Entgraten ohne Chemie: Was die Bürsten besser können

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Entgraten ohne Chemie: Was die Bürsten besser können

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Das Entgraten der Werkstückkanten gehört zu den wichtigsten Prozessschritten. Bürsten können hier eine wirtschaftliche Alternative zu chemischen oder thermischen Verfahren sein.
Entgraten mit Bürsten

Quelle: Kullen-Koti

  • Als rein mechanisches Verfahren dient das Bürstentgraten dem Verrunden und Entgraten von Werkstückkanten.
  • Maschinell angetriebene Bürsten können eine wirtschaftliche Alternative gegenüber chemischen oder thermischen Verfahren sein.
  • Kullen-Koti, Hersteller von Entgratbürsten, stellt im März auf der Eisenwarenmesse Köln und der Grindtec in Augsburg sein Produktportfolio vor.

Ob Industrie oder Handwerk – das Entgraten und Verrunden der Werkstückkanten gehört bei der Herstellung vieler metallischer und polymerer Bauteile zu den wichtigsten Prozessschritten der Zwischen- oder Finalbearbeitung. Eines der am weitesten verbreiteten und am einfachsten einzusetzenden Verfahren in diesem Bereich der Oberflächentechnik ist das halb- oder vollautomatisierte Entgraten mit maschinell angetriebenen Werkzeugbürsten. Vor allem für Anwender, die den hohen Investitionsaufwand und Energieeinsatz von thermischen und (elektro)chemischen Verfahren scheuen, ist das Bürstentgraten die ideale Lösung. Zumal auch die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit der heute für die Entgrattechnik zur Verfügung stehenden Bürstwerkzeuge für diesen rein mechanischen Weg zu entgrateten Kanten sprechen.

Auswahlkriterien für den optimalen Bürstentyp

Welcher Bürstentyp in welcher Größe und mit welchem Besatz die optimale Lösung für den konkreten Anwendungsfall ist, das entscheidet sich anhand zahlreicher Parameter. Zu den primären Auswahlkriterien gehört hierbei die Berücksichtigung der Härte der Werkstoffe der zu behandelnden Bauteile. Unmittelbar damit verknüpft ist die Frage der Gratgröße. So stellen beispielsweise außenliegende Grate von tiefgezogenen, geschmiedeten oder gestanzten Werkstücken andere Anforderungen an das Werkzeug als Grate in Bohrungen oder innenliegenden Verschneidungen. Unverzichtbar für die richtige Auslegung von Entgratbürsten ist zudem eine klare Zieldefinition: Wird ein Bauteil rundum entgratet oder sollen nur ausgewählte Bereiche bearbeitet werden, muss eine bestimmte Verrundung erreicht werden oder sind definierte Rauigkeiten das Ziel?

Auf der Eisenwarenmesse Köln (Halle 10.2, Stand B021) und der Grindtec in Augsburg (Halle 4, Stand 4067) zeigt Kullen-Koti unter anderem angetriebene Entgratbürsten für den vollautomatisierten Einsatz an Industrierobotern. Im Bild eine Tellerbürste. Bild: Kullen-Koti

Entgraten: Worauf kommt es bei den Werkstücken an?

Mit hinein in die Auswahl und Auslegung von Entgratbürsten spielen des Weiteren die Fragen nach den Dimensionen der Werkstücke, den zu erwartenden Losgrößen (Bürstenstandzeit) und der Handhabung (Bürstenwechsel). In allen drei Punkten verbucht das Bürstentgraten erhebliche Vorteile gegenüber anderen Verfahren. Denn es eignet sich sowohl für sehr kleine Werkstücke als auch für tonnenschwere Bauteile und ist unabhängig von der Stückzahl-Frage, da sich eine richtig ausgelegte Entgratbürste bei Losgröße 1 als ebenso leistungsfähig zeigt wie in der Großserien-Produktion. Hochwertige Entgratbürsten erweisen sich auch dank des einfachen Werkzeugwechsels sowie mitunter hoher Standzeiten gerade in vollautomatisierten Anwendungen als ausgesprochen wirtschaftliche Lösung. Lange Stillstands- und Rüstzeiten gibt es nicht und viele Entgratbürsten können problemlos sowohl nass als auch trocken angewendet werden. Ein weiterer Pluspunkt: Das Bürstentgraten lässt sich sehr einfach in bestehende Fertigungsprozesse integrieren.

Abrasive Filamente oder stählerne Drähte

Das mechanische Arbeitsprinzip von Entgratbürsten beruht auf ihrer Rotationsbewegung, wobei sich die Umfangsgeschwindigkeit stets am Einsatzfall orientiert. Zustellung und Vorschub können sowohl werkzeug- als auch werkstückseitig erfolgen. Außerdem lässt sich jedes Bürstwerkzeug über die Auswahl des Besatzes sehr präzise auf die Aufgabenstellung abstimmen. Abhängig von Werkstoff, Taktzeit sowie den Anforderungen an die Entgratung werden Bürstwerkzeuge mit abrasiven Filamenten oder mit Stahldrähten bestückt. Dabei lassen sich die abrasiven Filamente über die Kornart (SiC, AlO, Diamant, Keramik u.a.) und unterschiedliche Korngrößen an die Anwendung anpassen, während die Abstimmung bei drahtbestückten Bürstwerkzeugen über unterschiedliche Härten und Durchmesser der Drähte (0,06 bis 1,2 mm) sowie deren Geometrie (gewellt, verseilt, gezopft) erfolgt. In jedem Fall erhält der Anwender ein maßgeschneidertes Werkzeug zum mechanischen Entgraten und Verrunden von Halbzeugen und Bauteilen aus weichen oder harten Werkstoffen.

Entgraten: Die Bürsten arbeiten rein mechanisch mit einer Rotationsbewegung.
Das rein mechanische Arbeitsprinzip von Entgratbürsten beruht auf ihrer Rotationsbewegung, wobei sich die Umfangsgeschwindigkeit stets am Einsatzfall orientiert. Zustellung und Vorschub können sowohl werkzeug- als auch werkstückseitig erfolgen. Bild: Kullen-Koti

Präzise und vollautomatisierte Bürsten für das Entgraten

Als einer der weltweit führenden Bürstenhersteller demonstriert Kullen-Koti auf der Eisenwarenmesse Köln (Halle 10.2, Stand B021) und der Grindtec in Augsburg (Halle 4, Stand 4067) eine Auswahl aufgabengerecht abgestimmter Bürsten für das Entgraten. Unter anderem zeigt das Unternehmen Rund- und Einzelscheibenbürsten für das Säubern von Schweißnähten, Tellerbürsten für das Finishing von Oberflächen, Pinsel- und Topfbürsten für das Entgraten von Trennstellen oder Innen- und Alphahonbürsten für die Bearbeitung von Bohrungen und Querverschneidungen. Darüber hinaus präsentiert Kullen-Koti auch Werkzeugbürsten für die Realisierung von hochgenauen Kantenverrundungen sowie Entgratbürsten für den vollautomatisierten Einsatz in Roboterzellen und Bearbeitungszentren.  

Bild oben: Die elastischen Alphahonbürsten von Kullen-Koti werden zum Entgraten von Bohrungen und innenliegenden Verschneidungen eingesetzt.

Weitere Informationen: www.kullen.de und www.koti-eu.com

Lesen Sie auch: „C-Teile: Neue Potenziale durch additive Fertigungstechnologien“.

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