3D-Druck Feinguss: Additive Fertigung als Katalysator

Ein Gastbeitrag von Patrick Dunne 2 min Lesedauer

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Wegen langer Vorlaufzeiten in der Werkzeugherstellung stoßen Gießereien mit den traditionellen Verfahren zunehmend an ihre Grenzen. Im Bereich Feinguss setzen sie daher vermehrt auf additive Fertigungslösungen und profitieren von einigen Vorteilen.

(Bild:  fxquadro auf Freepik)
(Bild: fxquadro auf Freepik)

Die additive Fertigung hat sich als entscheidender Durchbruch erwiesen, um die spezifischen Herausforderungen im Feinguss zu bewältigen. Etabliert in der additiven Fertigung von Gussmodellen hat sich die SLA Quickcast-Technologie. Sie ermöglicht es Gießereien, Werkzeuge zu reduzieren und Kosten zu sparen. Durch den Wegfall von aufwändigen Werkzeugen wird die Produktion zudem beschleunigt und die Flexibilität in der Gestaltung von Gussmodellen erhöht.

Vorlaufzeiten deutlich reduzieren

Die traditionell langen Vorlaufzeiten beim Feinguss werden durch den Einsatz von 3D-Drucktechnologien und speziell der SLA Quickcast-Technologie drastisch verkürzt. Diese zeitliche Effizienz ermöglicht nicht nur eine schnellere Produktion von Prototypen und Endnutzungsteilen, sondern fördert auch die Innovationsfähigkeit der Gießereien. Die kürzeren Produktionszeiten ermöglichen es, schneller auf Marktanforderungen zu reagieren und Produkte effektiver zu gestalten.

Komplexe Designs im Feinguss umsetzen

Ein weiterer entscheidender Vorteil der additiven Fertigung im Gussbereich liegt in der Möglichkeit, bisher schwer realisierbare komplexe Designs umzusetzen. Die Verwendung von 3D-gedruckten Gussmodellen eröffnet somit neue Horizonte für die Gestaltung von Bauteilen und Produkten. Diese gestalterische Flexibilität ermöglicht Ingenieuren und Designern, kreativer zu arbeiten und Produkte mit verbesserten Eigenschaften zu entwickeln. Komplexe Formen, die früher schwer zu realisieren waren, werden nun durch den präzisen und flexiblen 3D-Druck ermöglicht, was die Grenzen der Designmöglichkeiten erweitert.

TP 400-Zwischengehäuse (810 x 740 x 290 mm) mit sehr guter Oberflächenqualität. Das QuickCast-Modell ist innerhalb von drei Tagen bereit für den Gussprozess. (Bild:  3D Systems)
TP 400-Zwischengehäuse (810 x 740 x 290 mm) mit sehr guter Oberflächenqualität. Das QuickCast-Modell ist innerhalb von drei Tagen bereit für den Gussprozess.
(Bild: 3D Systems)

Leichtere Gussmodelle vereinfachen den Logistikprozess

Die logistischen Vorteile des 3D-Drucks in der Gießereiindustrie sind von großer Bedeutung. 3D-gedruckte Gussmodelle resultieren im Vergleich zu konventionellen Werkzeugen in leichteren und handlicheren Formen. Dies vereinfacht nicht nur den gesamten Logistikprozess, sondern reduziert auch den Platzbedarf und optimiert den Transport von Gussmodellen erheblich. Die leichteren Formen ermöglichen einen effizienteren Transport und bieten eine verbesserte Handhabung, was zu einer weiteren Optimierung der logistischen Prozesse beiträgt.

Fortschritte und Zukunftsausblick

Mit den anhaltenden Fortschritten in der additiven Fertigung, insbesondere durch Technologien wie SLA Quickcast, stehen der Gießereiindustrie vielversprechende Zeiten bevor. Die Möglichkeit, komplexe Designs schnell und kosteneffizient umzusetzen, wird die Effizienz steigern und die Innovationskraft der Branche vorantreiben. Der 3D-Druck wird weiterhin eine Schlüsselrolle spielen, um den Herausforderungen der Werkzeugherstellung zu begegnen und die Fertigungsprozesse nachhaltig zu transformieren. Diese Fortschritte werden nicht nur die Produktionsprozesse optimieren, sondern auch neue Wege für kreative Lösungen in der Gießereiindustrie eröffnen.

Wendepunkt in der Gießereiindustrie und beim Feinguss

Insgesamt hat die additive Fertigung die Gießereiindustrie auf ein neues Niveau gehoben. Gießereien, die diese innovativen Technologien in ihre Prozesse integrieren, öffnen die Tür zu neuen kreativen Möglichkeiten. Die additive Fertigung ebnet den Weg in eine zukunftsweisende Gießereiindustrie. Der Einsatz von SLA Quickcast markiert dabei einen Wendepunkt, der die Art und Weise, wie Gussmodelle hergestellt werden, revolutioniert.

Der Autor Patrick Dunne ist Vice President Advanced Application Development bei 3D Systems.

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