In Zeiten stagnierender Konjunktur und schrumpfender Märkte suchen Anbieter und Abnehmer der Metallbearbeitung nach Einsparpotenzialen. Die Kalkulationsplattform Costing24.com erlaubt die Berechnung der Herstellkosten rund um die Uhr.
Herstellkosten rund um die Uhr ohne eigene Software berechnen – das ermöglicht Simus Systems mit Costing24.
(Bild: Simus Systems)
Wenn es im nächsten Meeting wieder um Einsparungen, Kostenbewusstsein, geringere Herstellkosten und höhere Wirtschaftlichkeit geht, hilft die Kalkulationsplattform Costing24.com von Simus Systems weiter. Dort kann man rund um die Uhr die Herstellkosten von Dreh-, Fräs-, Flach- und Biegeteilen berechnen. Dafür braucht man nur das entsprechende 3D-Modell. Im ersten Schritt lädt man das 3D-CAD-Modell des gefragten Bauteils auf die Plattform und gibt – bei Bedarf – Rohmaterial und Oberflächenbehandlung an. Die Software erkennt automatisch die Einzelheiten und Features der Geometrie. Davon werden die geeigneten Fertigungsverfahren und Maschinen der spangebenden oder umformenden Verfahren abgeleitet. Dies funktioniert mit allen gängigen Dateiformaten – und sogar direkt integriert in SolidWorks, Solid Edge oder Inventor. Die vorgelegten Berechnungsparameter lassen sich je nach Genauigkeitswunsch anpassen. Registrierte Anwender stellen Stundensätze, Schnittwerte sowie Rüst- und Nebenzeiten individuell ein, passen den virtuellen Maschinenpark an und wählen Berechnungsvarianten aus. Seit Kurzem lässt sich sogar das Zerspanungsvolumen berücksichtigen, wenn man ein Rohteil hochlädt. In wenigen Sekunden präsentiert Costing24 eine detaillierte Ergebnisseite mit allen Einzelheiten der Kalkulation. Die Herstellkosten werden nach Rüst- und Stückkosten aufgeschlüsselt. Der Anwender kann sie nach Losgrößen gestaffelt ablesen, einschließlich der Bearbeitungszeiten. An einem Vorschaumodell werden kostenintensive Bereiche farbig hervorgehoben, sodass man die Kostentreiber auf den ersten Blick erkennt. Auch die Kosten von Nachbehandlung und Veredelung werden berücksichtigt.
Einfluss der Produktentwicklung auf die Herstellkosten
Die Produktentwicklung bestimmt bis zu 80 Prozent der späteren Herstellkosten eines neuen Produkts. Doch meist wird erst kalkuliert, wenn die Produktdefinition abgeschlossen ist. Costing24 lädt zu einem frühen Kostencheck während der Entwicklungsphase ein. Die Ergebnisse übertreffen, dank ausgefeilter Algorithmen, regelmäßig eine Genauigkeit von 95 Prozent. Dies reicht für einen ersten Eindruck und Klarheit über die Kostentreiber: An einem Vorschaumodell werden kostenintensive Bereiche farbig hervorgehoben, die konkret aufzeigen, welche Features die höchsten Kosten verursachen. Wer daraufhin die technischen Vorgaben hinterfragt, fertigt zu geringeren Herstellkosten. Wenn bereits ein Kostenziel für ein Bauteil existiert, zeigt Costing24, wie man es erreichen kann. Wer statt gelegentlicher Kostenchecks eine regelmäßige Überprüfung von Bauteilen möchte, für den lohnt sich die Integration in das CAD-System, etwa SolidWorks, Solid Edge oder Inventor. Der Aufruf aus der Oberfläche des CAD-Systems spart Zeit, da er das erneute Hochladen des Bauteils in der Browseroberfläche überflüssig macht. Mit Costing24 sind Unternehmen unabhängig vom Kostenwissen einzelner Mitarbeiter oder externer Ressourcen. Ferner sorgt das Kalkulationstool für einheitliche Ergebnisse verschiedener Mitarbeiter – die mit herkömmlichen Tabellenkalkulationen eine breite Streuung aufweisen können. Wenn ein Mitarbeiter dasselbe Teil nach einem halben Jahr nochmals kalkuliert, ergeben sich Abweichungen bis zu 30 Prozent; die Ergebnisse verschiedener Mitarbeiter streuen um bis zu 50 Prozent.
Blitzschnell wird das Kalkulationsergebnis mitsamt Vorschaumodell in Costing24 angezeigt.
(Bild: Simus Systems)
Make-or-buy-Entscheidungen
Während der Produktentwicklung taucht immer wieder die Frage auf: Produzieren wir das Bauteil selbst, oder lässt es sich zu besseren Bedingungen beschaffen? Hier liefert Costing24 sofort wertvolle Anhaltspunkte, wenn man dem eigenen Kostenniveau ein anderes gegenüberstellt. Angebote für Fremdfertigung lassen sich blitzschnell überprüfen. Verschiedene Losgrößenstaffeln zeigen den Breakeven und verdeutlichen die Kostentreiber. Die Ergebnisse lassen sich als Tabellen ausleiten und dokumentieren.
Die Produktentwicklung bestimmt bis zu 80 Prozent der späteren Herstellungskosten eines Produkts.
Technikwissen für die Beschaffung
Den gleichen Nutzen können technische Einkäufer aus der Lösung ziehen. Anhand der automatisch erstellten Arbeitspläne gewinnen sie Überblick über die Herstellungsprozesse, erkennen die spezifischen Schwierigkeiten und verhandeln Angebote auf einer neuen Ebene. Dabei lassen sich die Herstellkosten der angefragten Dreh-, Fräs-, oder Blechteile ebenso wie ganzer Baugruppen kalkulieren, aber auch Folgeprozesse vorgefertigter Rohteile.
Mit Costing24 kann jeder Mitarbeiter Herstellkosten berechnen
Natürlich können auch Anbieter die gleichen Funktionen verwenden. Hersteller und Zulieferer müssen im wachsenden Wettbewerb mehr Angebote in kürzerer Zeit abgeben, um neue Aufträge zu gewinnen. Dabei belegen Studien, dass die Chancen von Angeboten mit zunehmender Angebotszeit abnehmen – wobei Antworten in den ersten zwei Tagen als besonders Erfolg versprechend gelten.
Doch in mittelständischen Unternehmen steckt das Know-how zur Preisfindung in wenigen Köpfen. Welche Maschine muss mit dem Arbeitsgang belegt werden? Welche Rüstkosten müssen berücksichtigt werden? Sind Vorrichtungen oder Prüfeinrichtungen notwendig? Preisanfragen für Rohmaterial und die notwendigen Veredelungen zögern den Angebotsprozess weiter hinaus. Mit Costing24 kann jeder Mitarbeiter anhand von CAD-Modellen und einigen wenigen Kennzahlen schnell und treffsicher die Herstellkosten berechnen.
Stand: 16.12.2025
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Angebotskalkulator auf der Website
Wie wäre es, wenn die Kunden ihr Angebot im Selfservice gleich selbst erstellen? Manche Zulieferer integrieren Costing24 permanent in die eigene Website – mit eigenem Design, einer Vielzahl individueller Kostensätze und eigenen Fertigungsparametern. So lassen sich im Internet neue Käuferschichten ansprechen. Interessenten kommen dank einfacher Benutzerführung schnell zu dem gewünschten Angebot. Der digitale Angebotsprozess lässt sich bis zur Übergabe in einen Online-Shop erweitern.
Mit Costing24 sind Unternehmen unabhängig vom Kostenwissen einzelner Mitarbeiter oder externer Ressourcen.
Costing24 liefert eine detaillierte Kalkulation mit Rüst- und Stückkosten.
(Bild: Simus Systems)
Bestimmung des Product Carbon Footprint als Zusatznutzen
Seit Januar 2025 gilt die neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) auch für kleine und mittlere Unternehmen. Konstruktion und Entwicklung sind gefordert, sich auf nachhaltigere Produkte zu konzentrieren und den Product Carbon Footprint zu reduzieren. Dazu müssen die von Rohstoffen, Halbzeugen und Bearbeitungsprozessen ausgehenden CO₂-Emissionen ermittelt und ausgewiesen werden.Da trifft es sich gut, dass Costing24 diese Informationen ebenso detailliert angibt wie die Herstellkosten: ein Zusatznutzen für Zulieferer und Hersteller, die nachhaltigere Produkte produzieren wollen.
Dr. Thomas Tosse ist Inhaber der Agentur Hightech Marketing.