Auch auf Schiffen müssen technische Probleme schnell behoben werden. De Nora setzt bei seinen Ballast-Water-Management-Systemen deshalb auf eine sichere Fernzugriffslösung von Phoenix Contact. Diese hat sich bereits in mehreren Anwendungen bewährt.
(Quelle: Nightman1965/Shutterstock.com)
Fernzugriff in der Praxis: Beim 1923 in Italien gegründeten multinationalen Unternehmen De Nora handelt es sich unter anderem um einen der führenden Anbieter von Geräten, Systemen und Verfahren zur Wasserdesinfektion und -filtration. Zum Leistungsspektrum gehört auch die Wasseraufbereitung in der Schifffahrt. Hier werden Ballastwasserlösungen für alle Schiffstypen angeboten. Die beiden Ballast-Water-Management-Systeme (BWMS) Hyde Guardian-US und De Nora Balpure sind von der US-Küstenwache zugelassen. Sie finden sich auf zahlreichen Schiffstypen, etwa Frachtern, Fähren, Kreuzfahrt- und Containerschiffen, Schleppern, Gas-, Öl- und Chemikalientankern sowie Schwerlast- und Bohrschiffen. Durch den Einsatz der BWMS lassen sich Wasserorganismen neutralisieren und Rückstände im Ballastwasser kontrollieren, um die relevanten Vorschriften zu erfüllen.
Fernzugriff: Weniger Logistikaufwand beim Service
Da sich die entsprechend ausgestatteten Schiffe überall auf den Weltmeeren befinden, können die Servicetechniker von De Nora nicht immer sofort vor Ort sein, wenn ein Problem aufgetreten ist. Dazu stellt Vincent Page, Global Product Manager Services bei De Nora, fest: „Schiffe befahren ständig die Ozeane. Zur Durchführung eines Service ist daher ein erheblicher logistischer Aufwand notwendig. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation durch die weltweite Corona-Pandemie und die damit verbundenen internationalen Reisebeschränkungen.“ Page fährt fort: „Vor diesem Hintergrund erweist sich die Fähigkeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort digital präsent zu sein – sofern das Schiff über einen Internetanschluss verfügt – als vorteilhaft für De Nora.“
Die meist nur schlecht zugänglichen Standorte der Schiffe zeigen sich nicht als einzige Herausforderung für Serviceleistungen. „Weil wir im maritimen Sektor tätig sind, befinden sich unsere Ballast-Water-Management-Systeme normalerweise tief im Rumpf der Schiffe“, berichtet Page. „Gemäß des Prinzips eines Faraday´schen Käfigs können elektromagnetische Felder, zum Beispiel Mobilfunkdienste, nicht so einfach dorthin vordringen. Sobald sich unsere Servicetechniker zu den im Rumpf installierten Systemen begeben, haben sie keine Verbindung mehr zu den unterstützenden Kolleginnen und Kollegen an Land. Anwendungen wie Textnachrichten, Telefonanrufe oder Videochats lassen sich somit nicht mehr nutzen.“
(Ballastsysteme werden tief im Schiffsrumpf installiert. Aufgrund des Faraday-Effekts ist es für elektromagnetische Felder schwierig, in diesen Bereich vorzudringen. Daher ist eine zellulare Kommunikation nicht immer möglich. Bild: De Nora)
Zugriffssichere Cloud-Lösung mit geringen Latenzzeiten
Page und sein Team untersuchten verschiedene Router-Optionen, bevor sie sich für die Geräte der Produktfamilie FL mGuard und die mGuard Secure Cloud von Phoenix Contact entschieden haben. Bei den Security Appliances handelt es sich um einen industriellen Router mit eingebauter Firewall und VPN-Tunnel. Die mGuard Secure Cloud ist ein webbasierter Dienst, der per einfach bedienbarer Weboberfläche eine sichere Verbindung zum FL mGuard ermöglicht. Die auf dem mGuard-Industriestandard basierende Public-Cloud-Applikation verwendet VPNs (Virtual Private Networks) mit dem bewährten IPsec-Sicherheitsprotokoll. Durch die Erweiterung des Internet Protocols (IP) um Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmechanismen ist eine sichere Datenübertragung möglich. De Nora muss zudem nicht in eigene Hardware investieren und spart sich den lokalen Administrationsaufwand. Die in Deutschland gehostete Cloud ist immer aktuell, erhält regelmäßige Updates sowie ein Patch-Management und zeichnet sich ferner durch geringe Latenzzeiten sowie ein hochverfügbares Rechenzentrum aus.
Beim Vergleich von Security-Routern auf dem Markt stellte Vincent Page fest, dass das FL-mGuard-Gerät robuster ist. „Das Gehäuse des Wettbewerbsprodukts war aus Plastik, und einige Anwendungen haben nicht gut funktioniert“, so der Produktmanager. „Da hat mich die industrietaugliche Lösung von Phoenix Contact überzeugt. Das gilt auch für die integrierten Funktionen wie den DMZ-Port und das NAT-Routing.“
Stand: 16.12.2025
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Parallele Visualisierung für Crew und Remote-Servicetechniker
Bei der ersten mGuard-Installation zwecks Fernzugriffs auf das BWMS Hyde Guardian geht es um die Nachrüstung von drei großen ATBs (Articulated Tug Barge), die in der Golfregion und an der Ostküste der USA eingesetzt werden. Unter einem ATB ist ein Schubverbund zu verstehen, der sich aus einem seegängigen Schlepper mit erhöhtem Brückenaufbau und einer für den gekoppelten Betrieb ausgelegten Barge zusammensetzt. „Anfangs gab es Probleme mit den Durchflussraten und der Ventilsteuerung der Ballastwasserlösung, die ich zu beheben hatte“, berichtet Vincent Page. „Zur Abhilfe der Störungen waren eine intensive Überwachung der Systemprozessdaten sowie die Bereitstellung von Software-Updates notwendig. Dies habe ich für eine gute Gelegenheit gehalten, um die Anlage mit der Fernzugriffstechnologie auszurüsten.“
(De Nora hat den Security-Router FL mGuard zu einem Standardbestandteil seines BWMS gemacht. Durch den Fernzugriff in Verbindung mit der Datenanalyselösung DLAU sorgt De Nora für den Schutz der Umwelt sowie die Zufriedenheit und das Vertrauen seiner Kunden. Bild: Phoenix Contact)
Die Operator Interface Terminals (OIT) oder Human Machine Interfaces (HMI) des Ballast-Water-Management-Systems sind mit dem Security-Router verbunden. So können Besatzungsmitglieder im Deckshaus der Barge sehen, was die Systeme gerade tun. Page erläutert: „Ich habe den Einsatzort ebenfalls getunnelt, sodass ich genau im Bilde war, was der Besatzung zum gleichen Zeitpunkt visualisiert wird. Der Fernzugriff ermöglicht also eine effiziente Teamarbeit. Und weil der Sicherheit im Schiffsbetrieb eine große Bedeutung zukommt, gibt es einen Schalter, der direkt in das BWMS-Remote-Panel des Bedieners eingebaut ist, um die Fernverbindung zu aktivieren oder zu unterbrechen.“
„Nachdem die Nachrüstungen erfolgreich waren, hat De Nora die mGuard-Lösung als Standardkomponente in alle Panels der dritten Generation integriert“, berichtet Vincent Page weiter. Diese fungieren als Standard-Bedienfeld für das neue, von der US-Küstenwache zugelassene BWMS Hyde Guardian-US. Das Unternehmen bietet optional auch eine Nachrüstung der vorherigen BWMS-Generation an. Kürzlich wurde beispielsweise ein entsprechendes Fernzugriffspaket mit drei Security-Routern FL mGuard RS2000 an eine europäische Polizeibehörde verkauft, die es auf Patrouillenschiffen nutzt.
Fernzugriff: Direkte Integration in das BWMS
Unter dem Markennamen De Nora Via implementiert das Unternehmen Dienstleistungen wie Fernzugriff, Datenanalyse und IoT sowie andere moderne industrielle Technologien. Vincent Page stellt fest: „Wir möchten, dass unsere Geräte während ihrer gesamten Lebensdauer so reibungslos wie möglich funktionieren. Deshalb haben wir einen After-Market-Service an Technologien und Unterstützungsleistungen für den maritimen BWMS-Bereich entwickelt. Der Fernzugriff in Verbindung mit unserer DLAU-Datenanalyse zur proaktiven Überwachung der Systemleistung führt zu einer technologischen Symbiose, sodass die beiden wichtigsten Dinge sichergestellt sind: der Schutz der Umwelt sowie die Zufriedenheit und das Vertrauen unserer Kunden.“
Der Autor Niklas Lecker arbeitet im Bereich Global Industry Management Marine bei Phoenix Contact Electronics in Bad Pyrmont.