IDTA, Catena-X und Battery Pass Project  Digitaler Batteriepass: Offener Standard für sichere Investitionen

Von IDTA 2 min Lesedauer

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In einer gemeinsamen Initiative haben Industrial Digital Twin Association (IDTA), Catena-X Automotive Network e.V. und Mitglieder des Battery Pass Project einen technologischen Ansatz sowie eine gemeinsame semantische Basis für den Digitalen Batteriepass (Digital Battery Passport) erarbeitet.

Digitaler Batteriepass: Die Darstellung zeigt einen „Digital Battery Passport“, der verschiedene Module sowie deren Versionen auflistet, einschließlich der Asset- und Submoduldaten.(Bild:  IDTA)
Digitaler Batteriepass: Die Darstellung zeigt einen „Digital Battery Passport“, der verschiedene Module sowie deren Versionen auflistet, einschließlich der Asset- und Submoduldaten.
(Bild: IDTA)

Die Lösung adressiert sämtliche in der EU-Batterieverordnung definierten Datenanforderungen und überführt sie in ein skalierbares, standardbasiertes Datenmodell. Kern der Spezifikation ist die Implementierung des Digitalen Batteriepasses basierend auf der Asset Administration Shell (AAS, „Verwaltungsschale“) und der zugehörigen Semantic Aspect Meta Models (SAMM) mit dem Ziel, die regulatorischen Anforderungen der Europäischen Union hinsichtlich Nachhaltigkeit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Batterien umzusetzen. Dazu entwickelte die Arbeitsgruppe sieben Teilmodelle für die AAS, SAMM für die semantische Beschreibung und eine Guideline, die eine Systematik der spezifizierten Teilmodelle und die entsprechenden Designentscheidungen gibt. Dieser Ansatz bietet Wirtschaftsakteuren eine offene, standardisierte und sofort einsetzbare Grundlage zur Umsetzung der regulatorischen Vorgaben und schafft damit Investitions- und Implementierungssicherheit.

Mit der Asset Administration Shell als technologisches Fundament für die Ausleitung der Daten für den Digitalen Batteriepass stellen wir eine effiziente Implementierung in bestehende Systeme und Datenräume sicher.

QR-Code-Pflicht und "Digital Battery Passport" ab 2027

Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 tritt am 18. Februar 2027 in Kraft und verpflichtet dazu, jede betroffene Batterie mit einem QR-Code, der mit dem digitalen Batteriepass verknüpft ist, auszustatten, um auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden zu können. Die Regelung betrifft Industriebatterien mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh (etwa für stationäre Energiespeichersysteme), Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Batterien für Light Means of Transport (LMT), etwa für E-Bikes oder E-Scooter.
Die entwickelten AAS-Teilmodelle strukturieren die erforderlichen Informationen kontextbezogen, beispielsweise Materialzusammensetzung, Kreislaufwirtschaft oder Produktzustand. Dies erfolgte eng angelehnt an die DIN DKE Spec 99100 und unter Verwendung bereits existierender Submodelle sowie der Semantik von Catena-X, ECLASS und IEC CDD. Auf Basis der standardisierten AAS-API können die Daten für den Digitalen Batteriepass über eine klar definierte Schnittstelle bereitgestellt werden.

Standardisierte Anwendungsfälle für den digitalen Batteriepass

Dazu beabsichtigt Catena‑X, die gemeinsam entwickelten AAS‑Teilmodelle in einem zukünftigen Release des Catena‑X‑Datenökosystems (CX‑Neptune, September dieses Jahres) in einen standardisierten Anwendungsfall des Digital Battery Passports aufzunehmen.
„Mit der Asset Administration Shell als technologisches Fundament für die Ausleitung der Daten für den Digitalen Batteriepass stellen wir eine effiziente Implementierung in bestehende Systeme und Datenräume sicher. Der vorliegende Ansatz bietet eine belastbare und interoperable Lösung und verbindet regulatorische Compliance mit strategischer Datenhoheit. Er schafft die Grundlage für neue datenbasierte Geschäftsmodelle, erhöht Transparenz und Resilienz in der Lieferkette und minimiert gleichzeitig Implementierungsrisiken durch die konsequente Nutzung offener Standards,“ sagt Dr. Birgit Boss, Vorstandsmitglied bei IDTA.

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