge (IoT), maschinelles Lernen und Computing Services, die speziell für das Produktionsumfeld entwickelt und auf die Anforderungen der Automobilindustrie erweitert werden. Als Architektur dient die neue Digital Production Platform (DPP) von Volkswagen, an die künftig alle Standorte im Konzern wie auch weitere Unternehmen andocken. Diese Plattform vereinheitlicht und vereinfacht den system- und werkeübergreifenden Datenaustausch.

Optimierung von Prozessen, schnelle Integration neuer Technologien

Volkswagen will mit seiner Industrial Cloud neue Möglichkeiten erschließen, um die Effizienz und Flexibilität in der Fertigung weiter zu steigern. Die Zusammenführung der Daten aus allen Fabriken schafft neue Perspektiven für die Optimierung von Abläufen und Prozessen. Dazu zählen eine noch effizientere Steuerung des Materialflusses, die frühzeitige Erkennung und Korrektur von Lieferengpässen und Prozessstörungen, und eine optimierte Fahrweise von Maschinen und Anlagen in jeder Fabrik.
Darüber hinaus ist die cloudbasierte Plattform mit ihrem vereinfachten Datenaustausch eine entscheidende Voraussetzung für Volkswagen, um neue Technologien und Innovationen schnell und standortübergreifend bereitzustellen. Dazu zählen beispielsweise intelligente Robotik oder Funktionen der Datenanalytik, um werksübergreifende Prozesse zu analysieren und zu vergleichen. Neue Anwendungen, zum Beispiel in der IT-Sicherheit für Anlagen, können mit der cloudbasierten Plattform direkt auf alle weltweiten Standorte skaliert werden. Volkswagen wird hier auch auf Best Practice-Erfahrungen von Amazon Web Services setzen.

Als Industrie-Plattform für weitere Unternehmen offen

Volkswagen legt seine Industrial Cloud als offene Plattform an. Ziel ist es, Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilindustrie zu integrieren und ein industrielles Partnernetzwerk aufzubauen, von dessen Datenbasis und Informationen alle Partner profitieren. Langfristig geht es auch um die Integration der globalen Lieferkette des Volkswagen Konzerns mit über 30.000 Standorten von mehr als 1.500 Zulieferern und Partnerunternehmen. Denkbar ist zudem, dass man die Cloud-Plattform grundsätzlich für andere Automobilhersteller zugänglich macht. So entsteht ein stetig wachsendes, weltweites industrielles Ökosystem.
Verhandlungen mit großen Industrieunternehmen, die Interesse an einer Migration in die Volkswagen Industrial Cloud haben, laufen bereits.

VW Industrial Cloud wird an mehreren IT-Zentren vorangetrieben

Experten-Teams von VW und AWS treiben die Industrial Cloud gemeinsam voran. Mittelfristig sollen es rund 220 Spezialisten sein, die in mehreren IT-Entwicklungszentren von Volkswagen sitzen. In Berlin planen die Unternehmen ein gemeinsames Industrial Cloud Innovation Center. Weiterhin unterstützen Volkswagen-Experten in Dresden, München und Wolfsburg die Entwicklungsarbeit. Diese beginnt ab sofort. Bereits jetzt haben die Teams 140 Projekte definiert. Dazu zählen beispielsweise ein Dienst zur Lokalisierung von Warentransporten innerhalb und außerhalb der Fabrik, etwa per LKW (Vehicle Locating Service) sowie Analysedienste für die Berechnung der Anlageneffektivität in den Standorten (Overall Equipment Effectiveness, OEE). Ziel ist es, die Volkswagen Industrial Cloud sowie erste konkrete Services und Funktionen Ende 2019 in Betrieb zu nehmen.

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