Industrielle KI und mehr Das zeigt Siemens auf der CES 2025

Quelle: Siemens 5 min Lesedauer

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Mit dem neuen "Industrial Copilot for Operations" bringt Siemens industrielle KI direkt in die Werkshalle. Diese und weitere Technologie zeigt der Anbieter derzeit auf der CES 2025 in Las Vegas. 

Peter Körte, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Chief Technology Officer und Chief Strategy Officer, auf der CES 2025 in Las Vegas.(Bild: Siemens)
Peter Körte, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Chief Technology Officer und Chief Strategy Officer, auf der CES 2025 in Las Vegas.
(Bild: Siemens)

Mit dem Industrial Copilot können KI-Anwendungen so nah wie möglich an den Maschinen ausgeführt werden. Dies ermöglicht Entscheidungsfindungen für Betreiber von Fertigungsstätten und Wartungsingenieure in Echtzeit, steigert die Produktivität und Betriebseffizienz und minimiert Ausfallzeiten. 

Das Siemens Industrial Copilot-Ökosystem entwickelt sich kontinuierlich weiter, um fortschrittliche KI-Fähigkeiten entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette bereitzustellen und auch in Bereichen wie etwa der diskreten Fertigung und Prozessfertigung, Infrastruktur und Mobilität anzubieten.  Der Siemens Industrial Copilot wird in das Industrial-Edge-Ökosystem integriert, das mit KI erweitert wurde, um KI-Modelle in der Produktionsumgebung bereitzustellen, zu betreiben und zu verwalten.

„Industrielle KI ist ein Wendepunkt mit massiven, positiven Auswirkungen auf die reale Welt – und das in allen Branchen. Sie versetzt uns in die Lage, die gewaltigen Datenmengen, die in industriellen Umgebungen entstehen, effizient zu nutzen und in wertvolle Erkenntnisse zu verwandeln, die einen unmittelbaren geschäftlichen Mehrwert schaffen. Wir erweitern das Siemens Xcelerator-Portfolio mit neuen Funktionen industrieller KI, damit unsere Kunden in einer zunehmend komplexen Welt wettbewerbsfähig, resilient und nachhaltig bleiben können“, sagte Peter Körte, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Chief Technology Officer und Chief Strategy Officer.

JetZero setzt auf die Siemens Xcelerator-Plattform

JetZero und Siemens wollen das weltweit erste vollständig digitale Flugzeug konstruieren.(Bild: Siemens)
JetZero und Siemens wollen das weltweit erste vollständig digitale Flugzeug konstruieren.
(Bild: Siemens)

Im Rahmen der Siemens-Pressekonferenz auf der CES 2025 präsentierten Siemens und das innovative Luftfahrt-Startup JetZero ihre Pläne zur Entwicklung und Produktion eines wegweisenden Blended-Wing-Flugzeugs. Dieses zukunftsweisende Konzept soll die Treibstoffeffizienz um 50 Prozent steigern und die Lärmemissionen deutlich senken. Zur Realisierung dieses Projekts wird JetZero die offene, digitale Business-Plattform Siemens Xcelerator einsetzen, um das neue Flugzeug zu entwerfen, zu fertigen und zu betreiben.

JetZero plant den Bau eines neuen Werks in den USA: Die „Factory of the Future“. Dort sollen Automatisierungshardware, -software und -services von Siemens eng integriert werden. Damit will JetZero seine ehrgeizige Vision verwirklichen, das Flugzeug selbst und auch dessen Produktion zu elektrifizieren, zu automatisieren und zu digitalisieren. Das JetZero-Flugzeug und die damit verbundenen Fertigungsabläufe werden mit Hilfe umfassender digitaler Zwillinge virtuell simuliert. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, die Risiken des Fertigungsprozesses zu verringern, das Konzept zu validieren und die Prozesse zu skalieren – lange bevor der erste Spatenstich für die Fabrik erfolgt oder die Jets abheben.

„Siemens gibt uns die Zuversicht, dass wir bei der Revolutionierung der Luftfahrt nicht nur einen Schritt vorankommen, sondern einen großen Sprung machen“, sagte Tom O‘Leary, CEO von JetZero. „Der digitale Zwilling und Industrial-Metaverse-Technologien von Siemens werden uns entscheidend dabei helfen, das erste vollständig digitale Flugzeug der Welt zu konstruieren, zu bauen und zu betreiben. Es wird Passagieren und Fluggesellschaften ein besseres Erlebnis bieten und gleichzeitig den Treibstoffverbrauch um 50 Prozent reduzieren“, ergänzte O’Leary.

Zusammenarbeit mit NVIDIA bringt fotorealistische Darstellungen in PLM

Gemeinsam mit NVIDIA kündigte Siemens neue Erweiterungen seiner offenen digitalen Business-Plattform Siemens Xcelerator an. Dazu gehört der Teamcenter Digital Reality Viewer unterstützt durch NVIDIA Omniverse, der weitreichende physikalisch-basierte Visualisierungen direkt im Produktlebenszyklus-Management-System (PLM) ermöglicht. So können Teams in einer sicheren digitalen Zwillingsumgebung unter Verwendung ihrer 3D-Live-Daten zusammenarbeiten und Fehler sowie Datendiskrepanzen reduzieren und dabei Arbeitsabläufe und Entscheidungsfindung optimieren.

„Unsere enge Zusammenarbeit mit NVIDIA unterstützt unsere Kunden auf ihrem Weg der digitalen Transformation und eröffnet ihnen völlig neue Möglichkeiten, Produkte und Fabriken zu virtualisieren und zu visualisieren. Durch die Kombination der erstklassigen Kompetenzen beider Unternehmen statten wir unsere Kunden mit den notwendigen Werkzeugen aus, um fundierte Entscheidungen zu treffen, ihre Abläufe zu optimieren und ihre digitale Transformation zu beschleunigen“, erläuterte Peter Körte.

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Neues immersive Engineering-Toolset in Zusammenarbeit mit Sony

In Zusammenarbeit mit der Sony Corporation stellt Siemens eine neue Lösung für immersive Engineering vor. Sie kombiniert die NX-Software von Siemens für die Produktentwicklung mit einer neuartigen Head-Mounted-Display von Sony, um die Erstellung von Inhalten für das industrielle Metaversum zu ermöglichen. Das neue Immersive Engineering-Toolset von Siemens kann ab sofort vorbestellt werden und wird ab Februar ausgeliefert. Es bringt die Vorteile von Mixed Reality in die Produktentwicklung und Fertigung und ermöglicht eine realitätsnahe Mixed Reality und 3D-orientierte Zusammenarbeit. „Im Zeitalter der digitalen Zwillinge haben Siemens und Sony ihre Kräfte gebündelt, um den NX Immersive Designer auf den Markt zu bringen. Ausgestattet mit 4K-OLED-Mikrodisplays, intuitiven Bedienelementen, einem ergonomischen Design und nahtlos in die fortschrittliche Software von Siemens integriert, sind wir überzeugt, dass diese innovative, immersive Engineering-Lösung die Zukunft des Engineerings neu definieren wird“, sagte Seiya Amatatsu, Incubation Center, XR Technology Development Division, Sony Corporation.

Neue Designcenter-Software-Suite für die Produktentwicklung

Gemeinsam mit Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software, stellte Peter Körte die neue Designcenter-Software-Suite von Siemens vor. Sie fasst das Konstruktions- und Engineering-Softwareportfolio inklusive Solid Edge und NX-Software in einem einheitlichen Angebot zusammen, und ermöglicht es Unternehmen jeder Größe, den branchenführenden Parasolid-Modellierkern für kollaborative Konstruktion zu nutzen. „Viele Unternehmen bieten ihre Konstruktionssoftware entweder nur kleinen oder sehr großen Firmen an. Designcenter hingegen ist einzigartig, da es wirklich offen und für alle zugänglich ist. Unternehmen jeder Größe können mit demselben Lösungspaket ihr Geschäft skalieren, wobei ihr Datenformat stets unverändert bleibt – und das ohne jegliche Unterbrechung“, so Hemmelgarn.

Siemens macht industrielle Technologie für Startups zugänglich

Ein thematisch auf Startups ausgerichteter eigener Messestand auf der CES unterstreicht das Engagement von Siemens, Startups und Unternehmen jeder Größe, bei Nutzung seiner industriellen Metaverse-Technologien zu unterstützen. Das neue Programm „Siemens for Startups“ eröffnet Innovatoren jeder Größe Zugang zu den notwendigen Wissens- und Ökosystemen sowie zu Technologien, um ihre Ideen in bedeutende Innovationen umzusetzen. Siemens bietet Startups Venture-Partnering- und Clienting-Services sowie Zugang zu Soft- und Hardware der offenen digitalen Business-Plattform Siemens Xcelerator zu stark reduzierten Kosten. Gemeinsam mit unserem Partner AWS bieten wir außerdem Startups AWS-Guthaben, Ressourcen für die Geschäftsentwicklung und Zugang zum AWS-Activate-Programm für technische Unterstützung und Markteinführung an.

Technologie, die den Alltag verbessert

Am Siemens-Stand in der North Hall des Las Vegas Convention Center demonstriert das Unternehmen, wie seine Technologie den Alltag für alle verbessert. Anhand von Lösungen, die von Siemens und Siemens-Kunden entwickelt wurden, veranschaulicht Siemens die positiven Auswirkungen auf lokale und globale Gemeinschaften. Zu diesen Beispielen gehören neben JetZero auch andere:

  • Spinnova: Das finnische Technologieunternehmen ermöglicht Kreislaufwirtschaft in der Textilherstellung mit nachhaltiger und chemiefreier Garnproduktion durch Nutzung digitaler Zwillinge und Fabrikautomatisierung von Siemens.

  • Wayout International: Das schwedische Unternehmen für Wassertechnologien arbeitet an einer innovativen Lösung zur Trinkwasserproduktion, die darauf abzielt, die persönliche Gesundheit und das Wohlbefinden im Alltag zu fördern. Hierbei kommen Siemens‘ Edge Computing, digitale Zwillingstechnologien sowie der Insights Hub, die industrielle IoT-as-a-Service-Lösung von Siemens, zum Einsatz.

  • Desert Control: Das norwegische Startup strebt mit Industrial Operations X von Siemens eine Revolution der nachhaltigen Landwirtschaft und der Begrünung urbaner Räume an, insbesondere in Regionen, die von Wüstenbildung betroffen sind. Ziel ist es, landwirtschaftlichen Wohlstand zu fördern und gesunde Grünflächen zu schaffen.

  • Arc: Das amerikanische Unternehmen stellt elektrisch betriebene Schiffe her. Mithilfe von NX, Teamcenter und Simcenter STAR-CCM+ von Siemens will das Unternehmen das Bootfahren moderner, angenehmer und nachhaltiger gestalten.