Cybersicherheit Cyber Resilience Act: Marktzugang steht auf dem Spiel

Von Trade Estonia 3 min Lesedauer

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Ab Dezember 2027 ist der EU Cyber Resilience Act (CRA) vollständig verbindlich: Hersteller vernetzter Produkte müssen nachweisbare Cybersicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus garantieren – sonst kein Marktzugang in der EU. 

Cyber Resilience Act im Visier: Der Demonstrationsaufbau von Proekspert umfasst eine sichere Fernverwaltung und Firmware-Updates für Geräte –  entwickelt auf Basis von Projekterfahrungen mit  dem deutschen Hersteller Stiebel Eltron. (Bild:  Proekspert)
Cyber Resilience Act im Visier: Der Demonstrationsaufbau von Proekspert umfasst eine sichere Fernverwaltung und Firmware-Updates für Geräte – entwickelt auf Basis von Projekterfahrungen mit dem deutschen Hersteller Stiebel Eltron.
(Bild: Proekspert)

Für den deutschen Mittelstand bedeutet das konkreten Handlungsdruck: Bestehende Produkte müssen nachgerüstet werden, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen. Der estnische Software- und Engineering-Partner Proekspert hat sich auf genau dieses Problem spezialisiert – CRA-konforme Weiterentwicklung bestehender Produkte, ohne Hardware-Redesign. Auf der Hannover Messe 2026 ist das Proekspert  am estnischen Gemeinschaftsstand (Halle 26, Stand F78) vertreten. Das Unternehmen hat sich auf die CRA-konforme Weiterentwicklung bestehender Produkte spezialisiert – und bringt diese Kompetenz auf die Hannover Messe 2026.

Estland hat früh gelernt, dass digitale Systeme nur dann funktionieren, wenn man ihnen vertrauen kann.

Proekspert: Cyber Resilience Act verlangt Update‑Strategien

„Für viele Hersteller ist der Cyber Resilience Act kein Zukunftsproblem. Er steckt bereits in Produkten, die heute auf dem Markt sind. Industrielle Antriebe und Konfigurationstools sind ein gutes Beispiel: Nahezu jedes Produkt mit digitalen Elementen ist heute ein potenzieller Angriffspunkt. Sicherheit kann nicht länger als Zusatz behandelt werden,“ sagt Marco Spielmann, CEO von Proekspert. Das Unternehmen begleitet Hersteller von der ersten Gap-Analyse bis zur Zertifizierungsreife nach IEC 62443 – dem international anerkannten Standard für industrielle Cybersicherheit, der auch dem Cyber Resilience Act zugrunde liegt.
Was Proekspert von einem klassischen Softwareentwicklungspartner unterscheidet: Das Unternehmen denkt nicht in Patches, sondern in Produktlebenszyklen. Sichere Update-Mechanismen, Schwachstellenmanagement und lückenlose Dokumentation – und schafft somit die Strukturen, die Produkte langfristig sicher, compliant und beherrschbar halten, auch wenn sich Anforderungen weiterentwickeln.

Bestehende Produkte fit machen – ohne Hardware-Redesign

Dass das funktioniert, zeigt ein konkretes Beispiel: Für Danfoss Drives, einen dänischen Hersteller industrieller Antriebssysteme, modernisierte Proekspert Systeme, die seit über 20 Jahren im Einsatz sind – ausschließlich durch Software, ohne ein einziges Bauteil anzufassen. Das Ergebnis: IEC 62443 Security Level 1 und ein erfolgreich bestandenes TÜV-SÜD-Audit.

Solche Systeme laufen selten in einfachen Umgebungen. Industrielle Prozesse, Gebäudetechnik, kritische Infrastruktur – überall dort, wo ein Ausfall keine Option ist, müssen Sicherheit und Bedienbarkeit gleichzeitig funktionieren, unter realen Bedingungen, nicht im Labor. Für Mittelständler, deren Produkte seit Jahren zuverlässig ihren Dienst tun, ist das Danfoss-Projekt deshalb ein wichtiges Signal: Wer nachrüsten muss, muss nicht neu anfangen.

Cybersicherheit als nationale Priorität: Estlands Vorsprung

Proeksperts Expertise ist kein Zufall. Estland hat seine öffentliche Infrastruktur vollständig digitalisiert – von Behörden über das Gesundheitswesen bis zu Wahlen und Steuern. Seit den großflächigen Cyberangriffen auf das Land im Jahr 2007 ist Cybersicherheit eine nationale Priorität – keine Compliance-Übung. Heute beherbergt Estland das NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence.

<p>Eine Frau in grauem Blazer steht an einem Prüfgestell und hält ein Smartphone, während sie mit der anderen Hand an eines von mehreren geöffneten Elektronik‑/Steuergeräten an einem Regalgehäuse arbeitet; zahlreiche Kabel und weiße Anschlusskästchen sind sichtbar.<p>
Bestehende Produkte lassen sich durch gezielte Softwareanpassungen sicher und CRA-konform weiterentwickeln – ganz ohne Eingriffe in die Hardware.
(Bild: Proekspert)

In diesem Umfeld ist Proekspert gewachsen – mit Software und Systemen, bei denen Zuverlässigkeit und Cybersicherheit entscheidend sind. Die Erfahrung reicht von Finanzsystemen bis hin zu industriellen Umgebungen, in denen Software direkt in den Betrieb sicherheitskritischer Systeme eingreift. Die Lösungen sind durch reale Anforderungen geprägt – nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis. „Estland hat früh gelernt, dass digitale Systeme nur dann funktionieren, wenn man ihnen vertrauen kann. Dasselbe gilt heute zunehmend für vernetzte Produkte in der Industrie. Unternehmen, die das früh verstehen, werden deutlich besser aufgestellt sein," so Marco Spielmann.

<p>Das Bild zeigt Marco Spielmann, CEO von Proekspert.<p>
Marco Spielmann: "Für viele Hersteller ist der Cyber Resilience Act kein Zukunftsproblem. Er steckt bereits in Produkten, die heute auf dem Markt sind."
(Bild: Proekspert)

Hannover Messe 2026

Proekspert ist am estnischen Gemeinschaftsstand (Halle 26, Stand F78) vertreten. Marco Spielmann, CEO von Proekspert, steht auf Deutsch für Hintergrundgespräche bereit – für Unternehmen, die wissen wollen, wo sie beim Cyber Resilience Act konkret stehen und was der nächste Schritt ist.

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