IBM eröffnete letzte Woche offiziell seinen neuen globalen Hauptsitz für den neuen Geschäftsbereich Watson IoT. Insgesamt hat das Unternehmen rund 200 Millionen US-Dollar in den neuen Münchner Hauptsitz investiert, dessen Ziel es ist, die technischen und wirtschaftlichen Potenziale für das Internet der Dinge (IoT) weiter auszuloten.

Zudem gab IBM in München den offiziellen Startschuss für den Aufbau eines neuen, weltweiten Innovationsökosystems rund um künstliche Intelligenz und IoT. Mitglied dieses Ökosystems ist unter anderem BMW. Das Unternehmen wird einen Teil seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in eines der neu geschaffenen IBM-Industry-Collaboratories in das IoT-Center verlagern. Insgesamt werden in München rund 1.000 IoT-Experten von IBM gemeinsam mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Dazu gehören ab sofort auch die europäische Technologie-Initiative EEBus, BNP Paribas, Capgemini, Tech Mahindra und Avnet.

Mit dem weltweiten Watson-IoT-Headquarter in München beschreitet IBM vollkommen neue Wege der Zusammenarbeit: So werden in so genannten Collaboratories – eine Zusammensetzung aus den Worten „Collaboration“ und „Laboratories“ – IBM-Experten gemeinsam mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen an neuen kognitiven Technologien und Lösungen arbeiten. Diese offene, unternehmens- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird damit gleichzeitig zur Keimzelle eines neuen Ökosystems für Innovation.

Capgemini

Der globale IT-Beratungs- und Technologie-Dienstleister Capgemini wird mit einem Team von Beratern in das IBM-Watson-IoT-Center ziehen. Gemeinsam sollen hier für die Kunden von Capgemini die Potenziale von Industrie 4.0 erschlossen und Sektor-spezifische kognitive IoT-Lösungen entwickelt werden. Darüber hinaus plant das Unternehmen mittels eines interaktiven Environments den engen Austausch zwischen ihrer Münchner Applied Innovation Exchange und dem Center.

Tech Mahindra

Der indische, multinationale Anbieter von IT- und Netzwerktechnologie-Lösungen Tech Mahindra ist mit über 3.000 Spezialisten einer der weltweit tätigen Systemintegratoren von IBM. Ziel des Tech-Mahindra-Teams, das zukünftig im Watson-Center arbeiten wird, ist es, bis 2020 etwa 100 Millionen US-Dollar Umsatz über die IBM-Watson-IoT-Plattform zu realisieren. Auf Basis der Plattform sollen spezielle IoT-Lösungen für Industrie 4.0, Fertigung, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Versicherungen und Banken sowie Automobil angeboten werden. Einer der ersten Kunden ist Mahindra & Mahindra – einer der größten Fahrzeughersteller in Indien und größter Traktorenhersteller der Welt.

Anlässlich der Eröffnung des Headquarters werden darüber hinaus noch weitere Unternehmen neue Entwicklungspartnerschaften bekannt geben.