FVA-Vertiefungsseminar - Flankenbruch

Zahnflanken- und Zahnfußtragfähigkeit sind maßgebende Bestimmungsgrößen der Zahnraddimensionierung. Durch optimierte Auslegung und Fertigung sowie die kontinuierliche Verbesserung der Berechnungsverfahren, ist es gelungen, die "klassischen" Ermüdungsschäden Grübchenbildung und Zahnfußbruch weitgehend zu vermeiden und die Tragfähigkeitsgrenzen einer Verzahnung zu steigern. In der Folge kann jedoch ein erhöhtes Risiko für Schäden mit einer Rissinitiierung in größerer Bauteiltiefe vorliegen. Die Schadensart Flankenbruch ist gekennzeichnet durch einen Rissausgang unterhalb der Zahnflankenoberfläche. Aufgrund des Risswachstums im Werkstoffinneren, treten Flankenbruchschäden in der Regel plötzlich und unerwartet auf. Die Folgen sind meist gravierend und führen häufig zum kompletten Ausfall der betroffenen Getriebestufe. Ausfälle durch Flankenbruch führen daher zu hohen Reparatur- und Ausfallkosten. Um Flankenbruchschäden zu vermeiden, ist die Kenntnis der zugrunde liegenden Mechanismen und Einflussfaktoren von großer Wichtigkeit.

Seminarziele
Ziel des Seminars ist, ein vertieftes Verständnis der Mechanismen, Einflussgrößen und Berechnungsverfahren zur Schadensart Flankenbruch an Zahnrädern zu erhalten:

Sichere Erkennung und Zuordnung von Flankenbruchschäden an Stirnrad-, Kegelrad- und Hypoidverzahnungen
Kenntnis der wesentlichen Mechanismen und maßgebender Einflussgrößen auf die Schadensart Flankenbruch
Kenntnis der Berechnungsansätze für eine quantitative Bewertung des Flankenbruchrisikos
Verständnis zur erweiterten Ergebnisinterpretation von Berechnungsergebnissen zur qualitativen und quantitativen Einschätzung von Möglichkeiten zur Vermeidung von Flankenbruch
Vorstellung von Modellierungs- und Berechnungsmöglichkeiten mit RIKOR in der FVA-Workbench

Nutzen Sie auch weitere Seminare der FVA und erhalten Sie neuestes Wissen direkt aus der Forschung für Ihren beruflichen Erfolg.

 

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