Fahrzeugdesign im virtuellen Raum

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Ford setzt in der Produktentwicklung eine 3D-VR-Software ein, mit der sich Fahrzeuge im virtuellen Raum immersiv und von Beginn an in 3D konstruieren lassen. Auf diese Weise sollen stärker kundenzentrierte Modelle in kürzerer Zeit entstehen. 

ford_gravity_sketch

Ford setzt in der Produktentwicklung eine 3D-VR-Software ein, mit der sich Fahrzeuge im virtuellen Raum immersiv und von Beginn an in 3D konstruieren lassen. Auf diese Weise sollen stärker kundenzentrierte Modelle in kürzerer Zeit entstehen. 

Von seinem Schreibtisch im Ford Design Studio aus betritt der Konstrukteur einen virtuellen Raum und skizziert seine Idee in 3D. Er entwirft ein virtuelles Fahrzeug, das ihn umgibt, und passt dessen Eigenschaften seinen Ansprüchen als Fahrer an. Mit dieser Lösung will Ford Kunden stärker in das Zentrum des Designs rücken und Entwicklungszeiten reduzieren.

Ford ist der erste Autohersteller, der mit Gravity Sketch arbeitet, einer 3D-VR-Software, mit der Designer stärker auf den Menschen bezogene Fahrzeugmodelle entwerfen könnten. Die Designer tauschen den Skizzenblock gegen Headset und Controller, um in die virtuelle Realität einzutauchen. Gesten im Raum, die per Motion Tracking erfasst werden, imitieren dabei das Zeichnen mit Stift und Papier. Michael Smith, Design Manager bei Ford, erklärt: „Direkt in 3D hineinzuspringen, bietet uns einen Rundumblick auf das Fahrzeug, während es entsteht.“

Herkömmliche Fahrzeugentwürfe beginnen mit einer 2D-Skizze, die dann gescannt wird, um als Grundlage einer hochwertigen Illustration zu dienen. Einige dieser Renderings werden in ein 3D-CAD-Modell übersetzt. Dieses integriert man in eine VR-Umgebung, um seine Machbarkeit besser einschätzen zu können. Oft braucht das Wochen und verlangt den Designern einen scharfen Blick für jenen passenden Entwurf ab, der es dann in die 3D-Modellierung schaffen soll.

GravitySketch verkürzt diesen Prozess auf wenige Stunden, denn die 2D-Phase entfällt, und von Anfang an wird am 3D-Modell gearbeitet. Designer können einen Fahrer in der Mitte placieren und ihr 3D-Modell drehen, um es aus allen denkbaren Blickwinkeln zu betrachten und so ein skalierbares Fahrzeug um den Fahrer herum zu erschaffen. Sie können sogar in die 3D-Skizze hineingehen und Eigenschaften so verändern, dass sie den Insassen noch besser passen.

Weltweit setzt Ford die Lösung in fünf Designstudios ein. Designer für Interieur und Karosserie experimentieren bereits mit Gravity Sketch, was Workflow-Integration und Zusammenarbeit in Echtzeit anbelangt. Die Arbeitsweise in der virtuellen Realität könnte den gesamten Entwicklungsprozess nachhaltig umgestalten, indem sie Zeit spart und schon in den frühen Evaluierungsphasen 3D-Darstellungen bereithält.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=uYD-krgK5Ic

Bild: Die Designer tauschen den Skizzenblock gegen Headset und Controller, um in die virtuelle Realität einzutauchen. Quelle: Ford

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