Unabhängig vom Arbeitsmarkt Mit einer Ausbildungsfabrik trotzt igus dem Fachkräftemangel

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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igus setzt dem Fachkräftemangel eine neue Ausbildungsfabrik in Köln entgegen. Dort werden reale Aufträge bearbeitet. Ab 2027 benötigt das Unternehmen keine Facharbeiter mehr vom externen Arbeitsmarkt.

Mit der neuen Ausbildungsfabrik möchte igus bis 2027 unabhängig vom externen Markt für Facharbeiter sein.(Bild:  igus)
Mit der neuen Ausbildungsfabrik möchte igus bis 2027 unabhängig vom externen Markt für Facharbeiter sein.
(Bild: igus)

Viele Unternehmen beklagen Fachkräftemangel. Doch igus übernimmt Verantwortung und bildet Nachwuchskräfte verstärkt selbst aus. Dabei wird eine neue Ausbildungsfabrik am Firmensitz in Köln-Porz unterstützen, welche die Ausbildungskapazität für Berufe wie Mechatroniker, Elektroniker und Werkzeugmechaniker verdoppelt. Schon 2027 will das Unternehmen dadurch nicht mehr auf externe Fachkräfte angewiesen sein. Neben der Ausbildungsfabrik setzt das Unternehmen verstärkt auch auf die Erwachsenbildung in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK).

In Köln Porz-Lind entstehen seit über 60 Jahren echte Innovationen aus Hochleistungskunststoffen, seien es schmierfreie Gleitlager, leichtläufige Kugellager, robuste Energieketten, flexible Leitungen oder kostengünstige Roboter. Damit täglich über 4000 Bestellungen aus Köln an Kunden weltweit kommen können, setzt das Unternehmen auf die Ausbildung eigener Mechatroniker, Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker, Elektroniker und Kunststoff- und Kautschuktechnologen. Bislang lernten die Auszubildenden separat in den jeweiligen Abteilungen. Ab sofort steht ihnen dafür eine eigene Ausbildungsfabrik auf 378 Quadratmetern zur Verfügung, ausgestattet mit modernen Dreh- und Fräsmaschinen, fünf Spritzgussmaschinen und Elektro-Arbeitsplätzen. Die Auszubildenden bleiben jedoch in die Wertschöpfungskette eingebunden. Sie übernehmen echte Kundenaufträge, etwa die Reparatur von Spritzgusswerkzeugen und die Produktion kleiner Aufträge. Außerdem lernen die jungen Fachkräfte direkt, KI und Robotik in ihre Arbeitsaufgaben einzusetzen.

Möglich macht dies unter anderem die Inhouse-Automation-Abteilung sowie der hauseigene Geschäftsbereich Low-Cost-Automation, mit dem das Unternehmen kostengünstige Automatisierungslösungen für die Industrie entwickelt. „Gleichzeitig können die Auszubildenden in der Ausbildungsfabrik konzentrierter lernen“, sagt Dr. Thilo Schultes, CEO Operations bei igus. „Das gemeinsame Lernen und der regelmäßige Austausch stärken sowohl den Zusammenhalt zwischen den Ausbildungsberufen als auch die Motivation.“ Nach anderthalb Jahren in der Ausbildungsfabrik wechseln die Auszubildenen in ihre entsprechenden Fachabteilungen, in die sie zuvor bereits Einblicke bekommen haben, und können dann direkt verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen.

Anzahl der Auszubildenden wächst um knapp 42 Prozent

Auf dem Bild ist ein Auszubildender an einem Notebook neben einem Roboterarm zu sehen.
Die Auszubildenen lernen schon früh, Robotik und Künstliche Intelligenz für die Aufgaben in der Produktion einzusetzen.
(Bild: igus)

Ziel des Herstellers ist es, seine benötigten Fachkräfte selbst auszubilden und langfristig unabhängig vom externen Arbeitsmarkt zu werden. „Die neue Ausbildungsfabrik, in die wir rund 600.000 Euro investiert haben, bietet uns nicht nur neue Kapazitäten, sondern macht uns auch unabhängiger von externen Ausbildungsstätten und deren Maschinenparks“, erklärt Michael Köllen, Leiter HR Produktion & Technik bei igus. „So können wir unsere Fachkräfte schon früh und eigenständig an hochmodernen Maschinen nach unseren eigenen Qualitätsstandards schulen.“ Das Ziel ist ambitioniert: Ab 2027 will das Unternehmen den Bedarf an Fachkräften vollständig selbst decken. Ein wichtiger Schritt dahin ist bereits getan. „25 neue Auszubildende haben im September 2025 ihr erstes Lehrjahr begonnen, ein Zuwachs von rund 42 Prozent“, erklärt Michael Köllen. Insgesamt durchlaufen im gewerblich-technischen Bereich derzeit 59 junge Menschen in allen Lehrjahren ihre Ausbildung. Ab Oktober sucht das Unternehmen wieder nach neuen Auszubildenen für das Lehrjahr 2026.

Erwachsenenbildung mit der IHK

Um Menschen in jeder Lebensphase eine Weiterbildung zu ermöglichen, arbeiten die Kölner seit 2016 mit der Industrie- und Handelskammer zusammen. Gemeinsam wurden Lehrgänge konzipiert, mit denen Fachfremde oder Mitarbeitende ohne Berufsausbildung anerkannte IHK-Abschlüsse erlangen können. Derzeit absolvieren 38 Beschäftigte bei igus einen solchen Lehrgang. Über 250 Beschäftigte haben bereits den Abschluss gemacht und wurden zu Fachleuten mit entsprechendem Schwerpunkt wie Spritzguss, Zerspanung, Extrusion, Logistik oder Montage ausgebildet.

Mit der Ausbildungsfabrik und den IHK-Lehrgängen soll bei igus der Fachkräftemangel bald der Vergangenheit angehören. Mehr Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten sind auf der Website karriere.igus.de zu finden.

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