Cockpit-Konzept für automatisiertes Fahren

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Das Bedien- und Anzeigenkonzept von ZF und Faurecia für vollautomatisierte Fahrzeuge (Level 4) kommt ohne Lenkrad und Pedalerie aus. Auch bei manuellem Fahren kann sich der Lenker dank Steuerhebel in der Mittelkonsole zwischen linkem und rechtem Vordersitz entscheiden.

zf_faurecia_org

Das Bedien- und Anzeigenkonzept von ZF und Faurecia für vollautomatisierte Fahrzeuge (Level 4) kommt ohne Lenkrad und Pedalerie aus. Auch bei manuellem Fahren kann sich der Lenker dank Steuerhebel in der Mittelkonsole zwischen linkem und rechtem Vordersitz entscheiden.

Vom vollautomatisiert fahrenden Lieferwagen bis zum Roboter-Taxi der Zukunft: Mit der zunehmenden Automatisierung sind auch neue Konzepte für die Fahrerarbeitsplätze im Transportmittel gefragt. Wohin die Gestaltungsreise führt, demonstriert das „Trendsetting Cockpit“ von ZF und Faurecia. Es kommt ganz ohne Lenkrad und Pedale aus, informiert mit drei Bildschirmen und lässt dem Fahrer die freie Seitenwahl. Damit erlaubt es mehr Flexibilität, Bewegungsfreiheit und neue Betätigungsmöglichkeiten unterwegs. Faurecia entwickelte dabei das Cockpit-Design sowie das Konzept für die Interaktion mit dem Fahrer.

„Mit dem ‚Trendsetting Cockpit‘ geben wir beispielsweise Lenkern von Großraumtaxis oder Zustellfahrzeugen viele der Freiheiten, die sie sich im Zuge der Automatisierung des Fahrens wünschen werden“, sagt Uwe Class, Director Integrated Vehicle Safety im ZF-Konzern. „Unter anderem schaffen wir Platz für fahrfremde Tätigkeiten und heben den Unterschied zwischen Fahrer- und Beifahrerseite auf“, ergänzt Eric Vanel, im Faurecia Cockpit of the Future Team verantwortlich für System Integration.

Einer der zentralen Aspekte dabei: Wenn in Level-4-Transportern fast ausnahmslos der Autopilot steuert, können und sollen sich die Kraftfahrer unterwegs verstärkt anderen Aufgaben widmen. Lenkrad und Pedale stehen dabei meist nur noch im Weg. Außerdem sind sie für Paketzusteller beim häufigen Ein- und Aussteigen hinderlich. Das „Trendsetting Cockpit“ von ZF und Faurecia ist nun buchstäblich befreit von diesen konventionellen Bedienelementen: Das Lenken, Beschleunigen und Bremsen übernehmen Aktuatoren, die im Verborgenen arbeiten und ihre Befehle vom Zentralrechner ZF ProAI im Fahrzeug erhalten.

Freie Platzwahl

Sollte der Fahrer einmal manuell steuern wollen oder müssen, kann er das einfach über den integrierten Steuerhebel des „Trendsetting Cockpit“ von ZF und Faurecia tun. Dieser ermöglicht das Beschleunigen, Verzögern und Richtungswechseln quasi mit einem Finger. Dieses ZF-Steuerungskonzept für vollautomatisierte Transporter lässt dem Fahrer außerdem die Wahl, ob er den rechten oder linken Vordersitz nutzen möchte. Das schafft zahlreiche Vorteile nicht nur in verschiedenen Zustellsituationen, sondern auch für Taxilenker, um beispielsweise Fahrgästen jederzeit die einfachste, bequemste oder sicherste Einstiegsmöglichkeit zu bieten. Transporter- und Van-Hersteller profitieren ebenfalls, da es Rechts- oder Linkslenker- Varianten für verschiedene Märkte obsolet macht und damit die Komplexität senkt.

Alles auf dem Schirm

Von jeder Seite aus aktivierbar sind im „Trendsetting Cockpit“ auch sogenannte sekundäre Fahrfunktionen wie Blinker, Hupe und Scheibenwischer. Dazu dient ein zentral positionierter Touchscreen. Klassische Bedien- und Anzeigenelemente gibt es nicht mehr. Stattdessen integrierten ZF und Faurecia links und rechts im Armaturenbrett zwei weitere Bildschirme, die sich abhängig von der aktuellen Sitzbelegung des Fahrers und nahezu beliebig nutzen lassen: Die Anzeige der wichtigsten Fahrdaten ist darüber ebenso möglich wie das Erledigen und Planen wichtiger Jobaufgaben noch während der vollautomatisierten Fahrt. Hinzu kommt, dass dabei kein Lenkrad mehr den Blick oder Zugang zum Bildschirm stört. Als Partner von ZF entwickelte Faurecia die Cockpit-Gestaltung und das Interaktionskonzept mit.

Bild: Das „Trendsetting Cockpit“ von ZF und Faurecia: Ohne Lenkrad und Pedalerie sowie mit intuitivem Bedien- und Anzeigenkonzept schafft es im Innenraum viele der Freiheiten, die sich Nutzer künftiger vollautomatisierter Transporter wünschen. Bild: ZF

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