Galvanikbäder effizient mit Remote-I/O-System steuern

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In kürzester Zeit wurde bei Fichtner & Schicht die erste u-remote-Station von Weidmüller in Betrieb genommen. Der Galvanofachbetrieb hat bereits von der Schnelligkeit und dem Komfort des Remote-I/O-Systems als Herzstück des dezentralen Anlagendesigns profitiert. von Julia Busse

In kürzester Zeit wurde bei Fichtner & Schicht die erste u-remote-Station von Weidmüller in Betrieb genommen. Der Galvanofachbetrieb hat bereits von der Schnelligkeit und dem Komfort des Remote-I/O-Systems als Herzstück des dezentralen Anlagendesigns profitiert. von Julia Busse

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Wenn die Rotorblätter eines Helikopters mit mehreren hundert Umdrehungen pro Minute in schwindelnder Höhe durch die Luft peitschen, wirken extreme Kräfte auf sie ein. Ob Sturm, Regen, Hagel oder Wüstensand – die jeweils herrschenden Einflüsse prallen mit enormer Wucht auf die Beschichtung.
Um trotz dieser Bedingungen eine möglichst lange Lebenszeit zu erzielen, kommt es auf perfekt abgestimmten Schutz an. Während das ungeschützte Rotorblatt nach rund 350 Flugstunden verschlissen wäre, überdauert es mit entsprechendem Erosionsschutz versehen etwa das Zehnfaches dieser Zeit. Der kostspielige Austausch ist somit wesentlich seltener erforderlich.

Experte für Erosionsschutzprofile
Als langjähriger Partner der Branche hat sich Fichtner & Schicht als einer der weltweit führenden Hersteller von Erosionsschutzprofilen am Markt etabliert. Auf das Know-how und die Erfahrung des nach der Qualitätsnorm der Luftfahrtindustrie EN 9100 zertifizierten Spezialisten vertrauen heute viele international bekannte Rotorblatt- und Propellerhersteller.
Ebenso verhält es sich im Automobilsektor, dem zweiten Geschäftsfeld. Namhafte Hersteller wie Volkswagen oder Audi greifen für die Produktion vieler Innenbauteile eines PKWs auf Werkzeuge des Experten für Galvanoformung zurück.
Um sich voll und ganz auf seine Kernkompetenzen in den Sektoren Automobil und Luftfahrt konzentrieren zu können, vertraut das Unternehmen bei der Automatisierung auf die Expertise von Partnern – unlängst etwa, als es um das dezentrale Layout seiner Produktionsanlagen ging.
„Wir haben bislang ausschließlich auf zentrale Automatisierungslösungen mit entsprechend großen Aufbauten und Verteilungen gesetzt. Der Wechsel hin zu dezentralen Strukturen war schon lange ein Thema, jedoch fehlte uns eine passende Remote-I/O-Lösung für die Realisierung – bis Weidmüller uns u-remote präsentierte“, berichtet Kurt Stricker, Geschäftsführer bei Fichtner & Schicht.

Direkt live erleben

Für den Galvanofachbetrieb zählten neben einem möglichst kompakten Aufbau insbesondere die einfache und schnelle Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme, da für Umrüstarbeiten die Anlagen heruntergefahren müssen. Lange Stillstandszeiten gilt es hierbei unbedingt zu vermeiden, um die entstehenden Produktionsausfälle möglichst gering zu halten.
u-remote konnte vor diesem Hintergrund mit Aspekten wie der außerordentlich einfachen Konfiguration der RTD-Module punkten. Zudem erfolgt die Einbindung des Remote-I/O-Systems in die Profinet-Umgebung bei Fichtner & Schicht besonders komfortabel über den zugehörigen Feldbuskoppler gemäß Profinet-IRT-Standard. Davon konnte sich Mirko Göbel, der die Elektrik verantwortet, in kürzester Zeit überzeugen.

Testsystem überzeugt

„Dass u-remote etwas kann, habe ich bereits der ersten Design-In-Station angesehen, die ich von Weidmüller zum Testen erhalten habe. Daher wollte ich das Modul auch direkt live erleben und habe es im Handumdrehen in unserem System in Betrieb genommen“, erinnert sich Göbel an seine ersten praktischen Erfahrungen mit dem neuen System. „Ohne auch nur einmal das Handbuch aufzuschlagen, hat mich die Integration gerade einmal eine knappe Stunde gekostet. Gründe dafür waren unter anderem die leichte Anbindung, die intuitive Parametrierung und der besonders komfortable Anschluss.“

Sicherheit und wenig Platz

Als klaren Vorteil des neuen dezentralen Anlagendesigns sieht Fichtner & Schicht die vereinfachte Fehlerlokalisierung – ein wichtiger Beitrag zur Prozesssicherheit, aber auch maßgebliche Aufwands­erleichterung angesichts der insgesamt 25 Galvanikbäder innerhalb des Betriebs. Vor diesem Hintergrund punktet auch der kompaktere Aufbau mit im Vergleich zu den bisherigen zentralen Aufbauten nur noch halb so großen Schaltschränken. Kurze Leitungswege sorgen bei der dezentralen Lösung für eine saubere Übertragung der angeschlossenen Mess- und Steuersignale und somit für exakte Amperezahlen bei der Galvanisierung. Diese Genauigkeit ist insbesondere bei der Luftfahrt mit ihren strengen Gewichtsvorschriften gefordert. Sie zählt aber ebenso in der Automobilindustrie, der zweiten Zielbranche.
„Ausgehend von unseren ersten positiven Erfahrungen werden wir den dezentralen Anlagenaufbau im Zuge weiterer Prozessoptimierungen nach und nach auf die gesamte Firma ausweiten“, berichtet Göbel. Sogar bei der Lichtsteuerung für das Produktionsgebäude soll die I/O-Lösung von Weidmüller nun zum Einsatz kommen. jbi |

Julia Busse ist Redakteurin bei Weidmüller in Detmold.

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