Gemeinsam am Standard für Laborgeräte-Kommunikation arbeiten

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Spectaris, OPC und VDMA arbeiten gemeinsamen an einem internationalem Standard für Laborgeräte-Kommunikation. Hier die Hintergründe.
Gemeinsam am Standard für Laborgeräte-Kommunikation arbeiten

Quelle: SergeyKlopotov/Shutterstock

Am 25. Juni 2020 verkündete die OPC-Foundation im Rahmen ihrer Hauptversammlung die Gründung der Joint Working Group „LADS – Laboratory Agnostic Device Standard“, der neben der OPC-Foundation die Industrieverbände Spectaris und VDMA angehören. Die OPC-Foundation ist eine internationale Organisation, die den OPC UA-Standard entwickelt und fördert. Die offene Kommunikationsplattform ist die Basis für die herstellerübergreifende Kommunikation und Interoperabilität in industriellen Automatisierungsprozessen. Das Ziel von LADS ist die Schaffung eines herstellerübergreifenden, offenen Standards für Analysen- und Laborgeräte, der umfassend die verschiedenen Kundenbranchen und ihre jeweiligen Workflows abbildet, nach-haltig anwendbar ist und auch künftigen Anforderungen der Digitalisierung und Automatisierung gerecht wird.

Woran es heute bei der Laborgeräte-Kommunikation fehlt

Heutige Laborinfrastrukturen setzen sich aus vielen hochspezialisierten Geräten verschiedenster Hersteller zusammen. Unterschiedliche Schnittstellen und Datenformate erschweren die Vernetzung dieser Geräte untereinander sowie deren Einbindung in existierende IT-Infrastrukturen. Dies ist jedoch die wichtigste Voraussetzung für eine durchgehende Digitalisierung und effiziente Automatisierung. Derzeit gibt es dafür keine umfassende, effiziente und robuste Lösung. „Bereits seit 2016 arbeitet Spectaris deswegen in seiner Arbeitsgruppe „Vernetzte Laborgeräte“ an einer Antwort auf diese Herausforderung. Erste Grundlagen wurden in den vergangenen Monaten bereits geschaffen. Mit der Schaffung einer Working Group zusammen mit der OPC-Foundation und dem VDMA beginnt nun die Einbindung aller internationalen und nationalen interessierten Stakeholder“, so Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Fachverbandes für Analysen-, Bio- und Labortechnik.

Was die OPC-Adaption bringt

Im Rahmen der OPC-UA-Working Group wird dieser Standard als sogenannte OPC UA-Companion-Specification für Analysen- und Laborgeräte erarbeitet. „Wir begrü-ßen die Gründung der LADS Working Group sehr“, betont Stefan Hoppe, Präsident der OPC-Foundation. „Denn damit basiert der Standard auf einer Technologie, die sich insbesondere in der industriellen Automation und der Prozessindustrie in den ver-gangenen Jahren weltweit durchgesetzt hat. OPC UA ist wohldefiniert, skaliert vom Sensor bis in die IT mit integrierter Sicherheit über verschiedene Protokolle, ist sehr gut adaptierbar, praxiserprobt, wird kontinuierlich weiterentwickelt und daher weite Verbreitung finden.“

Warum die Laborgeräte-Anwender in die Industrie schielen

Mathis Kuchejda ergänzt: „Auch der Labormarkt orientiert sich zunehmend an der industriellen Automatisierung sowie deren Lösungsansätzen, da die Ergebnisse der Laboranalytik immer mehr mit der Prozessteuerung verbunden werden. Die damit einhergehenden Vorteile wurden durch die Spectaris-Arbeitsgruppe „Vernetzte Laborgeräte“ herausgearbeitet und mündeten in der Ent-scheidung, OPC UA als Basistechnologie für die Vernetzung von Geräten, Systemen und Prozessen im Labor zu verwenden.“ Dies ermöglicht nicht nur die Vernetzung im Labor, sondern zugleich die Anbindung an die klassische industrielle Infrastruktur.

„Wir als VDMA freuen uns, dass die im Maschinen- und Anlagenbau gelegten Trends zur Entwicklung von OPC UA Schnittstellenstandards auch im Bereich der Laborgeräte-Kommunikation Anklang finden. Durch die zukünftige Zusammenarbeit werden wir gemeinsam ein weiteres Puzzleteil der vollständig durch OPC UA-Schnittstellenstandards beschriebenen Produktionslandschaft entwickeln – und dies wird durch die OPC UA for Machinery branchenübergreifend harmonisiert!“, ergänzt Andreas Faath, Leiter OPC UA im VDMA.

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