Energieverteilung: Dank Digitalisierung mehr Nachhaltigkeit im Schaltschrank

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 4 min Lesedauer

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Das Thema Energie bewegt die Menschen wie kaum ein anderes. Neben der Frage nach geeigneten Energieträgern spielen Überlegungen zu ihrer Verteilung eine Rolle. Beim oberfränkischen Familienunternehmen Wöhner tüftelt man daher an richtungsweisenden Lösungen für den elektrotechnischen Markt und optimiert bewährte Produkte für neue Anforderungen.

(Quelle:  Wöhner)
(Quelle: Wöhner)

Lange Zeit war Sicherheit das Hauptkriterium für eine gelungene Energieverteilung. Doch angesichts des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen und gewinnt die nachhaltige Erzeugung und effiziente Verteilung von Energie zunehmend an Bedeutung. Bei der Energieerzeugung liegt der Fokus auf erneuerbaren Energiequellen. Bei der Nutzung und Verteilung von Energie hingegen spielt mit fortschreitender Energiewende die Optimierung durch Digitalisierung eine immer größere Rolle.

Bei den digitalen Anwendungen für eine nachhaltige Entwicklung lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Welche technischen Voraussetzungen, Systeme und Komponenten braucht es, um den erwünschten Effizienzschub zu erzielen? Und welche Bedeutung kommt dabei der Messtechnik zu?

Daten als Grundlage für die Energieverteilung

Bei Wöhner steht die Digitalisierung ganz oben auf der Prioritätenliste. Das oberfränkische Familienunternehmen bietet eine Reihe von Lösungen im Bereich der Energieverteilung an, mit denen sich ein smartes Energiemanagement sowie der Auf- und Ausbau eines intelligenten Stromnetzes maßgeblich beschleunigen lassen. Während das Unternehmen in den 80er-Jahren mit der Einführung der Sammelschienentechnik für den Schaltschrank neue Maßstäbe setzte, sind es heute Komponenten zur Digitalisierung des Schaltschranks, die die Zukunft prägen werden. Denn die Digitalisierung bietet das Potenzial für mehr Effizienz, Transparenz und Sicherheit, etwa durch Vernetzung und Fernwartung. Ein maßgeblicher Hebel hierfür sind Daten. Immer mehr und präzisere Messungen dienen als Grundlage für intelligente Entscheidungen und optimierte Abläufe.

(Das Energieverteilungssystem Crossboard mit dem Motorstarter Motus C14 und dem Messtechnik-Modul Cross MT Bild: Wöhner)
(Das Energieverteilungssystem Crossboard mit dem Motorstarter Motus C14 und dem Messtechnik-Modul Cross MT Bild: Wöhner)

Messtechnikmodul für die Sammelschiene

Ein Beispiel ist das Cross MT von Wöhner: Hierbei handelt es sich um ein elektronisches Messtechnik-Modul für die Sammelschiene, das sich auf die spezifische Kundenanwendung abstimmen lässt. Es markiert den Einstieg in die Digitalisierung des Basissystems Crossboard. In Kombination mit verschiedenen Applikationen fügt das Modul überall dort intelligente Funktionen und Konnektivität hinzu, wo Komponenten im Schaltschrank wie beispielsweise Motorstarter diese (noch) nicht aufweisen. Es misst Strom, Spannung und Temperatur und berechnet daraus abzuleitende Größen wie Leistungen, Energie, Phasenwinkel und Frequenz. Die Informationen können dann über IO-Link ausgegeben werden.

KI für ein Stromnetz der Zukunft

Wenn es um Daten und Digitalisierung geht, stellt sich die Frage nach künstlicher Intelligenz (KI). Denn auch im Stromnetz gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für diese Technologie, unter anderem, um die zunehmend dezentrale Stromerzeugung mit dem Bedarf in Einklang zu bringen. Mithilfe von Informationen über Fließrichtung, Angebots- und Nachfrageschwankungen kann KI rechtzeitig Anpassungen in der Stromverteilung vornehmen und zu einer effizienten Nutzung der Energieinfrastruktur beitragen. Bei Wöhner ist man überzeugt: KI wird die Energieerzeugung und deren Steuerung auf ein neues Niveau heben.

Mit digitalisierten Produkten wie Stromwandlern und Messgeräten der Miez-Serie leistet Wöhner einen wichtigen Beitrag, um die Datenbasis für KI zu erweitern und die Energieverteilung immer weiter zu optimieren. Doch bis zu einer vollständigen Steuerung durch künstliche Intelligenz sind noch einige Anpassungen in der Infrastruktur sowie die Klärung rechtlicher Fragen notwendig.

(Cross MT ist ein Messtechnik-Modul für die Sammelschiene. Bild: Wöhner)
(Cross MT ist ein Messtechnik-Modul für die Sammelschiene. Bild: Wöhner)

Optimierte Energieverteilung: Schneller als jede andere Sicherung

Ob mit oder ohne künstliche Intelligenz: Energieeffizienz und ein optimierter Ressourcenverbrauch sind der Schlüssel für viele Herausforderungen der Energiewende. Sie lassen sich auf verschiedene Arten maximieren. Eine Möglichkeit ist der elektronische Motorstarter Motus C14 von Wöhner. Er kann einen Motor im Fehlerfall in weniger als zehn Mikrosekunden abschalten und ist damit schneller als jede andere Sicherung. Zudem verfügt er über umfassende Diagnose-Funktionen, Data-Logging sowie eine integrierte Kommunikationsschnittstelle.

Umfassendes Serviceangebot

Mit den Value Added Services reduziert Wöhner die Komplexität bei Konzeption, Inbetriebnahme und Installation ebenso wie bei der Wartung von Anlagen und Systemen. Bestandteil des Angebots ist der Design-In Service, der fachmännische Unterstützung bereits in der Planungsphase bietet und maßgeschneiderte Lösungen für eine individuelle, effiziente Schaltschrank- und Komponentenplanung liefert.

Zu den Leistungen zählen außerdem Feature-Upgrades, die gleichzeitig einen weiteren Schritt zu einem immer höheren Digitalisierungsgrad bilden. Die Softwarelösungen erweitern mit neuen Leistungsmerkmalen den Funktionsumfang bestehender elektronischer Komponenten und erzeugen einen messbaren Mehrwert. Auf vorhandene Geräte angewendet, machen die Erweiterungen Komponenten länger nutzbar und schonen dadurch Ressourcen. So wird beispielsweise der Motorstarter C14 um die Funktion des Softstarts ergänzt.

Zusatzfunktionen schaffen Transparenz bei der Energieverteilung

Der Konfigurator, das 3D-Planungstool mit realitätsgetreuer Optik und das Servicetool mit umfangreichen Funktionen runden das Portfolio ab. Das Servicetool erkennt automatisch den jeweils angeschlossenen Gerätetyp und öffnet den entsprechenden Gerätescreen. Es führt den Benutzer intuitiv durch alle Ebenen des Produktes und vereinfacht so die Inbetriebnahme durch die einheitliche Konfiguration über mehrere Produkte hinweg. Das Auslesen aller Messdaten und des Gerätestatus schafft Transparenz im Betrieb und hilft im Servicefall, schneller zur Lösung zu kommen.

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Digitalisierte Komponenten als Funktionsbausteine

Eine effiziente Stromverteilung in Kombination mit bestimmten Kommunikationsaufgaben sowie einer dezidierten Datenerfassung und -auswertung braucht leistungsfähige digitalisierte Komponenten als Funktionsbausteine. Anbieter wie Wöhner treiben mit ihren Lösungen den Wandel voran und sorgen so auch im Schaltschrank für mehr Nachhaltigkeit.

Der Autor Lars Meisenbach ist Vice President Product Management bei Wöhner.

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