Grüne Software: So können Sie Ihren CO₂-Fußabdruck bewerten

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 2 min Lesedauer

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NTT Data, Lenkungsmitglied der Green Software Foundation (GSF), hat gemeinsam mit anderen Unternehmen der GSF die „Software Carbon Intensity“ (SCI) entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Methodik zur Bewertung des CO₂-Fußabdrucks von Software.

(Quelle:  Adobestock/cienpies)
(Quelle: Adobestock/cienpies)

Ziel der Green Software Foundation (GSF) ist es, ein vertrauenswürdiges Ökosystem von Menschen, Standards, Tools und Best Practices für die Bereitstellung von grüner Software zu schaffen. GSF, geleitet von Accenture, Github, Globant, Microsoft, Thoughtworks und NTT Data, hat mit der Alpha-Version der Software Carbon Intensity eine Methodik zur Bewertung des CO₂-Fußabdrucks von Software entwickelt.

Verbesserungen erfordern Messungen und Bewertungen

SCI definiert eine Methodik zur Berechnung der CO₂-Emissionen eines Softwaresystems und ermöglicht eine quantitative Bewertung anhand von Punktewerten. Dies geschieht auf Basis des Strom- und Hardwareverbrauchs. Anhand dieses Kriteriums lassen sich die Umweltauswirkungen des Betriebs von Software mit denselben Funktionen vergleichen und die Auswirkungen von Änderungen an Software auf die CO₂-Emissionen verstehen.

Bewertung hilft bei der Wahl der richtigen Software

Diese Bewertung soll Anwendern und Entwicklern helfen, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, welche Werkzeuge, Ansätze, Architekturen und Dienste sie in Zukunft verwenden. SCI identifiziert Systemverbesserungen unter dem Gesichtspunkt der CO₂-Emissionen, schlägt geeignete Verbesserungsmaßnahmen vor und ermöglicht die Entwicklung und den Betrieb von Softwaretechnologien mit geringeren Umweltauswirkungen. NTT Data wird mit SCI grüne Systeme sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Dienstleistungen entwickeln und damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität der Gesellschaft leisten.

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verbunden“, sagt Stefan Hansen, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung NTT Data DACH, „denn digitale Technologien sind Nachhaltigkeitstreiber und zentral für die Berechnung und Optimierung von Umwelt- und Klimaauswirkungen. Durch IT und Software entsteht eine signifikante Menge von Emissionen – mit SCI können wir dabei helfen, diesen Faktor so weit wie möglich zu minimieren.“

SCI-Anwendung und -Schwerpunkte

Der SCI-Wert kann für jede Softwareanwendung berechnet werden, von einem großen verteilten Cloud-System bis zu einem Open-Source-Handyspiel und allem, was dazwischenliegt. Bei den Punktewerten des SCI handelt es sich um eine spezifische Kennzahl, nicht um einen absoluten Betrag für den Kohlenstoff-Fußabdruck. Der Schwerpunkt der SCI-Bewertung liegt auf der Reduzierung der CO₂-Emissionen, nicht auf deren Neutralisierung. Eine Verbesserung des SCI-Wertes ist nur durch Änderungen an einem Softwaresystem möglich, um weniger physische Hardware und weniger Energie zu verwenden oder CO₂-ärmere Energiequellen zu nutzen. Neutralisierungen wie etwa CO₂-Kompensationen, verringern den SCI-Wert nicht.

Zukunftsinitiativen sollen zum Umdenken anregen

Als IT-Dienstleister wird NTT Data umwelt- beziehungsweise softwarebezogene Organisationen und Unternehmen zur Anwendung von SCI anregen sowie Diskussionen über die Nutzung und Verbesserung fördern. Auf die praktische Anwendung des SCI als globalen Standard arbeitet NTT Data hin, indem in Zusammenarbeit mit den Unternehmen der NTT Group weltweit gezielte Aktivitäten vorangetrieben werden. Dazu gehört auch, Technologien sowie Methoden für die Entwicklung und den Betrieb von Systemen mit geringeren Umweltauswirkungen zu etablieren. Darüber hinaus geht es darum, aktiv das Bewusstsein für die Bemühungen zur Dekarbonisierung im Softwarebereich zu schärfen, einschließlich Software Carbon Intensity.

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