Dechema zeichnet wissenschaftlichen Nachwuchs aus

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Im Rahmen der Processnet-Jahrestagung und der 32. Jahrestagung der Biotechnologen werden am 12. September in Aachen die Studentenpreise 2016 und die Hochschullehrer-Nachwuchspreise der Dechema vergeben. Die Hochschullehrer-Nachwuchspreise der gehen in diesem Jahr an Dr.-Ing. Christoph Held von der TU Dortmund, Dr.-Ing. Sven Kerzenmacher von der Universität Freiburg und Dr. Sebastian Kunz von der Universität Bremen.

Im Rahmen der Processnet-Jahrestagung und der 32. Jahrestagung der Biotechnologen werden am 12. September in Aachen die Studentenpreise 2016 und die Hochschullehrer-Nachwuchspreise der Dechema vergeben. Die Hochschullehrer-Nachwuchspreise gehen in diesem Jahr an Dr.-Ing. Christoph Held von der TU Dortmund, Dr.-Ing. Sven Kerzenmacher von der Universität Freiburg und Dr. Sebastian Kunz von der Universität Bremen.

Die Preise sind mit je 1000 € dotiert. Die Kandidaten präsentierten ihre Fachgebiete im Vorfeld im Rahmen eines Vortragstreffens, das den persönlichen Kontakt zwischen Nachwuchswissenschaftlern und den für Berufungsverfahren zuständigen Hochschullehrern intensivieren soll. Dr.-Ing. Christoph Held trug über die Thermodynamik enzymkatalysierter Reaktionen vor. Er ist als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Thermodynamik der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen an der TU Dortmund tätig und Mitglied des Fakultätsrates. Dr.-Ing. Sven Kerzenmacher stellte in seinem Vortrag neue Materialien und Konzepte für Biobrennstoffzellen vor. Er leitet die Arbeitsgruppe Bioelektrochemische Systeme am Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung des Instituts für Mikrosystemtechnik – IMTEK an der Universität Freiburg. Dr. Sebastian Kunz referierte über die Funktionalisierung von Platin Nanopartikeln mit L-Prolin – Eine Strategie zur simultanen Steigerung von Aktivität und Selektivität. Er ist als unabhängiger Nachwuchswissenschaftler (Liebig Stipendiat des Fonds der Chemischen Industrie) am Institut für Angewandte und Physikalische Chemie der Universität Bremen tätig.

Herausragende Studienleistungen

Auch absolventen der Technischen Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie erhalten Preise von der Dechema. Die Studentenpreise 2016 gehen an sechs Absolventen aus den Bereichen Technische Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie werden für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten und die kurze Studiendauer ausgezeichnet. Die Preisträger kommen von den Technischen Universitäten Darmstadt, Dortmund und München sowie der Universität Heidelberg.

Im Fachgebiet Technische Chemie wurden M. Sc. Kristina Pflug, TU Darmstadt, und M. Sc. Dennis Vogelsang, TU Dortmund, ausgezeichnet. Ressourcen- und Kostenminimierung standen im Blickpunkt der beiden Arbeiten: Kristina Pflug untersuchte in ihrer Masterarbeit Stoffdaten von Simulationsmodellen für die Hochdruckpolymerisation zur Herstellung von Kunststoffen. Dabei sind Drücke von bis zu 3000 bar und Temperaturen von 300 °C notwendig. Um kostenintensive Experimente zu reduzieren und trotzdem optimale Prozessbedingungen zu erreichen nutzt man zunehmend Computermodelle. Dazu untersuchte Kristina Pflug die Kinetik und Thermodynamik von Polymerisationen und beobachte deren Auswirkung auf die Prozessmodelle.

Dennis Vogelsang beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Tandem-katalysierten Umwandlung von 2,7-Octadienol in einen α, ω-Diester, der wiederum als Ausgangsprodukt für eine Vielzahl von Reaktionen dient. Durch eine Tandemkatalyse können zwei oder mehrere Reaktionen katalysiert werden, ohne dass ein Zwischenprodukt isoliert werden muss. Mit Hilfe der statistischen Versuchsplanung (Design of Experiment – DoE) optimierte Dennis Vogelsang die Parameter und Ausbeuten, so dass unterschiedliche Allylalkohole umgewandelt werden können.

Im Fachgebiet Biotechnologie gingen die Studentenpreise an M. Sc. Martin Hartinger, TU München und M. Sc. Sebastian Hauke, Universität Heidelberg. Martin Hartinger beschäftigte sich mit der Trennung von Caseinen und Molkeproteinen mit Hilfe von Spiralwickel-Mikrofiltrationsmembranen (SWM). Die SWM haben gegenüber den üblicherweise eingesetzten keramischen Membranen den Vorteil, dass sie auch bei niedrigen Prozesstemperaturen eingesetzt werden können. Auf Grundlage der Arbeit von Martin Hartinger können künftig Proteine in der Lebensmittel- und Biotechnologie durch Kombination von Keramik- und Kunststoffmembranen besser aufgetrennt werden.

Sebastian Hauke untersuchte in seiner Masterarbeit dynamische Prozesse von Proteinen in lebenden Zellen. Sie geben wertvolle Einblicke in den Metabolismus und in Signalwege. Mit konventionellen Lichtmikroskopen kann jedoch das Verhalten mehrerer Zielproteine nicht simultan erfasst und quantifiziert werden, die Auflösung setzt ebenfalls Grenzen. Mit seiner Arbeit eröffnete Sebastian Hauke neue Möglichkeiten für die minimal-invasive Untersuchung der Dynamik mehrerer Proteine in lebenden Zellen. Er implementierte dazu Zwei-Farb-Photoaktivierungsexperimente in verschiedenen Kompartimenten von lebenden Zellen für hochauflösende Mikroskopie-Experimente.

Im Fachgebiet Verfahrenstechnik wurden die Arbeiten von M. Sc. Thomas Burger und M. Sc. Philipp Donaubauer, beide von der TU München, ausgezeichnet. Thomas Burger beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit der Umwandlung von Kohlendioxid zu Methan. Damit wird im Power-to-gas Konzept das Treibhausgas Kohlendioxid umweltverträglich in ein Ausgangsprodukt für die chemische Industrie umgewandelt bzw. wieder zur Erzeugung von Energie genutzt. Die Wirtschaftlichkeit dieses Prozesses hängt unter anderem von der Aktivität des eingesetzten Katalysators ab. Thomas Burger untersuchte in seiner Arbeit den Einfluss verschiedener Parameter auf die Aktivität kogefällter Ni/Al(O)x Katalysatoren. Seine Ergebnisse zeigen, dass die Reaktion über den synthetisierten Ni/Al(O)x Katalysator schneller abläuft und durch Literaturmodelle bisher nur ungenügend beschrieben wird.

Philipp Donaubauer befasste sich in seiner Arbeit mit der Modellierung der heterogen-katalysierten Umwandlung der beiden Spin-Isomere von Wasserstoff in Gegenstromplattenwärmetauschern. Die exotherme Umwandlung von Ortho- zu Para-Wasserstoff ist entscheidend für die Verflüssigung von Wasserstoff. Mit dem von Philipp Donaubauer entwickelten Reaktormodell können die katalytische Umwandlung des Wasserstoffs und die Dimensionierung der Plattenwärmetauscher simultan betrachtet werden. Die Ergebnisse sind zur Optimierung der Kosten und Effizienz von Wasserstoffverflüssigungsanlagen nützlich.

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