Industrial Internet of Things Automatisierungsplattform: So setzt der Mittelstand IIoT einfacher um

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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KEB Automation hat den Startschuss für die offene Automatisierungsplattform und IIoT-Plattform „NOA“ (Next Open Automation) gegeben. Sie ermöglicht die smarte Nutzung und Analyse von Maschinendaten.

Die Plattform NOA von KEB Automation ermöglicht die flexible Steuerung und Bedienung von Maschinen.(Bild:  KEB Automation)
Die Plattform NOA von KEB Automation ermöglicht die flexible Steuerung und Bedienung von Maschinen.
(Bild: KEB Automation)

Die Plattform NOA von KEB Automation ermöglicht die flexible Steuerung und Bedienung von Maschinen und reduziert Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen. Zudem werden Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert. Apps wie Machine Learning (ML), Monitoring oder Lösungen für HMIs lassen sich einfach und flexibel installieren. Den offiziellen Release gab das Unternehmen auf der SPS 2024 in Nürnberg bekannt.

Mit der Plattform haben Maschinen- und Anlagenbauer ab sofort die Möglichkeit, individuelle Automatisierungslösungen auf der Basis von offenen Systemen zu gestalten. Das Unternehmen bietet damit einen Grundbaukasten an, der um kundenspezifische und 3rd-Party Apps erweitert werden kann – für den Anwender selbst und auch für deren Kunden. Die hardwareunabhängige Automatisierungsplattform-as-a-Service (APaaS) basiert auf Linux und Containertechnologie. Die Erfassung, Visualisierung und Verarbeitung von Daten steht im Zentrum der Funktionalitäten.

Automatisierungsplattform macht Wartungen planbar

Zu den Anwendungsfällen zählt etwa Predictive Maintenance. Dank der Automatisierungsplattform können Maschinen überwacht und Wartungszeitpunkte vorhergesagt werden. Dadurch sind Wartungen planbar und Stillstandzeiten werden minimiert. Condition Monitoring wird durch die zentrale und übergreifende Auswertung sowie die Visualisierung von Maschinendaten besonders effizient. Im Portal können Nutzer mit dem Dashboard Builder eigene Dashboards nach ihren Wünschen gestalten. Mit dem Device- und Flottenmanagement verwalten Anwender sämtliche Geräte an einer Stelle und sparen Zeit durch Over-the-air-Updates. Apps können vom Kunden direkt als Container auf der Automatisierungsplattform verfügbar gemacht werden. Der Umweg zum Beispiel über einen App-Store entfällt.

Mit NOA eigene Geschäftsmodelle erweitern

NOA ist als White-Label-Lösung verfügbar. Das ermöglicht OEMs die Erweiterung ihrer Geschäftsmodelle, indem sie ihren Kunden zusätzlich zu ihren Maschinen eine Automatisierungsplattform zur Verfügung stellen. Durch digitale Leistungen wie Predictive Maintenance oder Condition Monitoring, die ergänzend angeboten werden können, erhöht sich der Nutzen der Maschinen. Auch intelligentes Alarming oder Fernwartung sind Use Cases.

«Maschinen und Anlagen werden zunehmend offener gestaltet, um die Zusammenarbeit verschiedener Hersteller innerhalb eines Systems zu ermöglichen. Dadurch reduziert sich der Entwicklungsaufwand für den Anwender, und es wird einfacher, eigene Funktionen in die Systeme zu integrieren», sagt Uwe Huber, Leiter HMI und IIoT Entwicklung bei KEB Automation. «Die IIoT- und Edge-Plattform NOA setzt auf eine wirklich offene Architektur. Sie kann somit an fast jeder Stelle durch den Kunden erweitert werden. Es ist auch möglich, nur bestimmte Teile zu nutzen – ganz den individuellen Anforderungen entsprechend.»

Die Struktur der Automatisierungsplattform setzt sich aus zwei Hauptbausteinen zusammen. NOA Core bietet die Infrastruktur, um Apps auf der Hardware bzw. dem Edge Device zu installieren, zu betreiben und zu aktualisieren. Dieser Kern ist die Basis für die serviceorientierte, offene Architektur. Das App-Management stellt die Funktionen für die Installation und für Updates der allgemeinen Services zur Verfügung. Die Kommunikations- und Datenschicht ermöglichen es jedoch einzelnen Apps, untereinander unabhängig voneinander zu kommunizieren. Zudem besteht eine optionale Anbindung an das cloudbasierte NOA Portal, über die sämtliche Edge Devices zentral verwaltet und Daten visualisiert sowie analysiert werden können.

NOA Core lässt sich auf Hardware von Drittanbietern installieren, wodurch Kunden von maximaler Freiheit profitieren. Die einzigen Anforderungen sind ein Linux OS sowie eine Docker-Installation. Aber natürlich läuft es auch auf der Hardware des Herstellers. So steht etwa mit der C6 Compact 3 passgenaue Hardware zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein Embedded Automation Device, das neben der eigentlichen Maschinenautomatisierung für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden kann, beispielsweis als Gateway, Edge Device oder HMI-Server.

«Bei ausgewählten Pilotkunden wurde NOA bereits eingesetzt. Beispielsweise haben wir es in der Montage von Elektromotoren bei Brusatori Electric Motors in Italien angewandt und einen hohen Mehrwert erzielt», sagt Uwe Huber. «In der Qualitätskontrolle konnten Prozesse automatisiert werden, wodurch die Zeit zum Testen der Motoren von 20 auf fünf Minuten reduziert wurde.»

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App fragt Datenbank mit Schwellwerten ab

Erreicht wurde dies, indem der Anbieter Apps zur Datenanbindung von Messgeräten geschrieben hat und einfach mittels NOA auf Edge Devices deployen konnte. Die HMI-Software Helio wurde ebenfalls als App auf den Geräten aufgespielt, um HMIs zur Bedienung der Messgeräte zu erstellen und die Ergebnisse zu visualisieren. «Wir konnten viele mühselige manuelle Prozesse effizienter gestalten», sagt Huber. Zuvor wurden durch ausgedruckte Datenkarten Messwerte der Geräte abgeglichen. Jetzt wird der Prozess automatisiert, indem mittels App eine Datenbank mit Schwellwerten abgefragt wird.

Als bekannter Anbieter von Antriebstechnik bietet der Hersteller die vollen Lösungsmöglichkeiten für die Automatisierung. Kunststoffmaschinen, Holzverarbeitung, Prozesstechnik und Intralogistik oder auch Windenergie und E-Mobilität: Das Unternehmen ist die Quelle für eine Komplettlösung von HMIs über Steuerungen und Antriebe bis hin zu Motoren, Getrieben und Bremsen.