High Performance Computing für jedermann

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Mit seiner NeXtScale-Plattform bietet IBM High Performance Computing mit Standardkomponenten für das Rechenzentrum. Was das Besondere an diesem System ist und für wen es sich eignet, verrät uns Jörg Dehnen, Brand Manager IBM System x und BladeCenter.

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DIGITAL ENGINEERING Magazin (DEM): IBM bietet mit NeXtScale eine neue Plattform für das High Performance Computing (HPC) an. Was ist das Besondere an der NeXtScale-Architektur?

 Jörg Dehnen: IBM NeXtScale ist eine neue, flexible Computing-Plattform, die bis zu drei Mal so viele Cores aufnehmen kann wie gegenwärtige 1-U-Rack-Server. Damit eignet sich das neue System besonders für die derzeit am schnellsten wachsenden Workloads wie beispielsweise Social Media, Analytik, Technical Computing und Cloud-Anwendungen.

DEM: Für was steht der Begriff NeXt-Scale?

Jörg Dehnen: NeXtScale ist die neueste Ergänzung des x86-Portfolios von IBM. Sie wurde dafür entwickelt, Anwendungen mit der Leistungskraft eines „Supercomputers“ in Rechenzentren laufen zu lassen – über eine einfache, flexible und offene Architektur. Also die nächste Generation skalierbarer Systeme.

DEM: Für welche Anwendungen im technischen Umfeld (Produktentwicklung, Simulation) ist das NeXtScale-System gedacht beziehungsweise prädestiniert?

Jörg Dehnen: NeXtScale ist ideal für:

  • große Rechenzentren, die Effizienz, hohe Core- Dichte und hohe Skalierbarkeit benötigen
  • Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Infrastrukturen
  • Analytik-Anwendungen wie Customer Relationship Management, Betriebsoptimierung, Risiko-/Finanz-Management
  • Internet-Media-Anwendungen, zum Beispiel Online-Spiele und Video-Streaming
  • Hochauflösende Bildverarbeitung für Anwendungen, die von der Medizin bis hin zu Öl- und Gas-Erkundung reichen
  • „Abteilungsaufgaben“, bei denen eine Lösung die Ergebnisse bei Vorhersagen, Analysen, Design und Modelling von Aufgaben beschleunigen kann 

DEM: Welche Technologien wurden in NeXtScale implementiert?

 Jörg Dehnen: NeXtScale unterstützt die derzeit branchenweit schnellsten x86-Prozessoren und 1.866-MHz-Speicher und kann bis zu 84 Systeme und bis zu 2.016 Prozessorkerne in einem Standard-EIA-19-Zoll-Rack aufnehmen für eine einfache Integration in Rechenzentren. 
Es nutzt Standard-Komponenten, auch bei I/O-Karten und Top-of-Rack-Netzwerk-Switches. IBM bietet auch einen leistungsfähigen Software-Stack an, der auf NeXtScale läuft mit dem IBM General Parallel File System, GPFS Storage Server, xCAT und Platform Computing. Damit stehen leistungsstarke Planungs- sowie Management- und Optimierungswerkzeuge bereit. 

DEM: Wie unterscheiden sich NeXtScale-Systeme von anderen HPC-Lösungen?

Jörg Dehnen: Die Vorteile von NeXtScale basieren auf einer Architektur, die auf offenen Standards beruht, hohe Leistung und Effizienz liefert, und die so konzipiert ist, dass sie sich nahtlos in Rechenzentren, aktuelle Betriebspraktiken und x86-Tools integrieren lässt. Das NeXtScale-Design kann Anwendern in ihren Betriebs- und Investitionsbudgets helfen, indem es ermöglicht, sehr hohe Rechenleistung auf sehr kleinem Stellplatz unterzubringen. 

DEM: Gibt es spezielle Konfigurationen für ISV-Lösungen, zum Beispiel für Simulationslösungen? Worin liegt dabei der Kundennutzen?

Jörg Dehnen: Zusammen mit NeXt-Scale sind neue Starter-Kits erhältlich, die es für die Nutzer einfacher machen, viele der marktüblichen Abteilungs-HPC-Lösungen sowie kleine Cloud-Lösungen zu konfigurieren, beispielsweise Ansys, MPI-BLAST und OpenStack. 

DEM: Wie sieht es hinsichtlich der Erweiterbarkeit der NeXtScale-Systeme aus?

Jörg Dehnen: Das systemeigene Erweiterungskonzept ermöglicht es Benutzern, Funktionalität wie weiteren Speicher, Grafikbeschleunigung oder Co-Processing flexibel hinzuzufügen – zum Zeitpunkt der Lieferung oder in der Zukunft.
NeXtScale kann als einzelner Rechenknoten bestellt werden, als ein leeres oder bereits konfiguriertes Chassis oder in vollen Racks als komplette vorgeprüfte IBM-Intelligent-Cluster-Lösung, die vollständig konfiguriert und betriebsbereit geliefert wird.

Die Fragen stellte Rainer Trummer, Chefredakteur DIGITAL ENGINEERING Magazin.


 


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