Eine höhere Datenqualität und bessere Schnittstellen zwischen den Domänen Produktentwicklung, Produktion sowie Beschaffung und Vertrieb würden viele mittelständische Fertigungsbetriebe auf dem Weg zur Digitalisierung ein gutes Stück weiterbringen. Mit der neuen Cloud-Plattform Simus Connect lassen sich diese Ziele im 24/7-Betrieb erreichen – von jedem Standort aus und ohne Investitionen in Hard- oder Software.
(Quelle: Simus Systems und AdobeStock/greenbutterfly)
Eine Cloud-Plattform als Lösung? Für die drei typischen Domänen eines Herstellers gibt es mit CAD/PDM, MES/MOM und ERP umfassende, hochfunktionale Software-Lösungen, die einen hohen Digitalisierungsgrad gewährleisten. In jedem Unternehmen übernehmen diese Software-Lösungen viele erfolgskritische Funktionen – doch an den Grenzen der Domänen hinterlassen sie Digitalisierungslücken. Immer dort, wo Systeme auf Daten der fremden Bereiche angewiesen sind, entstehen Konflikte und Probleme. Die Inkonsistenzen im Datenbestand lassen sich häufig nur mit Schnittstellen, Doppelarbeiten, Workarounds und zahlreichen Excel-Tabellen lösen. Doch erst durchgängige Prozesse führen zu der angestrebten neuen Qualität, die Digitalisierung eigentlich bedeutet.
Cloud-Plattform Simus Connect
Große Unternehmen setzen langfristige Projekte auf, um die ohnehin schon umfassenden Software-Umgebungen zu verknüpfen und zu durchgehenden Prozessen zu kommen. Mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen wollen weder in weitere Hard- und Software investieren noch komplexe Projekte managen. Deshalb hat Simus Systems als Spezialist für die Bereinigung, Strukturierung und effiziente Nutzung von technischen Massendaten die Cloud-Plattform Simus Connect geschaffen. Dort werden im 24/7-Betrieb drei Services angeboten, mit denen Hersteller die Zusammenarbeit der Domänen wesentlich verbessern können.
(Zwischen den Domänen Produktentwicklung, Produktion sowie Beschaffung und Vertrieb fehlen Schnittstellen. Simus Connect verbindet diese Bereiche mit durchgehenden Prozessen. Bild: Simus Systems)
1. CAD-Modelle und Bauteile strukturieren
Wer ordnet und strukturiert die CAD-Modelle? Wie werden sie verwaltet und für weitergehende Prozesse aufbereitet? Während sowohl CAD-, PDM- als auch ERP-Systeme (unterschiedliche) Formulare oder Listen für Einträge bereitstellen, bieten sie für die eigentlich inhaltliche Aufgabe keinerlei Unterstützung. Die Folgen: unvollständige, inkonsistente Daten, Eingabefehler, Doppelarbeiten und unverträgliche Formate.
Wie wäre es denn, wenn sich diese Digitalisierungslücke automatisch schließen ließe? Der Service Simus Connect von Simus Systems analysiert 3D-CAD-Modelle in einem patentierten Prozess anhand der Geometrie, unabhängig von der Modellierungsmethodik, und klassifiziert diese vollautomatisch. Ohne Zutun eines Konstrukteurs berechnet die Software zusätzlich für jedes CAD-Modell einen „geometrischen Fingerabdruck“, der eine schnelle Ähnlichkeitssuche auf Basis der nativen Geometrie ermöglicht. Ebenso füllt das Programm die klassenspezifischen Sachmerkmalleisten mit den ermittelten Werten und erstellt zur Veranschaulichung 2D- und 3D-Vorschaudateien.
Im Ergebnis werden die vorhandenen Konstruktionsmodelle häufiger wiederverwendet und Bauteile damit regelrecht standardisiert. Dies reduziert zugleich Aufwand und Kosten in nachfolgenden Bereichen wie Arbeitsvorbereitung, NC-Programmierung, Materialstammdaten-Anlage oder Einkauf. Weniger Lagerplätze mit geringeren Beständen und höherer Umschlagsrate senken die Kapitalbindung.
Mit Simus Connect können Modelle geometrisch verglichen und sogar Differenzenmodelle berechnet werden. Die Suche nach ähnlichen Geometrien lässt sich sogar auf Teilbereiche begrenzen. Damit lassen sich passende Gegenstücke, Bauteile mit gleichen Bohrmustern oder Modelle mit gleichen Konturen, aber unterschiedlichen Formelementen finden.
Wer benötigte Teile schnell und mühelos findet, wird sie nicht neu konstruieren. So bleiben dem ganzen Unternehmen überflüssige Dubletten erspart. Im Einkauf werden durch Auftragsbündelung bessere Margen erzielt und in der Fertigung durch höhere Losgrößen und weniger Artikel Einsparungen erreicht. In der Logistik und Lagerhaltung senken geringere Bestände mit höherer Umschlagrate die Kapitalbindung und die Kosten.
2. Optimale Arbeitsvorbereitung
Zwischen Produktentwicklung und Produktion gibt es traditionell hohen Abstimmungsbedarf. Doch die technischen Daten der Bauteile einerseits, die Informationen über Herstellverfahren, Auslastung, Maschinenstundensätze, Materialkosten und Veredelungsaufwand andererseits werden in getrennten IT-Systemen gehalten.
Arbeitsvorbereiter sind zur effektiven Fertigungsfeinplanung, aber auch für die Vorkalkulation auf Informationen über Bauteilmaße, Arbeitsfolgen, Material und Toleranzen der zukünftigen Teile ebenso angewiesen, wie auf die kaufmännischen Kosten und Beschaffungspreise.
Simus Connect leitet aus dem CAD-Modell automatisch die notwendigen Arbeitsfolgen der Herstellung ab und erstellt einen detaillierten Arbeitsplan. Hinterlegte, anpassbare Kostenparameter ergeben eine schnelle Möglichkeit zur Vorkalkulation, was die Angebotserstellung beschleunigt. Wenn man sich für Fremdbeschaffung entscheidet, versetzen vorkalkulierte Kosten den Einkauf in eine bessere Verhandlungsposition. Frühes und reproduzierbares Wissen über Produkt- und Produktionskosten verbessert Make-or-Buy Entscheidungen und trägt entscheidend dazu bei, die Herstellungskosten zu begrenzen.
Stand: 16.12.2025
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3. Kostenbewusste Konstruktion
Durch die getrennten Silos von technischen und kaufmännischen Informationen und Beschaffungspreisen bleiben die Entwickler in vielen Unternehmen im Unklaren über die Folgekosten ihrer Projekte. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Herstellkosten bereits während der Produktentwicklung festgelegt. Wie oft sich durch geringfügige Änderungen der Geometrie, des Materials oder der Toleranzen erhebliche Einsparungen erreichen lassen, können viele Hersteller nur ahnen.
Mit Simus Connect können Konstrukteure direkt aus der Benutzerführung ihres 3D-CAD-Systems heraus die voraussichtlichen Herstellkosten ihrer Bauteile und Baugruppen automatisch berechnen und die Kalkulationsergebnisse anzeigen lassen. Ohne Änderungen am CAD-Modell kann man Kosten für unterschiedliche Toleranzen, Materialien oder Oberflächenbehandlungen ermitteln. Die teuersten Bearbeitungen werden per Knopfdruck aufgespürt und farbig dargestellt. So erkennt man bereits während der Entwicklungsphase die Kostentreiber und kann wirksam gegensteuern. Der einfache Zugang ohne Arbeitsunterbrechung und die automatische Berechnung löst Erkenntnisgewinne aus, schafft Kalkulationswissen und stärkt das Kostenbewusstsein der Konstrukteure.
(Die geometrische Ähnlichkeitssuche von Simus Connect ermöglicht das Auffinden von vorhandenen 3D-Modellen und Bauteilen. Bild: Simus Systems)
Jetzt durch die Cloud-Plattform Digitalisierungslücken schließen
Alle mittelständischen Fertigungsunternehmen haben über viele Jahre Prozesse verbessert und Software in den drei Domänen Produktentwicklung, Produktion und ERP eingeführt. Nun gilt es, die Lücken zu schließen und damit den vollen Nutzen der Digitalisierung zu erreichen. Mit der Cloud-Plattform Simus Connect können mittelständische Fertigungsbetriebe die drei beschriebenen Anwendungen ohne eigene Software und Hardware, im 24/7-Betrieb, werks-, standort- und länderübergreifend nutzen. Sie gewinnen damit hohe Ausfallsicherheit ohne Aufwand für Updates und Administration zu fest kalkulierbaren Nutzungskosten.
Der Autor Dr. Thomas Tosse ist Fachjournalist bei Hightech Marketing.