Forschungsprojekt: 3D-Druck in der Inklusion

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

An der Universität Paderborn ist ein neues Forschungsprojekt zum 3D-Druck gestartet. Das Vorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Koch, Fakultät für Maschinenbau, zielt darauf ab, die Technologie für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt nutzbar zu machen. 

upb_inklusion_02

An der Universität Paderborn ist ein neues Forschungsprojekt zum 3D-Druck gestartet. Das Vorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Koch, Fakultät für Maschinenbau, zielt darauf ab, die Technologie für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt nutzbar zu machen. 

Das Forschungsprojekt „proDruck“ ist auf drei Jahre ausgelegt und soll in einem ganzheitlichen Beschäftigungsmodell für geistig oder körperlich eingeschränkte Menschen münden. Dabei sollen mittels additiver Fertigung individuelle Alltagshilfen entstehen, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.

An dem Projekt sind außerdem die von Bodelschwinghsche Stiftung Bethel, Bielefeld, die trinckle 3D GmbH, Berlin, sowie die Leonex Internet GmbH aus Paderborn beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert proDruck mit rund 1,4 Millionen Euro. 

„Mit neuartigen Geschäftsmodellen und einem online-basierten Schulungskonzept wird die Teilhabe an zukunftsfähigen Technologien und deren aktive Mitgestaltung ermöglicht“, erklärt Koch, der die am Vorhaben beteiligte Fachgruppe „Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung“ (C.I.K.) leitet. „Zuerst soll eine 3D-Druck-Werkstatt entstehen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist“, so Koch. Ergänzt werde sie durch die Entwicklung von Schulungskonzepten, die angepasst an das jeweilige Lernniveau Kenntnisse zu den eingerichteten Arbeitsplätzen und den 3D-Druckern vermitteln. „Parallel wird eine 3D-Druck-Onlineplattform aufgebaut, die ein Forum für den Austausch von Anwendern untereinander oder mit Experten bietet. Außerdem wird ein Online-Schulungsangebot etabliert, das Wissen über Konstruktion, Parametrisierung und Herstellbarkeit von 3D-gedruckten Alltagshilfen vermittelt“, ergänzt Anne Kruse, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe. Darüber hinaus soll es auf der Plattform die Möglichkeit geben, selbst designte Bauteile anderen Anwendern zur individuellen Weiterentwicklung und zum Kauf zur Verfügung zu stellen. 

Ein spezielles, zu erarbeitendes Qualitätsprogramm überprüft die Druckbarkeit und gibt das Bauteil in der 3D-Druck-Werkstatt in Auftrag. „Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts wird die Onlineplattform den Transfer der Produktideen eines Einzelnen über ganz Deutschland ermöglichen“, so Koch. Die konstruierten Montagehilfen könnten auch als Vorbild für die Industrie dienen, um Menschen mit Behinderungen den bislang fehlenden Zugang zu vielen Wirtschaftssektoren zu ermöglichen. Dadurch können Inklusion gefördert und weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.

Neben dem Projektkonsortium, zu dem auch die Fachgruppe „Angewandte Mechanik“ (FAM) der Fakultät für Maschinenbau gehört, wird ein weitreichendes assoziiertes Netzwerk angestrebt, bestehend aus Verbänden wie dem BeB (Bundesverband evangelische Behindertenhilfe), der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V.), Sanitätshäusern mit Interesse am 3D-Druck und Firmen, die an dem Thema der Inklusion, vor allem im Bereich der Produktion, Interesse haben.

Bild: Bei dem Vorhaben der Universität Paderborn geht es um den Einsatz von 3D-Druck in der Inklusion. Bildquelle: Universität Paderborn, Reckendorf & Pauly

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Maschinenbau im Wandel

LENZE BIETET UNTERSTÜTZUNG BEI DER DIGITALEN TRANSFORMATION

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.