Der Griff nach den Sternen: Zentralisiertes Engineering für Satelliten-Verkabelung

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Das europäische Raumfahrtunternehmen OHB System hat sich zur Planung seiner Satelliten-Kabelbäume für den Anbieter Aucotec entschieden. Die Software „Engineering Base“ (EB) dient der zentralen Definition und Kalkulation aller elektrischen Systemverbindungen bei dem Satelliten-Hersteller.
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Das europäische Raumfahrtunternehmen OHB System hat sich zur Planung seiner Satelliten-Kabelbäume für den Anbieter Aucotec entschieden. Die Software „Engineering Base“ (EB) dient der zentralen Definition und Kalkulation aller elektrischen Systemverbindungen bei dem Satelliten-Hersteller.

Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied der OHB System AG, erklärt: „Wir brauchen absolut verlässliche, konsistente Daten, und zwar jederzeit für jeden Bearbeiter. Das neue System, das wir exklusiv im gesamten Harness-Bereich einsetzen, schafft dafür mit seiner zentralen Datenbank beste Voraussetzungen.“

Alle Daten im Zugriff

Alle Kabelbaum-Informationen eines Satellitenprojekts, ob flugtauglich oder Testkabel, sind im Datenmodell der EB hinterlegt. Im Multiuser-Betrieb kann an verschiedenen Stellen im Prozess am gleichen Projekt gearbeitet werden; jeder Nutzer sieht unmittelbar die Ergebnisse der Kollegen, egal, wo sie arbeiten. Das spart Absprachen, Mehrfacheingaben und Fehler.

Auch Aucotec-Vorstand Markus Bochynek ist mit der OHB-Entscheidung sehr zufrieden: „Wir sind grundsätzlich ein bodenständiges Unternehmen, aber durch die Zusammenarbeit mit OHB greifen wir doch immerhin ein bisschen nach den Sternen.“ Dass sich ein innovatives Unternehmen wie OHB für Engineering Base entschieden habe, bestätigt den Kurs der Produkt-Entwicklung bei Aucotec und zeige die Vielseitigkeit des EB-Systems.

Einsatz ausweiten

Massendaten – bei 15.000 bis 20.000 Pin-to-Pin-Verbindungen an mehreren 100-poligen Steckverbindungen je Satellit eine alltägliche Herausforderung – lassen sich komfortabel über rein alphanumerisch bearbeitbare, XLS-ähnliche Listen bewältigen. Die Ergebnisse erscheinen automatisch sofort auch auf den entsprechenden Grafiken. Automatisierte Prüfläufe sowie der einfache Austausch mit Unterbeauftragten oder nachgelagerten Applikationen, z. B. 3D oder PLM, zeichnen EB laut OHB ebenso aus wie die Windows-ähnliche Herangehensweise, die das System leicht erlernbar macht.

Erste Projekte wurden bereits an den beiden OHB-Standorten Bremen und München realisiert. Dabei habe Aucotec die Anpassung von EB an spezifische OHB-Anforderungen sehr kompetent unterstützt. In den kommenden Jahren solle die Plattform noch breiter eingesetzt werden, so Andreas Lindenthal. Dazu ist die Angleichung der Engineering-Prozesse von OHB und dem vor einiger Zeit eingegliederten Unternehmen Kayser Threde bereits geplant.

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