Produktpiraterie Chinesische Fälscherwerkstatt aufgeflogen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ermittler deckten im September 2024 eine chinesische Fabrik auf, die gefälschte ebm-papst-Produkte verkaufte. Bereits vor rund einem Jahr gelang eine erfolgreiche Razzia gegen eine Fälscherwerkstatt.

Im September erfolgte eine unangekündigte Razzia in der Fälscherwerkstatt. Dabei wurden über 300 Ventilatoren und rund 500 ebm-papst-Etiketten sichergestellt.(Bild:  ebm-papst)
Im September erfolgte eine unangekündigte Razzia in der Fälscherwerkstatt. Dabei wurden über 300 Ventilatoren und rund 500 ebm-papst-Etiketten sichergestellt.
(Bild: ebm-papst)

Jährlich verursachen Fälschungen und die dazugehörigen Ermittlungen mehrere hunderttausend Euro wirtschaftlichen Schaden und Gesamtkosten bei ebm-papst. Anfang Juli 2024 erhielt das Unternehmen erneut einen Hinweis eines langjährigen Kunden, der Produkte des Unternehmens erhalten hatte, die im Vergleich zu früheren Käufen eine mindere Qualität aufwiesen. Ralf Duckeck, Vice President Intellectual Property (Verantwortlicher für Patente und Geistiges Eigentum) der ebm-papst Gruppe, und sein international agierendes Team reagierten direkt auf diesen Verdacht der Produktfälschung und versuchten, weitere Details herauszufinden.

«Produktfälschungen stellen eine erhebliche Bedrohung für die Integrität unserer Marke und die Sicherheit unserer Kunden dar. Gefälschte Produkte können minderwertige Materialien enthalten und nicht den strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen, die wir für unsere Originalprodukte gewährleisten. Wir setzen uns daher intensiv dafür ein, Fälschungen zu bekämpfen und unsere Kunden zu schützen», erklärt Duckeck.

Fälscherwerkstatt gab sich als Niederlassung aus

Aufwendige Ermittlungen führten das Team zu einer mutmaßlichen Fälscherwerkstatt in Foshan, die vorgab, eine ebm-papst-Niederlassung zu sein. Der Verdacht gegen diese Werkstatt erhärtete sich, nachdem dort gefälschte Etiketten gefunden wurden. Weitere Nachforschungen ergaben, dass der Betreiber dieser Fälscherwerkstatt bereits verantwortlich für die 2023 durch das Unternehmen aufgelöste Fabrik war und nun seine Firmenfläche verlagert sowie deutlich vergrößert hatte. Der besagte Betreiber konnte sich damals den chinesischen Behörden entziehen, war jedoch bereits polizeibekannt, da er schon im Jahr 2016 bei solchen Aktivitäten erfasst werden konnte.

Aufgrund der Ermittlungsergebnisse und der sich daraus ergebenden Beweislast wurde das Foshan Public Security Bureau (PSB) informiert. Dies beschloss im September gemeinsam mit dem Team des Unternehmens, eine unangekündigte Razzia durchzuführen. Hierbei konnten erfolgreich die Verantwortlichen der Fälscherwerkstatt festgenommen werden.

Gebrauchte Ventilatoren wurden als Neuware ausgegeben

Zu den Aktivitäten der Fälscherwerkstatt in Foshan gehörte der Kauf von gebrauchten Original-Ventilatoren aus Übersee, die aufgearbeitet und anschließend neu etikettiert wurden. Die überholten Ventilatoren wurden als neue Originalprodukte weiterverkauft. Bei der Razzia wurden insgesamt vier Personen festgenommen, darunter der Betreiber der Fälscherwerkstatt und seine Frau. Mit dieser Festnahme gelang es dem Unternehmen, einen professionellen Fälscherring auszuschalten. Außerdem wurden bei der Razzia über 300 Ventilatoren sowie rund 500 Etiketten sichergestellt. Auch Produkte und Etiketten von branchenähnlichen Herstellern konnten die Ermittler sicherstellen. Der Fall wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft in China übergeben. Es ist davon auszugehen, dass eine Geld- und Gefängnisstrafe dazu führen wird, dass es dem Fälscher nahezu unmöglich sein wird, erneut eine Werkstatt zu eröffnen.

Ralf Duckeck, Vice President Intellectual Property (Verantwortlicher für Patente und Geistiges Eigentum) der ebm-papst-Gruppe, und sein international agierendes Team deckten erneut eine chinesische Fälscherwerkstatt auf.(Bild:  ebm-papst)
Ralf Duckeck, Vice President Intellectual Property (Verantwortlicher für Patente und Geistiges Eigentum) der ebm-papst-Gruppe, und sein international agierendes Team deckten erneut eine chinesische Fälscherwerkstatt auf.
(Bild: ebm-papst)

«Die Bekämpfung von Produktfälschungen hat für den Schutz unserer Markenreputation höchste Priorität. Unsere Kunden verlassen sich auf die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte, und es ist unser Anspruch, dieses Vertrauen zu wahren», betont Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm-papst Gruppe. «Die erfolgreichen Ermittlungen unterstreichen unser Engagement, unsere Kunden vor minderwertigen Nachahmungen zu schützen. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass sie stets die Qualität und Leistung erhalten, die sie erwarten – keine Kompromisse, keine Fälschungen.»

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