Hermes Award 2013: Die Nominierten stehen fest!

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Mit dem Hermes Award lobt die Deutsche Messe AG anlässlich der Hannover Messealljährlich einen der international begehrtesten Technologiepreise aus. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), hat fünf Unternehmen für den Hermes Award 2013 nominiert. Der Gewinner wird im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messeam 7. April vom Juryvorsitzenden bekanntgegeben und von der Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka in einer Laudatio gewürdigt.

„Die Nominierung für den Hermes Award ist für alle Bewerber eine besondere Auszeichnung und Würdigung ihrer Leistung. In diesem Jahr zeigt die Bandbreite der Bewerbungen erneut die Vielfalt der Hannover Messeund belegt damit die hohe Innovationskraft der Industrie“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG.

„Wir sind in einer spannenden Jurysitzung mit lebhaften Diskussionen und ganz unterschiedlichen Ansätzen letztendlich zu einer gemeinsamen Entscheidung gekommen. Bei den diesjährigen Bewerbungen bildeten die M2M-Kommunikation für Industrie 4.0 und neue Ansätze zur Ressourcenschonung die Schwerpunkte. Die von der Jury nominierten Produkte ermöglichen nachhaltige Innovationen zu günstigen Kosten“, ergänzt Wahlster.

Für den Hermes Award 2013 wurden folgende Unternehmen nominiert (Auflistung in alphabetischer Reihenfolge):

Bosch Rexroth AG, Lohr am Main: Bei dem nominierten Projekt Open Core Engineering handelt es sich um eine Softwarelösung, die bisher getrennte SPS- und IT-Welten in einem durchgängigen Angebot aus offenen Standards, Softwaretools, Funktionspaketen und Open Core Interface verbindet. Das klassische SPS-basierte Engineering wird so mit den neuen Möglichkeiten der Hochsprachen-Programmierung kombiniert. Zusätzlich können innovative Funktionen als Anwenderprogramme auch auf externen Geräten wie Smartphones laufen, wobei native Apps auf Smart Devices nicht nur Daten lesen, sondern auch Daten in die Steuerung schreiben. Damit können sich OEMs erstmals ohne direkte Unterstützung der Steuerungshersteller durch individuelle Softwarefunktionen vom Wettbewerb differenzieren.

Ebm-papst GmbH & Co. KG, Mulfingen: Nominiert wird das Produkt Diffusor AxiTop. Dabei handelt es sich um einen Diffusor zur Verbesserung des Wirkungsgrades und Verringerung der Geräusche bei Ventilatoren. Dabei wird ein großer Teil der dynamischen Geschwindigkeitsenergie der austretenden Luft durch eine Verzögerung der Strömungsgeschwindigkeit in statischen Druck umgewandelt. Dieser wiederum wird für die Druckerhöhung am Ventilator-Laufrad genutzt. Neben der dadurch erzielten Reduzierung des Energiebedarfs um 27 Prozent trägt der neuentwickelte Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff epylen, aus dem der Diffusor hergestellt ist, zur Nachhaltigkeit des Produkts bei.

Hirschmann Automation and Control GmbH, Neckartenzlingen: Das nominierte Produkt OpenBAT – Industrial Access Point ermöglicht erstmals die individuelle Zusammenstellung von industriegerechten WLAN-Access-Points und -Clients via Internet. Diese OpenBAT-Familie basiert auf einer neuen Hard- und Softwaretechnologie und ermöglicht robuste und funktionssichere Funkverbindungen auch in rauen Umgebungen. Das neue Parallel Redundancy Protocol (PRP) liefert hier eine verlustfreie, da redundante und echtzeitfähige Kommunikation. Dabei werden zwei Frequenzbereiche parallel als redundante Kanäle genutzt. Die neue Generation von WLAN-Geräten erreicht eine Steigerung der WLAN-Netzgeschwindigkeit um bis zu 50 Prozent bei Bandbreiten bis zu 450 MBit/s. Durch Bandpass-Filter werden alle Interferenzen eliminiert, die durch andere Funksignale verursacht werden.

Kaeser Kompressoren AG, Coburg: Bei dem nominierten Produkt handelt es sich um ein System, das aus einem Latentwärmespeicher und einem Druckluftkältetrockner besteht. Der Speicher ist hierbei in einem Wärmetauschersystem integriert. Dort laufen alle Prozessschritte der Trocknung ab. Durch die Ausnutzung des Phasenwechsels (fest/flüssig) des Latentspeichermediums ist im Vergleich zu konventionellen Wärmespeichern eine viel kompaktere Bauweise bei gleicher Speicherkapazität möglich. Dadurch sinkt die Speichermasse um 98 Prozent, die Stellfläche um 47 Prozent, das Anlagengewicht um 60 Prozent und die Kältemittelmenge um 53 Prozent.

Schildknecht AG, Murr: Das nominierte Produkt DE 7000 ist ein Gateway für Cloud-basierte M2M-Lösungen mit skalierbarer Teilnehmerzahl. Das Unternehmen hat dazu Ende 2012 das Funkmodul DATAEAGLE (DE) 7000 in die praktische Anwendung gebracht. DE 7000 ermöglicht den Aufbau einer Funkstrecke zwischen Automatisierungsgeräten und Mobilfunknetzen. Dabei können die Daten von digitalen und analogen Signalen sowie der SPS-Feldbusebene über Mobilfunknetze beziehungsweise über das Internet in der Cloud bereitgestellt werden. Mit dem Einsatz von GPRS-Flatratetarifen ab vier Euro pro Monat und preiswerten Cloud-Diensten mit Verschlüsselung liegen die Transferkosten für über 1 000 Übertragungen nur im Cent-Bereich, sodass eine sehr preiswerte Lösung für den Einstieg in die M2M-Kommunikation ermöglicht wird, mit der Daten aus der Produktion fast überall in der IT-Welt über Smartphones verfügbar werden.

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