Fraunhofer-Projekt zur Mitarbeiterqualifizierung mit Smart Devices sucht Mitstreiter

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen untersucht in einem Forschungsprojekt die Einsatzplanung und Flexibilisierung von Produktionsmitarbeitern anhand von Smart Devices. Interessierte Unternehmen können sich jetzt an einem Erfahrungsaustausch oder als Anwendungspartner im Projekt beteiligen. Insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen könnte eine Beteiligung helfen, mit Großunternehmen Schritt zu halten.

1520516045671_qualiflex-fraunhofeript300ldf2094

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen untersucht in einem Forschungsprojekt die Einsatzplanung und Flexibilisierung von Produktionsmitarbeitern anhand von Smart Devices. Interessierte Unternehmen können sich jetzt an einem Erfahrungsaustausch oder als Anwendungspartner im Projekt beteiligen. Insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen könnte eine Beteiligung helfen, mit Großunternehmen Schritt zu halten.

Individualisierte Produkte, ganz nach Kundenwunsch, sind stark gefragt und in der Produktion noch immer anspruchsvoll. Stark variierende Prozessketten, ein beträchtlicher Anteil an manuellen Prozessen und ein vergleichsweise hoher Bedarf an unterschiedlich qualifizierten Mitarbeitern erschweren es gerade kleinen und mittleren Unternehmen, Schritt zu halten. Das Fraunhofer IPT erarbeitet im Forschungsprojekt »QualiFlex«, das von der FQS-Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. betreut wird, nicht nur ein Konzept, sondern auch eine Software zur Einsatzplanung und zur Unterstützung von Produktionsmitarbeitern durch Smart Devices.

Schritt für Schritt: Anleiten und Lernen mit Smart Devices

In einem ersten Schritt erstellen erfahrene Mitarbeiter Anleitungen typischer Arbeitsabläufe am vorgesehenen Arbeitsplatz. Diese Anleitungen werden dann den neuen Mitarbeitern anhand von Smart Devices wie Smart Glasses oder Tablets bereitgestellt. Ziel ist es, die vorhandenen Erfahrungen und das Know-how der Mitarbeiter systematisch zu digitalisieren, um neue Kollegen auch in bisher fremden Aufgabengebieten flexibel einsetzen zu können.

Erfahrene Mitarbeiter können Informationen als Notizen, Fotos, Bilder, Videos oder Tonaufnahmen speichern oder mittels QR-Codes oder NFC-Checkpoints direkt am Arbeitsplatz zugänglich machen. Die Beschreibungen können dabei individuell an den Wissenstand der neu einzuarbeitenden Mitarbeiter angepasst werden, sodass diese nach und nach die Prozesse selbstständig erlernen.

Qualifikationen und Kompetenzen im Blick

Die Software erstellt und speichert während des Gebrauchs außerdem Qualifikations- und Kompetenzprofile. Dies ermöglicht in einem nächsten Schritt die teilautomatische, qualitätsorientierte Einsatzplanung der verfügbaren Produktionsmitarbeiter. Als Entscheidungsgrundlage zieht die Software – natürlich unter Berücksichtigung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen – die Erfahrungen und Kompetenzen der Mitarbeiter, die Ausbildungs- und Schulungshistorie, die Anzahl bisheriger Prozessdurchführungen oder auch Selbst- und Fremdeinschätzungen heran. Die Software verfügt über ein nutzerfreundliches Interface, mit dem neue Profile systematisch angelegt oder bestehende Profile bearbeitet werden können.

Industrie-4.0-Tools stellen den Mitarbeiter in den Mittelpunkt

Das Planungstool gleicht die Profile mit den anstehenden Produktionsaufträgen und -prozessen ab und weist die Aufgaben dann verfügbaren Mitarbeitern automatisch zu. Der Personaleinsatzplaner kann das Planungsergebnis bei Bedarf anpassen und freigeben. Stehen keine Mitarbeiter mit ausreichender Qualifikation und Kompetenz bereit, kann ein verfügbarer Mitarbeiter mit dem personalisierten Assistenzsystem ausgerüstet und zur Ausführung des Prozesses befähigt werden. Sein Qualifikations- und Kompetenzprofil wird anschließend automatisch aktualisiert.

Im Gegensatz zu Visionen der vollständig automatisierten Produktion im Kontext der Industrie 4.0, rückt das Forschungsprojkekt QualiFlex den Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Hohe Produktqualität soll durch die Berücksichtigung von Mitarbeiterqualifikationen und -kompetenzen gewährleistet und durch Einsatz von Smart Devices unterstützt werden.

Interessierte Unternehmen können sich informieren und einbringen

Unternehmen, die sich für den Einsatz von Smart Devices in der Mitarbeiterqualifizierung und -einsatzplanung interessieren, bieten FQS und Fraunhofer IPT an, als Anwendungspartner am Projekt mitzuwirken oder sich im Rahmen eines unverbindlichen Erfahrungsaustausches mit anderen Organisationen über die neuen technischen Möglichkeiten zu informieren.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Hermann Schwelling Maschinenbau, kurz HSM, hat mit Hilfe der simus systems GmbH und ihrer Software-Suite simus classmate einen automatisierten Online-Katalog umgesetzt, der den Vertrieb erleichtert. Die Produktdaten stehen HSM und ihren weltweit agierenden Vertriebspartnern zentral und schnell zur Verfügung, was für alle Beteiligten eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeutet.
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Kindgerechte Orthesen dank 3D-Druck & Simulation

ANDIAMO GARANTIERT PERFEKTEN SITZ MIT ALTAIR HYPERWORKS

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.