ERP-Anwendungen: Warum deutsche Unternehmen ihre Altsysteme modernisieren

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Viele Unternehmen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, ihre ERP-Anwendungen zu modernisieren und zugleich komplexe IT-Umgebungen einfacher zu managen. Eine aktuelle Umfrage von Boomi hat die Gründe für die Zunahme der Investitionen in neue Systeme untersucht.
ERP-Anwendungen

Quelle: Wright Studio/Shutterstock

  • Neue Umfrage: Deutsche Unternehmen investieren mehr in die Modernisierung von ERP-Altsystemen als in die Instandhaltung.
  • Immer häufiger werden On-Premise ERP-Anwendungen von Cloud-basierten Systemen abgelöst.
  • Die Modernisierung von ERP-Systemen ermöglicht Innovationen beim Geschäftsmodell.

Verwendeten viele Unternehmen in der Vergangenheit ihre IT-Budgets für die Instandhaltung veralteter Systeme ein, investieren sie jetzt deutlich mehr in moderne ERP-Anwendungen. 35 beziehungsweise 33 Prozent der von Boomi befragten Unternehmen gaben an, dass sie ihr Budget für die Modernisierung ihrer ERP-Systeme und auch für Innovationen einsetzen. Die Ausgaben für den Erhalt überholter Systeme reduzieren sich von zuvor von 70 Prozent bis 80 Prozent auf rund 34 Prozent.

Fokus auf Modernisierung der ERP-Systeme und Cloud-Migration

Laut der Umfrage von Boomi konzentrieren sich 63 Prozent der deutschen Unternehmen verstärkt auf die Modernisierung älterer ERP-Anwendungen sowie deren Migration in die Cloud, um strategisches Wachstum zu ermöglichen (48 Prozent). Im Zuge der digitalen Transformation haben deutsche Unternehmen allerdings eine differenzierte Sichtweise auf ERP-Anwendungen.

Diese reicht von der Befürchtung, dass Enterprise Resource Planning für eine Modernisierung zu komplex ist, bis hin zu der Einschätzung, dass die Migration der Anwendungen in die Cloud Chancen bietet. Für Befürworter liegen die Vorteile auf der Hand: Neben der Gewährleistung der Systemverfügbarkeit, Leistung und Sicherheit (56 Prozent) erhoffen sich die Befragten ein stärkeres Geschäftswachstum (49 Prozent) und eine Verbesserung der IT-Flexibilität (49 Prozent).

„Es ist deutlich zu erkennen, dass Investitionen in die Modernisierung von Anwendungen und in digitale Geschäftsinnovationen steigen. Führungskräfte und IT-Entscheider werden schon bald die Vorteile dieser Investments erkennen und die Ausgaben für die Instandhaltung veralteter Technologienweiter senken“, erklärt Stefan Soerensen, Account Executive bei Boomi.

ERP-Anwendungen: Kostspieliger Prozess der Modernisierung

Die Umfrage zeigt auch, dass Entscheidungsträger in europäischen Unternehmen häufig vor einem Dilemma stehen: Entweder sie investieren in den kostspieligen und komplexen Prozess der ERP-Modernisierung, oder sie werden von innovativeren Konkurrenten überholt. Unternehmen müssen diese Herausforderung annehmen, um ihre Kernziele zu erreichen. Bei deutschen Unternehmen liegen die Zielsetzungen für 57 Prozent in der Gestaltung bestmöglicher Kundenerlebnisse, für 49 Prozent in der Integration aller Anwendungen und für 43 Prozent im Erreichen von IT-Agilität.

Auf die Frage, wie Unternehmen diese Ziele erreichen wollen, nannten die Befragten folgende Maßnahmen:

  • Standardisierung und Konsolidierung von Anwendungen: 76 Prozent
  • Migration der Infrastruktur in die Cloud: 73 Prozent
  • Konsolidierung der Legacy-Infrastruktur: 72 Prozent

Zu den größten Herausforderungen zählt für 60 Prozent der Befragten der Mangel an Integrationstechnologien, um Daten von jedem beliebigen Gerät und jeder Datenquelle nutzen zu können und für 42 Prozent der Mangel an Experten mit Integrationskenntnissen.

ERP-Anwendungen: Vollständige Migration in die Cloud

Deutsche Unternehmen planen, diese Herausforderungen mit iPaaS zu meistern und spezifische Anwendungsfälle zu lösen. Konkret geht es um die Skalierung von APIs (22 Prozent), die verbesserte Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern (22 Prozent) und die unternehmensweite Synchronisierung von Daten, um die Geschäftsergebnisse zu verbessern. Ganze 57 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ERP-Implementierungen bis 2021 zu 100 Prozent in der Cloud stattfinden und reine On-Premise-Implementierungen somit ablösen werden.

„Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial, das ihnen Cloud-basierte Anwendungen ermöglichen. Sie investieren in strategische Wachstumsinitiativen wie ERP, CRM oder iPaaS. Mit der ERP-Modernisierung geht auch eine Modernisierung der Integration einher und mit Boomi erhalten Kunden eine zukunftssichere Plattform für ihre Entwicklung“, kommentiert Stefan Soerensen.

Boomi, ein Unternehmen von Dell Technologies, vereint sämtliche Prozesse im digitalen Umfeld, damit Unternehmen bessere Geschäftsergebnisse erzielen können. Die intelligente und skalierbare Cloud-Plattform von Boomi beschleunigt dabei die Geschäftsergebnisse, indem sie Daten, Systeme, Anwendungen, Prozesse und Personen miteinander verbindet. (sg)

Lesen Sie auch: ERP-Lösungen: 5 entscheidende Trends im Jahr 2020

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