Elektromobilität: Fast zwei Drittel der Deutschen sind offen für E-Autos

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Elektromobilität: Fast zwei Drittel der Deutschen sind offen für E-Autos

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
E-Auto-Enthusiasten gibt es nur in Großstädten? Von wegen! Ein Energieatlas zeigt, dass ein Flächenland deutschlandweit die Nase vorne hat. Wie steht Ihr Bundesland da?
Elektromobilität: Fast zwei Drittel der Deutschen sind offen für E-Autos

Quelle: E.ON

Die Elektromobilität nimmt an Fahrt auf. Immer mehr Hersteller bieten „Stromer“ an und immer mehr Kunden greifen zu. Aber wie genau stehen die Deutschen zu E-Autos? Der Energieatlas klärt diese Frage und fasst die Ergebnisse aus einer repräsentativen Statista Untersuchung mit mehr als 2.000 Führerscheinbesitzern zwischen 18 und 69 Jahren zusammen.

Erste Erkenntnis: Eine klare Mehrheit der Deutschen mit Führerschein steht einem reinen E-Fahrzeug offen gegenüber – für 64 Prozent von ihnen kommt die Anschaffung prinzipiell in Frage.

Vor allem in der Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren gab es hohe Zustimmungswerte zwischen 76 und 72 Prozent. Bei den 45- bis 54-Jährigen lagen sie bei 61 Prozent, bei den 55- bis 69-Jährigen immerhin noch bei 49 Prozent.

Dabei zeigten sich Männer grundsätzlich aufgeschlossener (71 Prozent) als Frauen (57 Prozent).

Elektromobilität: Fast zwei Drittel der Deutschen sind offen für E-AutosQuelle: E.ON
Eine Umfrage zeigt, wie beliebt E-Autos sind.

Rheinland-Pfalz vor Berlin und Hamburg im Elektromobilität-Ranking

Immer mehr Bürger setzen auf E-Autos – dabei sind sie nicht mehr nur eine smarte Lösung für die City, sondern erfreuen sich auch andernorts zunehmender Beliebtheit: So stehen an der Spitze der Offenheitsskala nicht nur Stadtstaaten, sondern auch ein Flächenland: Rheinland-Pfalz. Hier zeigten sich 74 Prozent der Befragten interessiert – etwas mehr als in Berlin (73 Prozent) und Hamburg (69 Prozent). Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 67 Prozent und Niedersachsen mit 66 Prozent E-Auto-affinen Befragten. Wie offen die Bewohner*innen der restlichen Bundesländer gegenüber Elektroautos sind und wie viele der Fahrzeuge bereits in den Gebieten gemeldet sind, zeigt die interaktive Karte im E.ON Energieatlas.Rheinland-Pfalz ist nicht nur bei der Offenheit gegenüber E-Autos Spitzenreiter. Auch beim Einsatz von E-Bikes ist das Bundesland ganz vorne mit dabei: Zwar besitzen in Niedersachsen mehr Einwohner*innen ein E-Bike oder Pedelec (17,7 Prozent), aber Rheinland-Pfalz folgt bereits knapp danach mit 17,5 Prozent. Dritter ist Nordrhein-Westfalen mit 17,4 Prozent. Im bundesdeutschen Schnitt hat inzwischen rund jeder sechste Deutsche (15,2 Prozent) ein eigenes Elektrofahrrad. 


Transparenz über die Gründe für den E-Auto-Kauf

E.ON hat auch analysiert, aus welchen Gründen sich E-Auto-Interessierte für ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug entscheiden würden: 62 Prozent geben „Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Klimaschutz“ als Motivation für die mögliche Anschaffung eines Elektroautos an. 55 Prozent nennen Kaufprämien und steuerliche Vorteile als wichtige Faktoren. 51 Prozent würden ein E-Auto kaufen, weil sie darin die Technik der Zukunft sehen. 41 Prozent nennen die geringeren Betriebs- und Wartungskosten als Grund. Und für 40 Prozent ist es wichtig, dass sie von Fahrverboten in Städten nicht betroffen sind.

Elektromobilität: Fast zwei Drittel der Deutschen sind offen für E-AutosQuelle: E.ON
Es gibt sie schon häufiger, als viele denken: Die Ladesäulen.

E-Auto-Interessenten unterschätzen Anzahl der Ladestationen

Die Umfrage zeigt auch, dass die Deutschen die Anzahl der verfügbaren öffentlichen Ladestationen um ein Vielfaches unterschätzen: 66 Prozent glauben, dass es weniger als 12.500 gibt – tatsächlich sind es aber bereits fast 20.000. Die meisten von ihnen stehen in Bayern (3.802), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (3.311) und Baden-Württemberg (2.656). Mehr Zahlen zum Ladesäulennetz und der regionalen Verteilung der Stromtankstellen liefert natürlich auch hier der Energieatlas.

Elektromobilität dank Batteriebetrieb: Wie funktioniert das überhaupt?

Die Komponente, die ein Elektrofahrzeug erst interessant und besonders macht, ist der Elektromotor. Ob E-Auto oder E-Bike/Pedelec, die Elektromotoren sorgt für den Antrieb und ist das Kernstück eines jeden Elektrofahrzeugs. Da gerade E-Autos im Vergleich zu ihren Pendants mit Verbrennern langfristig zu einer besseren CO2-Bilanz beitragen sollen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Funktionsweise ihrer Motoren.

Der Elektromotor wird mit Strom betrieben, der wiederum in einem Akku bzw. einer Batterie gespeichert ist. Dem aktuellen Stand der Technik entsprechend handelt es sich dabei um eine Lithium-Ionen-Batterie. Sie vereinigen derzeit die besten Leistungs- und Auswahlkriterien für Batteriesysteme wie etwa Energiedichte, Lebensdauer, Kosten, Gewicht und Sicherheit. Der Elektromotor wandelt nun die elektrische Energie aus der Batterie bzw. dem Akku in mechanische Energie um, indem er Magnetfelder erzeugt, die mit ihren anziehenden und abstoßenden Kräften das Auto in Bewegung setzen. Hier ein Überblick der wichtigsten Komponenten eines E-Autos und deren Funktionen:

  • Hochvoltbatterie: Was bei Autos mit Verbrenner der Tank ist, ist bei Elektroautos die Hochvoltbatterie. Sie muss regelmäßig aufgeladen werden und ihre Kapazität bestimmt die Reichweite des Elektroautos. Als größte und vor allem schwerste Motorenkomponente des Elektroautos ist sie gleichzeitig auch dessen teuerstes Bauteil.
  • Niedervoltbatterie: Die Niedervoltbatterie ist deutlich kleiner als die Hochvoltbatterie. Sie versorgt die Bordelektronik wie das Radio, Navigationssystem oder die Beleuchtung und kann mit der Autobatterie in einem herkömmlichen Motor verglichen werden. Das Besondere an der Niedervoltbatterie ist jedoch, dass mittels Rekuperation die beim Bremsen frei gewordene Energie wieder in die Batterie eingespeist wird.
  • Elektromotor: Bei Elektroautos kommt ein synchroner Wechselstrommotor, bestehend aus zwei Elektromagneten (Stator und Rotor) zum Einsatz. Der unbewegliche Stator erzeugt mithilfe von Gleichstrom ein konstantes Magnetfeld, während der drehbare Rotor sein Magnetfeld mithilfe von Wechselstrom erzeugt. Dadurch, dass sich die Magneten abwechselnd anziehen und abstoßen und der Rotor sich dreht, wird das Auto in Bewegung gesetzt.
  • Leistungselektronik: Die Leistungselektronik wandelt die von der Batterie bereitgestellte Spannung in die vom Motor benötigte Spannung um und steuert so den gesamten Antrieb.
  • Ladeanschluss: Beim Ladeanschluss handelt es sich um den Stecker des E-Autos, also gewissermaßen die Tanköffnung des Fahrzeugs. Über diese Verbindung wird der Strom aus dem Stromnetz auf das Auto übertragen. Prinzipiell ist das Laden über eine herkömmliche Steckdose möglich, was sich aber eher bei Plug-in-Hybriden mit einem kleineren Elektromotor empfiehlt. Bei reinen Elektroautos ist es besser und vor allem effizienter, den Wagen an einer dafür vorgesehenen Ladesäule zu laden.

Batterie-Management-System: Das Batterie-Management-System regelt und überwacht die Batterie. Dieses Steuersystem ist vor allem dazu gedacht, die Kapazitäten aller verfügbaren Batteriezellen möglichst effizient zu nutzen, um Energie zu sparen und damit beispielsweise die Reichweite zu optimieren.

Was Skateboards mit Elektromobilität zu tun haben

Schaut man von oben auf ein Auto und ein Skateboard, fallen sofort gewisse Parallelen ins Auge. Beide Fortbewegungsmittel haben Vorder- und Hinterachsen und (in der Regel) vier Räder. Gerade beim Aufbau von Elektromotoren hat sich die Anordnung der einzelnen Komponenten in der sogenannten Skateboard-Architektur durchgesetzt. Dabei liegt der Akku, also die Hochvoltbatterie, als Brett des Skateboards zwischen den beiden Achsen im Unterboden. Als schwerste Komponente des Elektromotors garantiert diese Position einen niedrigen Schwerpunkt und eine effiziente Raumnutzung des E-Autos, da so kein Platz – beispielsweise im Kofferraum – verloren geht. Der Elektromotor an sich und die Leistungselektronik liegen entweder an der Vorder- und/oder an der Hinterachse des Fahrzeugs. Abschließend wird im Unterschied zu einem Skateboard noch die Karosserie über den „Skateboard-Untersatz“ positioniert.

Wie sieht es mit dem Sparpotenzial beim Kauf eines E-Autos aus?

Neben der effizienteren Nutzung von Energien spielen beim Umstieg auf Elektromobilität auch die Kosten eine wichtige Rolle. „Lohnt sich der Umstieg überhaupt?“, ist in diesem Kontext eine häufig gestellte Frage. Die Antwort: „Ja, es lohnt sich“, vor allem bei höheren Jahresfahrleistungen mit dem E-Auto. Sicherlich sind Elektroautos momentan noch viel teurer in der Anschaffung als Autos mit Verbrennern. Betrachtet man jedoch alle Betriebskosten (Steuern, Wartung, Versicherung, Energiekosten usw.), fahren E-Autos langfristig pro Kilometer günstiger.

Hier ein konkretes Beispiel: Für eine Strecke von 100 km benötigt man je nach Fahrzeugtyp, Streckenprofil und Fahrstil eine Leistung zwischen 10 und 20 kWh. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh ergibt das 3 bis 6 € für diese Strecke, also etwa 50 % weniger als bei einem Benziner!

Es ist also kein Wunder, dass in vielen Bundesländern immer stärker auf Elektromobilität umgestiegen und auch der Zuspruch zunehmend größer wird!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Top Jobs

Experienced Consultant Digital Transformation (w/m/d)
Siemens Advanta Consulting, München
Experienced Consultant Strategy (w/m/d)
Siemens Advanta Consulting, München
› weitere Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: App SIMATIC Robot Integrator VON SIEMENS

Roboter schnell und einfach integrieren

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.