Familienunternehmen Schmersal ist 70

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Die Schmersal Gruppe mit Sitz in Wuppertal feiert ihr 70-jähriges Bestehen. In dieser Zeit ist der Spezialist für Maschinensicherheit auf weltweit 1.750 Mitarbeite gewachsen und hat 2014 einen Gesamtumsatz von rund 210 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch im Jubiläumsjahr will das Unternehmen wachsen.
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Die Schmersal Gruppe mit Sitz in Wuppertal feiert ihr 70-jähriges Bestehen. In dieser Zeit ist der Spezialist für Maschinensicherheit auf weltweit 1.750 Mitarbeite gewachsen und hat 2014 einen Gesamtumsatz von rund 210 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch im Jubiläumsjahr will das Unternehmen wachsen.

Den Grundstein legten im August 1945 die Brüder Kurt Andreas Schmersal, Textilkaufmann, und Ernst Schmersal, Mechanikermeister. Das Unternehmen K.A. Schmersal produzierte zunächst in Wuppertal-Elberfeld Komponenten für den Aufzugbau. Die Nachfrage für diese Produkte war groß: Die Stadt Wuppertal war nach dem Krieg zu zwei Dritteln zerstört und in vielen öffentlichen Gebäuden mussten Aufzüge repariert oder wieder in Betrieb genommen werden. Anfang der 50er Jahre produzierte Schmersal zunehmend mechanische Schaltgeräte, vor allem Endschalter, für die florierende Bauindustrie. Für 2015 hat sich das Unternehmen vorgenommen, die Präsenz in internationalen Märkten weiter auszubauen.

Kontinuierliche Innovation

Schon früh investierte Schmersal in die Entwicklung neuer Produkte: Das erste Schmersal-Patent wurde vor 60 Jahren, am 3.November 1955, veröffentlicht und betraf einen Schalter für Gleichstromanlagen. In den 70er Jahren begann Schmersal als eines der ersten Unternehmen mit der Entwicklung und Produktion von elektronischen Näherungsschaltern. Als Meilensteine der Maschinensicherheit gelten die Sicherheitsschalter AZ 15 und AZ 16, die 1981 zum Patent angemeldet und seitdem millionenfach verkauft wurden. Insgesamt hat Schmersal bis jetzt fast 300 Erfindungen zum Patent angemeldet. Heute fokussiert das Unternehmen seine Entwicklungsanstrengungen auf elektromechanische und elektronische Sicherheitsschalter sowie auf Sicherheitssteuerungen.

Im Herbst 2014 präsentierte Schmersal eine neue programmierbare und modulare Sicherheitssteuerung, die PSC1. Diese ist multifunktional einsetzbar und lässt sich an den jeweiligen Anwendungsfall anpassen. Im Bereich der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter in einem Arbeitssystem das Unternehmen für die sichere Bewegungsüberwachung bereits Ende der 90er Jahre Grundlagenentwicklungen geliefert, die heute weltweit zahlreiche Roboteranwendungen ermöglichen.

Frühzeitige Globalisierung

Den Trend zur Globalisierung erkannte Schmersal frühzeitig: Bereits 1974 wurde die Brasilien-Tochter ACE Schmersal gegründet.

Der erste Produktionsstandort in China, die Schmersal Industrial Switchgear Co. Ltd. in Schanghai, wurde 1999 ins Leben gerufen. In Indien ist das Unternehmen seit 2013 mit einem eigenen Fertigungswerk vertreten.

Auch in Deutschland gewann Schmersal seit den 90er Jahren durch Unternehmensübernahmen neue Produktionsstandorte hinzu: 1998: Kauf der Elan Schaltelemente GmbH & Co. KG in Wettenberg (Hessen), 2008: Akquisition der Safety Control GmbH in Mühldorf (Bayern), 2013: Akquisition der Böhnke + Partner Steuerungssysteme GmbH in Bergisch Gladbach (NRW).

Heute verfügt das Unternehmen über insgesamt sieben Produktionsstandorte in Europa, Asien und Südamerika und ist mit Tochtergesellschaften und Handelsvertretungen weltweit in mehr als 60 Ländern präsent.

Ein Unternehmen drei Generationen

Drei Generationen haben das Unternehmen in den 70 Jahren seines Bestehens geprägt. In der ersten Generation waren es die Brüder Kurt Andreas und Ernst, die das Unternehmen führten. 1982 zogen sich die Gründer aus der Geschäftsführung zurück und übertrugen die unternehmerische Verantwortung an ihre Söhne Stefan und Heinz. Mit Philip Schmersal trat 2007 die dritte Inhabergeneration in die Geschäftsführung der Schmersal Gruppe ein.

Die Zukunft: Globale Systeme

Die Schmersal Gruppe entwickelt und produziert heute rund 25.000 verschiedene Schaltgeräte. Auf dem Gebiet der Maschinensicherheit gehört sie zu den internationalen Markt- und Kompetenzführern. Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz wiederum um etwa 7 Prozent steigern. Man wolle sich jedoch nicht ausruhen.

„Wir wollen ganzheitliche Lösungen bieten. Dazu gehören auch das Safety Consulting, also die fachkundige Beratung unserer Kunden, und das Application Engineering, wobei hier die Umsetzung von sicherheitstechnischen Lösungen im Vordergrund steht. Wir begleiten unsere Kunden vom Erstkontakt bis zur Inbetriebnahme“, erklärt Philip Schmersal, geschäftsführender Gesellschafter der  Schmersal Gruppe. Organisatorisch soll ein weltweites Netz von qualifizierten Safety Engineers diese Strategie unterstützen. Sie sollen Schmersal-Kunden bei der Risikobeurteilung von Maschinen sowie bei der Auswahl geeigneter Schutzeinrichtungen beraten.

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