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Die digitale Transformation in verdaubare Häppchen zerlegen

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Die digitale Transformation verändert die Fertigungsindustrie. Eine fehlende Digitalisierungsstrategie kann hier schnell zu Wettbewerbsnachteilen führen. Das muss nicht sein. Denn: Kleine Portionen und Standards machen die Digitalisierung zum Erfolgsrezept für Unternehmen. › von Horst Heckhorn und Martin Thiel
Symbolbild, Digitalisierung: Hände auf Tastatur, verschwommen, Davor Digitallisierungssymbole für Cloud, Prozesse, Robotik, Künstliche Intellingenz, Industrie, Energie und Big Data.Quelle: Wright Studio/Shutterstock

In den Köpfen von Entscheidungsträger häufen sich Nullen und Einsen. Viele wissen, dass sie in Sachen Digitalisierung etwas tun müssen, viele haben auch schon eine Digitalisierungsstrategie. Doch manchmal mangelt es an klaren Leitlinien und an einer Priorisierung: Wo fange ich an? Welche Meilensteine setze ich? Wer darauf weder Antworten noch einen kompetenten Partner an der Seite hat, verzettelt sich schneller, als der CEO „Budget freigegeben“ sagen kann. Dabei können Unternehmen 2019 zu ihrem Erfolgsjahr in Sachen digitaler Transformation machen, wenn sie grundlegende Vorgehensweisen beherzigen.

Grafik: Die digitale Transformation steht auf drei Säulen. Durch Piktokramme visuallisiert: Virtuelles Produkt, Digitaler Prozess, Autonome Fertigung. Dabei ist die digitale Kontinuität sicherzustellen.Quelle: Cenit
Die digitale Transformation steht auf drei Säulen. Dabei ist die digitale Kontinuität sicherzustellen.

Oft haben Verantwortliche ein Mammutprogramm vor sich: Das Product Lifecycle Management ist umzukrempeln, Echtzeitdaten von der Produktion bis hin zu Logistik- und Serviceprozessen müssen erfasst werden und alles soll plattformübergreifend ineinandergreifen. Dies ist machbar. Voraussetzung ist eine digitale Kontinuität im Produktentstehungsprozess. Weshalb diese Kontinuität elementar ist, lässt sich gut veranschaulichen: Wenn Amazon eine Lieferung in 24 Stunden zusichert und alle logistischen Prozessschritte bis auf einen digital optimiert hat, genügt das nicht. Dann liegt die Bestellung an dieser Stelle zwei Tage, bevor sie weitergeleitet wird.

Die digitale Transformation steht auf drei Säulen. Dabei ist die digitale Kontinuität sicherzustellen.

Erfolgreiche digitale Transformation steht auf den Säulen „virtuelles Produkt“, „digitaler Prozess“ und „autonome Produktion“. Diese sind nach und nach zu errichten. Das Rezept lautet: Man zerlege die digitale Transformation des Unternehmens in verdaubare Portionen. Dafür empfehlen sich drei Schritte:

  • Digitalisierungsstrategie erstellen, abgeleitet aus der Unternehmensstrategie
  • Meilensteine definieren, zum Beispiel „Produktkonstruktion wird digital unterstützt“ oder „Werkzeugkonstruktion wird digital unterstützt“
  • Teilprojekte aufsetzen, zum Beispiel ein agiles Teilprojekt, um vorkonfigurierte Out-of-the-Box-Komponenten für das Dokumentenmanagement mittels Konfiguration an die Kundenanforderungen anzupassen

Oft erlebt man, wie Transformationsvorhaben scheitern, wenn eine solche Struktur fehlt. Manche Unternehmen lassen einfach drei Jahre lang das Großprojekt „Digitalisierung“ beackern. Wer so vorgeht, verschwendet Budget und Zeit und riskiert die Überlastung des Teams. Besser ist es, auf die Teilprojekte zu setzen, die in sich schlüssig sind und sich voneinander abgrenzen lassen. Dabei ist es wichtig, dass ein Teilprojekt schnell produktiv geht und Nutzen erzeugt – und somit nicht länger als drei bis sechs Monate benötigt. Dauert es länger, wird es schwierig, die Team- und Managementmotivation aufrechtzuerhalten. Ebenfalls sinnvoll: Nicht in Abteilungen, sondern vom Prozess her denken und in den Projekten große Freiheiten ermöglichen, um Ideen zu fördern.

Horst Heckhorn, Senior Vice President SAP Solutions & Business Development Executive bei Cenit, schaut zuversichtlich.Quelle: Cenit
“Hektik ist bei der Digitalisierung genauso falsch wie Aussitzen. Es sollte allerdings schon schneller gehen als in der Vergangenheit.”,
Horst Heckhorn, Senior Vice President SAP Solutions & Business Development Executive bei Cenit.

All das entspricht einem Top-Down-­Ansatz und führt meist zum Erfolg. Je nach Unternehmen kann aber auch ein Bottom-up-Ansatz oder eine Mischform zum Ergebnis führen. Das heißt, es ergeben sich manchmal aus der praktischen Nutzung der Digitalisierung in einem begrenzten Bereich Ansätze, um Prozesse in einem größeren Rahmen zu optimieren. So geht auch das Software- und Prozessberatungshaus Cenit vor. Beispielsweise beginnt man in einem Teilbereich wie der Konstruktionsfreigabe. Dafür bietet Cenit eine Lösung für die Prozesslenkung an. Die Vorteile einer prozessgetriebenen Objektbearbeitung generieren sehr schnell Ideen zur Anwendung in anderen Teilprozessen. Hier lohnt es sich also, beide Ansätze zu verknüpfen.

Chance für den Mittelstand

Bei der digitalen Transformation schlägt die Stunde der Mittelständler – auch, weil cloud-fähige Lösungen oft optimal für deren Anforderungen passen. Darüber hinaus stehen die Chancen gut, alle Entscheidungsträger an einen Tisch zu bringen. Durchgängige Geschäftsprozesse lassen sich so neu denken und digitalisieren. Das zeigt auch ein Beispiel, bei dem Cenit einen mittelständischen, familiengeführten Maschinenbauer unterstützt hat. Nach nur wenigen effizienten Runden mit Geschäftsführung und Bereichsleitern war klar: Die Relevanz der Brüche in der digitalen Kontinuität ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen und wird weiter zunehmen, wenn sich die vom Kunden geforderte Individualisierung der Maschinen in Variantenvielfalt und Änderungshäufigkeit niederschlägt. Denn: Zentrale Wertschöpfungsprozesse lassen sich dabei immer schwerer steuern und beherrschen. Gemeinsam hat man aus diesen Schwachstellen Handlungsfelder abgeleitet und eine Lösungsarchitektur entwickelt. Damit war der Kunde „ready to grow!“ – bereit für eine ausbaufähige Digitalisierungsstrategie. Voraussetzung für diesen Paradeweg: Die Geschäftsleitung muss in Projektgremien mitarbeiten. Denn Digitalisierung ist Chefsache, und Prozessoptimierung bringt signifikante Veränderung und damit Unsicherheiten mit sich. Change-Management muss deshalb Teil jeder Projektplanung sein.

Martin Thiel, Senior Vice President 3DS-PLM bei Cenit, schaut freundlich.Quelle: Cenit
“Vertrauen Sie auf einen Partner mit Erfahrung und folgen Sie dem Motto: Think big, start small, start now.”,
Martin Thiel, Senior Vice President 3DS-PLM bei Cenit.

» Hektik ist bei der Digitalisierung genauso falsch wie Aussitzen. Es sollte allerdings schon schneller gehen als in der Vergangenheit. », Horst Heckhorn, Senior Vice President SAP Solutions & Business Development Executive bei Cenit.

Wieviel Standard darf es sein?

Wenn Cenit seinen Kunden bei der digitalen Transformation hilft, stellt sich fast immer die Frage nach dem Standardisierungsgrad der IT. Empfehlenswert ist es, 80 Prozent der Kernprozesse mit Standards zu unterstützen und zu maximal 20 Prozent auf individuell angepasste Software zu setzen – und dabei die Nachteile in Kauf zu nehmen, die diese 20 Prozent mit sich bringen. Bei dieser Abwägung geht es um Umsetzungsgeschwindigkeit, Robustheit und Update-Fähigkeit. Cloud-Anwendungen werden den Trend zum Standard massiv verstärken. Die großen Plattformanbieter schützen ihren „Digital Core“ und stellen ihre Software in immer kürzeren Zyklen bereit. In einem 24-Stunden-Deployment-Zyklus des Anbieters sind klassische, monatelange Update-Vorbereitungen wie bei individuellen Lösungen schlicht unmöglich. Medienbrüche sind noch am ehesten tolerierbar, wenn die Zahl der Varianten eines Produktes nicht zu hoch ist – die Tendenz geht aber hin zu komplexeren Produkten. Plattformökonomie zahlt sich an dieser Stelle aus, weil man skalieren kann. Cenit hat dafür einen ganzheitlichen Ansatz entwickelt – von der Projektmethodik bis hin zur System-Paketierung und -konfiguration. Dieser basiert auf den Erfahrungen von über 200 Projekten. Wer zügig Ergebnisse will, fährt mit einer vorkonfigurierten Lösung auf Basis der Plattformen von SAP oder Dassault Systémes (3DExperience-Plattform) sehr gut. Diese enthalten alle typischen PDM-Funktionalitäten, unterstützen die Kernprozesse im Engineering und bereiten das „Hand-over to Production“ durch ein sauber gesteuertes Release- und Change-Management vor.

Fazit

Digitalisierung wird 2019 noch mehr zum Wettbewerbsfaktor – in der Auseinandersetzung mit gleichartigen sowie mit neuen Marktbegleitern, die aus der digitalen Welt kommen. Gegen traditionelle Marktbegleiter kann man sich noch mit Effizienz, Kostensenkung und Durchlaufzeitverkürzung in Position bringen. Bei den neuen Wettbewerbern sieht es anders aus: Was hätte es Nokia gegen Apple geholfen, seine Mobiltelefone nur halb so teuer herzustellen? Digitalisierung leistet einen Beitrag für mehr Kreativität, Weitsicht, eine flexiblere Organisation und weiterentwickelte Geschäftsmodelle. Der ROI in die digitale Transformation lässt sich nicht nur klassisch über Effizienzsteigerung oder Prozesskostensenkung rechnen, sondern auch über gesteigerte oder neue Umsätze, die im bisherigen Geschäftsmodell nicht möglich waren. Jetzt gilt es nur noch loszulegen. Empfehlenswert ist eine Mischung aus zwei Vorgehensweisen: dem amerikanischen Mut anzufangen und Abweichungen als Teil der Lernkurve zu akzeptieren und der deutschen Sorgfalt beim Durchdenken der Ziele und Abhängigkeiten. RT ‹


Autoren:

Horst Heckhorn ist Senior Vice President SAP Solutions & Business Development Executive bei Cenit.

Martin Thiel ist Senior Vice President 3DS-PLM bei Cenit.

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