Cybersicherheit bald Pflicht: DIN und DKE gründen Gemeinschaftsgremium

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Cybersicherheit bald Pflicht: DIN und DKE gründen Gemeinschaftsgremium

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
DIN und DKE haben Mitte Mai das Gemeinschaftsgremium „Cybersecurity“ gegründet, um ihre Kompetenzen im Bereich Normung von Cybersicherheit in Deutschland zu bündeln. Wirtschaft, Wissenschaft, öffentliche Hand und Verbraucherschützer sollen so einen besseren Zugang zur Mitgestaltung erhalten, wenn Cybersecurity-Anforderungen für Produkte in Europa (CE-Kennzeichnung) verpflichtend werden.
Cybersicherheit

Quelle: Sergey Nivens/Shuttersock.com

Wegen des zunehmend querschnittlichen Charakters von Cybersicherheit und den erwartet stärkeren Normungsaktivitäten auf europäischer Ebene bündeln DIN und DKE ihre Aktivitäten und entwickeln ihre Normungsstrukturen in diesem Bereich weiter. Die nationalen Aktivitäten zur Bearbeitung europäischer Normungsvorhaben von CEN CENELEC Joint Technical Committe 13 und ETSI Technical Committee Cyber werden daher ab sofort normenausschussübergreifend über das neue DIN DKE Gemeinschaftsgremium „Cybersecurity“ gesteuert. Das neue Gemeinschaftsgremium wird als nationales Spiegelgremium für die Konsolidierung der deutschen Meinung sowie die Entsendung der deutschen Delegation in die europäischen Gremien zuständig sein.

Cybersicherheit als Marktzugangsvoraussetzung

„Cybersicherheit wird zur Marktzugangsvoraussetzung – entsprechende Normen helfen Herstellern, ihre Produkte in Verkehr bringen zu können“, sagte Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN auf der konstituierenden Sitzung des DIN DKE Gemeinschaftsgremiums „Cybersecurity“. Die europäische Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Sommer eine der CE-Kennzeichnung zu Grunde liegende Produktrichtlinie, die Europäische Funkanlagenrichtlinie, überarbeiten. Somit werden Anforderungen an Cybersicherheit für einen Großteil der Produkte verpflichtend. An die europäischen Normungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI werden auf dieser Grundlage Normungsaufträge zur Erarbeitung harmonisierter Europäischer Normen erteilt. Die Interessen der deutschen Wirtschaft, Wissenschaft, der öffentlichen Hand und von Verbrauchern werden über DIN und DKE eingebracht und zukünftig im neuen Gemeinschaftsgremium „Cybersecurity“ gebündelt.

Normung und Standardisierung sind maßgebliche Bausteine

„Cybersicherheit ist ein kritischer Faktor für die Erfolgschancen von digitalen Zukunftstechnologien – Europas Wirtschaft und Gesellschaft fordert daher einen konsistenten Rahmen, der Planungssicherheit gibt und gleichzeitig die Cybersicherheit in der EU erhöht“, erklärte Wolfgang Niedziella, Mitglied der DKE Geschäftsleitung. In der Gestaltung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen durch mehrere Rechtsakte versteht die Europäische Union Normung und Standardisierung als maßgebliche Bausteine. 

Zentrale Bedeutung für einen Großteil der Hersteller von Produkten mit IT-Komponenten wird die anstehende Aufnahme von Cybersicherheit in die Europäische Funkanlagenrichtlinie (Radio Equipment Directive, RED) haben. Um Produkte, die unter diese Richtlinie fallen, auf dem europäischen Binnenmarkt in Verkehr zu bringen, müssen Hersteller in Zukunft auch ihre Konformität hinsichtlich Cybersicherheitsanforderungen erklären (CE-Kennzeichnung). Dazu kann auf harmonisierte Europäische Normen zurückgegriffen werden. Werden diese eingehalten, wird davon ausgegangen, dass auch die Anforderungen des Rechtsakts erfüllt sind (sog. Vermutungswirkung). Harmonisierte Europäische Normen werden auf Grundlage von Normungsaufträgen der Europäischen Kommission in Gremien der Europäischen Normungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI entwickelt.

Starke Position in europäischer und internationaler Normung

DIN und DKE bringen sich bereits seit vielen Jahren aktiv in die europäische und internationale Normung im Bereich Cybersicherheit ein. So ist zum Beispiel die ISO/IEC 27000-Reihe zur Informationssicherheit sowie die internationale Normenreihe IEC 62443 „Industrielle Kommunikationsnetze – IT-Sicherheit für Netze und Systeme“ unter Führung und mit maßgeblicher Beteiligung von DIN und DKE entstanden.

Lesen Sie auch: Digitalisierung in der Industrie: Diese Strategien sichern die Wettbewerbsfähigkeit

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Kräne sind große Maschinen zum Heben und Versetzen schwerer Lasten. Aus Sicherheitsgründen und wegen der Gefahr von Schäden an der Last und der Umgebung müssen die Kranführer gut ausgebildet sein und den Kran präzise steuern. Häufig sind dafür mehrere Bewegungen gleichzeitig erforderlich. Hiab, ein Anbieter von Hebezeugen, entwickelt neue Lösungen, um dem Kranführer Aufgaben abzunehmen, ohne den sicheren und präzisen Betrieb des Krans zu beeinträchtigen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: KI-EINSATZ: Von der Theorie zur Praxis

Künstliche Intelligenz VON SIEMENS IM INDUSTRIELLEN UMFELD

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.