Die (künstlich-)intelligente Stadt am Scheidewege

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Wem gehört die Smart City eigentlich? Bedroht die vernetzte Stadt gar die Demokratie? Vom 2. bis 4. März 2018 diskutieren Experten, Stadtplaner und Kulturschaffende aus vielen Ländern und Kulturen bei den 22. Karlsruher Gesprächen genau solche Fragen.

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Wem gehört die Smart City eigentlich? Bedroht die vernetzte Stadt gar die Demokratie? Vom 2. bis 4. März 2018 diskutieren Experten, Stadtplaner und Kulturschaffende aus vielen Ländern und Kulturen bei den 22. Karlsruher Gesprächen genau solche Fragen.

Das smarte Haus, der smarte Nahverkehr und die smarte Einkaufstüte: Die Stadt wird im digitalen Zeitalter intelligenter, effizienter und vernetzter. Doch was bedeutet das eigentlich für die Bürgerinnen und Bürger? Wie sind technologiegestützte Konzepte mit urbanen Strukturen vereinbar? Und welche Form der Intelligenz wird benötigt, um die verschiedensten Herausforderungen in einer Stadt der Zukunft lösen zu können? Diese und viele weitere Fragen stellen die 22. Karlsruher Gespräche, die das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT konzipiert und veranstaltet. Entsprechend dem Auftrag des ZAK, Öffentliche Wissenschaft zu fördern, werden im Gespräch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Herausforderungen und die Zukunft einer effizienten, kreativen, digitalen und vor allem lebenswerten Stadt diskutiert.

Festgefahrene Denkweise in Frage stellen

Den Auftakt gestaltet der britische Historiker, Autor und Urbanist Leo Hollis am Freitag um 19.30 Uhr im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wobei er direkt die heiklen Fragen anspricht. Professorin Caroline Y. Robertson-von Trotha, wissenschaftliche Leiterin der internationalen Veranstaltung, kommentiert: „Städte stehen vor enormen Transformationsprozessen. Nachhaltigkeit, Partizipation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz – das sind alles Begriffe, die die Stadt der Zukunft prägen werden. Wir möchten die vielfältigen Aspekte des Smart-City-Konzepts interdisziplinär und kontrovers diskutieren. Ziel der Karlsruher Gespräche ist es schließlich, festgefahrene Denkweisen infrage zu stellen und durch Anregung und Intensivierung des gesellschaftlichen Dialogs die Suche nach neuen Wegen zu fördern.“

Die Karlsruher Gespräche sind ein Format aus Vorträgen sowie Gesprächsrunden und bieten darüber hinaus ein Kulturprogramm, das aus künstlerischer Perspektive weitere Sichtweisen in den Diskurs einbringt.

Aus dem Programm der 22. Karlsruher Gespräche

„Solange IT-Konzerne und nicht die Bürgerinnen und Bürger vorgeben, was eine Stadt braucht, geht die Smart-City-Entwicklung in eine falsche Richtung.“ So steht es im Programm der Tagung und darüber wird auch der britische Historiker, Bestseller-Autor und Urbanist Leo Hollis in seiner Festrede „Wem gehört die Smart City? Die vernetzte Stadt als Bedrohung der Demokratie“ am Eröffnungsabend sprechen.

Um die Frage was – oder wer – eine Stadt intelligenter macht, geht es beim öffentlichen Symposium am Samstag ab 9.30 Uhr. Internationale Gäste wie Professor Trebor Scholz, Associate Professor für Kultur und Medien an der New School in New York, der Direktor des Berliner Instituts für empirische Integrationsforschung, Professor Wolfgang Kaschuba, die italienische Urbanistin Professorin Paola Viganò oder der ehemalige Oberbürgermeister von Eindhoven Rob van Gijzel diskutieren über Smart Cities, Sharing Economy, digitale Technologien und bürgerliche Partizipation.

Im Vordergrund der Podiumsdiskussion am Sonntag um 11 Uhr steht das Thema „(Künstlich-)intelligente Städte von morgen“. Moderiert von Markus Brock (3sat, SWR) diskutieren hierzu der Eröffnungsredner der Karlsruher Gespräche, Leo Hollis, unter anderem mit der Präsidentin der Anna Lindh Stiftung und ehemaligen französischen Arbeits- und Justizministerin Élisabeth Guigou.

Kulturelle Veranstaltungen

Die Karlsruher Gespräche werden ergänzt durch kulturelle Veranstaltungen. Dazu zählt die Filmnacht in Kooperation mit ARTE und dem Filmtheater Schauburg Karlsruhe am Samstag. Ab 19.30 Uhr bis in die Nacht werden in der Schauburg Dokumentar-, Kurz- und Spielfilme gezeigt, die das Thema der Karlsruher Gespräche reflektieren. Den Abschluss des Wochenendes bilden zwei Veranstaltungen im Badischen Staatstheater Karlsruhe: Am Sonntag um 15 Uhr liest Stephan Porombka im Studio aus seinem Buch „Es ist Liebe“. Um 19 Uhr wird, ebenfalls im Studio, das Theaterstück „Angriff auf die Freiheit“ nach der Streitschrift von Juli Zeh und Ilija Trojanow aufgeführt.

Die Vorträge, Diskussionen und Kulturveranstaltungen richten sich an alle Interessierten. Eine Anmeldung für den Eröffnungsabend und die Lesung ist erforderlich. Der Eintritt ist bis auf das Theaterstück frei. Karten hierfür sind beim Badischen Staatstheater Karlsruhe erhältlich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung.

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