Viele Hersteller verfehlen die selbstgesteckten Kostenziele für neue Produkte, weil Mittel und Methoden für eine wirksame Kontrolle der Entwicklungskosten und Budgets über die Projektlaufzeiten hinweg fehlen. Die Software Classmate Costpilot von Simus Systems befähigt die Vernetzung der Daten zu einer fortschreitenden, mit dem Projekt wachsenden Kalkulation.
Classmate Costpilot von Simus Systems ermöglicht eine fortschreitende Kalkulation von Entwicklungsprojekten.
(Bild: Gorodenkoff/AdobeStock)
Bei starkem Preiswettbewerb, kürzeren Innovationszyklen, wachsender Variantenvielfalt und wechselnden Konjunkturphasen stehen die Entwicklungs- und Herstellungskosten neuer Produkte im Fokus. Doch trotz Zielkostenrechnung und entwicklungsbegleitender Konstruktion haben viele Maschinen- und Anlagenbauer ihre Kosten nicht im Griff. Während die Hersteller mit technischen Innovationen hervortreten, sind sie auf dem Kostenauge blind.
Zwar werden in vielen Unternehmen Zielkosten festgelegt – für das gesamte Produkt und einzelne Baugruppen, seltener für besondere Kostentreiber oder sogar einzelne Bauteile. Doch häufig werden diese während der Konstruktionsphase nicht aktualisiert oder kontrolliert. Die Gründe dafür sind vielfältig und in jedem Unternehmen anders verteilt.
Kalkulation von Entwicklungskosten soll konkretisiert und aktualisiert werden
Erst in der Produktionsphase, wenn die Aufwände neu bewertet und die tatsächlichen Kosten ermittelt werden, deckt man massive Kostensteigerungen auf. Doch die Ursachen bleiben im Dunklen und Änderungen aus Zeit- und Kostengründen aus. Der hohe Aufwand, die Risiken und Fehlerquellen der Projektkalkulation werden durch fehlende Digitalisierung verstärkt. Eine Tabellenkalkulation kann weder die Lücke zwischen ERP- und CAD/PDM-Systemen schließen, noch eine Software für das Controlling von Entwicklungsprojekten ersetzen.
Damit dies anders werden kann, muss die Kalkulation eines Entwicklungsprojektes dem Charakter und Vorgehen der Produktentwicklung entsprechen. Man beginnt mit groben Ideen und Vorgaben, die allmählich Gestalt annehmen und konkreter werden. Die meisten Projekte im Maschinen- und Anlagenbau setzen auf Vorläufern auf. Viele enthalten Subsysteme und Module, die verändert werden. Entsprechend muss die Kalkulation einerseits Schätzwerte und Ergebnisse von Regressionsanalysen, andererseits bekannte Kosten von Kauf- oder Fertigungsteilen enthalten.
Während des Projekts sollte die Kalkulation mitwachsen, konkretisiert und aktualisiert werden. Diese „fortschreitende Kalkulation“ dokumentiert zugleich wichtige Änderungen in Form von „eingefrorenen“ Datenbeständen, die sich später wieder abrufen lassen. Anfangs werden Baugruppen und Bauteile mit Schätzpreisen belegt. Die verwendeten Preisquellen wie Regressionsanalyse, bekannte Herstellkosten, Einkaufsinfosatz oder Kontraktpreis werden übersichtlich dargestellt – und müssen im Laufe der Entwicklung durch sichere Werte ersetzt werden. Diese Vorgehensweise senkt den Anfangsaufwand und belohnt die Arbeit an der fortschreitenden Kalkulation durch höhere Qualität.
Fortschreitende Kalkulation von Entwicklungskosten
Beginnt mit „weichen“ Zahlen, die im Projektverlauf erhärtet werden
Tauscht wichtige Informationen mit Fremdsystemen aus
Unterstützt regelmäßige Aktualisierungen
Dokumentiert kostenrelevante Entscheidungen
Transparenz über Kostenziele, Abweichungen, Kostentreiber, Entwicklungsstände
Ebnet einen klaren Weg zu den definierten Zielkosten
Automatische Optimierung der Kalkulation
Zu den Stärken von Classmate Costpilot gehört auch die übersichtliche Projektstruktur.
(Bild: Simus Systems)
Üblicherweise nimmt die Treffsicherheit der entwicklungsbegleitenden Kalkulation ab, je länger ein Entwicklungsprojekt andauert. Die Daten veralten, volatile Marktpreise für Rohmaterial und Zukaufteile werden nicht angepasst und Voraussetzungen ändern sich gegenüber der Ausgangslage. Verzögerungen und Kostenunschärfe entfalten Wechselwirkungen, die oft für massive Verfehlungen der Kostenziele in der Produktentwicklung verantwortlich sind.
Zum Konzept der fortschreitenden Kalkulation gehören dagegen permanente Verbesserungen der Kalkulationsqualität. Einerseits werden Preisquellen wie beschrieben konkretisiert, andererseits werden Kosteninformationen detailliert ergänzt und aktualisiert. Darüber hinaus bringen automatische Importe aus unterschiedlichen Datenquellen wie Excel, ERP- oder PDM-Systemen die verwendeten Daten auf den aktuellen Stand.
Kostenziele definieren und überwachen
Die fortschreitende Kalkulation erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zu Beginn der Entwicklung definierte Kostenziele eingehalten werden. Dabei müssen unterschiedliche Varianten, verschiedene Szenarien für Best- oder Worst-Cases, abweichende Absatzzahlen, verschiedene Standorte oder Währungsrisiken berücksichtigt werden.
Die Wirksamkeit der Zielkostenüberwachung wächst mit einem regelmäßigen Projektreporting. Gute Kalkulationssoftware unterstützt dabei durch automatische Routinen sowie übersichtliche Grafiken und Wertetabellen.
Digitalisierung der Zettelwirtschaft
In den üblichen Werkzeugen der Produktentwicklung ist die Kostendimension kaum verankert. Kostenrelevante Informationen befinden sich in ERP-Systemen, die für Entwickler eher unzugänglich sind. Die klaffende Lücke dazwischen schließt meist eine Tabellenkalkulation. Dies stellt nicht viel mehr als eine Digitalisierung der Zettelwirtschaft dar: Fehlende Schnittstellen, fehleranfällige Handarbeit in unübersichtlichen Tabellen, Inkonsistenz und mangelnde Dokumentation der Daten, fehlende Kontrolle über Projektstände, Aktualisierungen und Varianten sind nur einige der damit verbunden Probleme.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Mit classmate Costpilot zur fortschreitenden Kalkulation der Entwicklungskosten
Mit classmate Costpilot hat Simus Systems eine Kalkulationsplattform entwickelt, die das fortschreitende Controlling von Entwicklungsprojekten in die vorhandene IT der Produktentwicklung integriert. Die neue Lösung übernimmt Preisinformationen aus ERP-Systemen wie SAP, Kalkulationsprogrammen und PDM-Lösungen als dynamische Datenquellen. Mit umfassenden Schnittstellen verbindet classmate Costpilot die von Entwicklungsprojekten betroffenen Bereiche auf komfortable Weise und eröffnet als browserbasiertes Produkt einen einfachen Zugang für alle Anwender.
Der Autor Dr. Thomas Tosse ist Inhaber der Agentur Hightech Marketing mit Sitz in München.