Multiphysik-Simulationssoftware Comsol Multiphysics Version 6.3 ist da

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Die neueste Version der Multiphysik-Simulationssoftware führt das Electric Discharge Module, GPU-beschleunigte Simulationen und Updates zur Steigerung der Modellierungsproduktivität ein.

Druckakustik in einer Büroumgebung, modelliert in Comsol Multiphysics Version 6.3 mit GPU-Unterstützung für 25-fach schnellere Ergebnisse.(Bild: Comsol)
Druckakustik in einer Büroumgebung, modelliert in Comsol Multiphysics Version 6.3 mit GPU-Unterstützung für 25-fach schnellere Ergebnisse.
(Bild: Comsol)

Comsol, Anbieter von Modellierungs- und Simulationssoftware, gibt die Veröffentlichung von Comsol Multiphysics Version 6.3 bekannt. Die Multiphysik-Simulationssoftware bietet neue Features und aktualisierte Funktionen für die effiziente physikalische Modellierung und die Entwicklung von Simulations-Apps. Die neue Version enthält unter anderem Werkzeuge zur automatisierten Geometrievorbereitung, GPU-Unterstützung für beschleunigte Akustiksimulationen und Training von Ersatzmodellen, ein neues Electric Discharge Module und eine interaktive Java-Umgebung.

Die neuen Werkzeuge zur automatisierten Geometrievorbereitung optimieren die Modellentwicklung, indem unnötige Details und Fehler aus CAD-Modellen entfernt werden, was zu qualitativ hochwertigeren Netzen für eine höhere Simulationszuverlässigkeit führt. Anwender können dadurch größere industrielle CAD-Modelle importieren, die ursprünglich nicht für die Simulation vorgesehen waren, und mit den Geometrievorbereitungswerkzeugen die notwendigen Anpassungen für robuste Simulationen vornehmen. Die interaktive Java-Umgebung ermöglicht schnelle Modelländerungen mit Hilfe der Comsol API. Zusätzlich steht ein Chatbot-Tool zur Verfügung, das bei der Java-Programmierung unterstützt und allgemeine Fragen beantwortet.

Bis zu 25-mal schnellere transiente akustische Simulationen 

Das Acoustics Module bietet nun Grafikprozessorunterstützung (GPU) für bis zu 25-fach schnellere Simulationen der Druckakustik im Zeitbereich. Außerdem beinhaltet sie neue Funktionen für die Poroakustik, einschließlich der Unterstützung für die Modellierung anisotroper Materialien und frequenzabhängiger Materialeigenschaften im Zeitbereich. 

„Die neue GPU-Unterstützung für transiente akustische Simulationen ist von unschätzbarem Wert für Ingenieure, die an Soundsystemen für Fahrzeuge arbeiten oder die Akustik in Büro- und Wohnräumen optimieren“, sagt Mads J. Herring Jensen, Entwicklungsleiter bei Comsol. „Die Möglichkeit, Akustiksimulationen viel schneller durchzuführen, wird unseren Anwendern letztendlich auch dabei helfen, neue Design-Iterationen und Produktinnovationen schneller zu entwickeln.“

Detaillierte Simulationen von elektrischen Entladungen und Durchschlägen 

Transformatorenöl, durch das sich unter Blitzstoßspannung ein positiver Streamer ausbreitet.(Bild: Comsol)
Transformatorenöl, durch das sich unter Blitzstoßspannung ein positiver Streamer ausbreitet.
(Bild: Comsol)

Mit der Veröffentlichung von Comsol Multiphysics Version 6.3 wird auch das Electric Discharge Module eingeführt, das leistungsstarke Simulationsfunktionen für eine Vielzahl von elektrischen Entladungsszenarien bietet. Dazu zählen atmosphärische Gasentladungen sowie Durchschlagphänomene in Flüssigkeiten wie Transformatoröl und festen Materialien wie isolierenden Polymeren. 
 
„Das Electric Discharge Module bietet neue Modellierungsfunktionen, die die Entwicklung von Unterhaltungselektronik bis hin zu Hochspannungssystemen unterstützen“, sagt Lipeng Liu, technischer Produktmanager bei Comsol. „Die Simulation von elektrischen Entladungen hat für uns eine hohe Priorität und es ist erfreulich zu sehen, wie die Stärken von Comsol Multiphysics in diesem Produkt zusammenkommen. Entladungsphänomene umfassen mehrere physikalische Aspekte und eignen sich hervorragend, um das volle Potenzial der Modellierungswerkzeuge von COMSOL zu demonstrieren.“

Multiphysik-Simulationssoftware: Neuerungen in Kürze

Weitere Highlights von Comsol Multiphysics Version 6.3:

  • Effiziente Datenerhebung für die Erstellung von Ersatzmodellen

  • Elektromechanische Modellierung für dünne Strukturen, Werkzeuge für feuchtigkeitsbedingte Quellung und vereinfachte Arbeitsabläufe für Punktschweißen und Verbindungen

  • Genauere Berechnung elektrostatischer Kräfte für MEMS, effiziente Modellierung von laminiertem Eisen in Motoren und Transformatoren und einfachere Modellierung periodischer Strukturen in der Wellenoptik

  • Integration von Reynolds-Spannungs-Turbulenzmodellen, nicht-Newton'schen Strömungen in porösen Medien und Simulationen der Schnelltrocknung mit Nichtgleichgewichts-Feuchtigkeitstransport

  • Fällungs- und Kristallisationssimulation für Partikelkeimbildung und -wachstum mit Partikelgrößenverteilung

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