CENIT führt bei Airbus Innovationen in Konstruktion und Fertigung ein

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Airbus hat die Konzeptphase des Frachtflugzeug Beluga XL im September 2015 nach weniger als zehn Monaten abgeschlossen. Zur hohen Produktivität der Entwicklungs­abteilung hat ein regelbasierter und prozessorientierter Konstruktions­prozess beigetragen, den CENIT für Airbus formuliert und eingeführt hat.
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Airbus hat die Konzeptphase des Frachtflugzeug Beluga XL im September 2015 nach weniger als zehn Monaten abgeschlossen. Zur hohen Produktivität der Entwicklungs­abteilung hat ein regelbasierter und prozessorientierter Konstruktions­prozess beigetragen, den CENIT für Airbus formuliert und eingeführt hat.

Baugruppen und Einzelteile werden standardisiert und harmoni­siert. Damit lassen sich Teilefamilien und ihre Masterteile erschließen. Auf dieser Basis kann das CAD-Programm alle Varianten der Master-Tteile automatisch generieren. Das Verfahren ist das Ergebnis einer langfristigen Innovationpartnerschaft der beiden Unternehmen.

Bei der Beluga XL hat Airbus das Verfahren für Strukturbauteile in der Ober­schale des Frachtraums eingesetzt. Es handelt sich um Längsträger (Stringer), Querträger (Spante) und die dazugehörigen Verbindungsteile (Clips).

Master-Teile

CENIT hat für diese Bauteile-Familien „Master-Teile“ angelegt und die zugehörigen Konstruktions- und Fertigungsregeln für das CAD-Programm CATIA V5 erschlossen. Bei den Clips gehören dazu beispielsweise die Längen und Winkel der Bauteile in Abhängigkeit zu Nachbarbauteilen und die Sequenzen für die Bohrungen.

Für den Bereich des Frachtraums wurden automatisch ca. 7.500 Clips und ca. 600 Längs- und Querträger erstellt. Bei den besonders variantenreichen Clips hat CENIT einen ebenfalls softwarebasierten Abgleich mit bereits erstellten Clips implementiert, um die Wiederverwendungsrate der Teile zu optimieren. Die Anzahl der unterschiedlichen Clips konnte auf ca. 1.400 reduziert werden.

Digital Mockup an einem Tag

Innerhalb von 24 Stunden lag das vollständige, parametrische digitale 3D-Modell des Frachtraums (Digital Mockup) vor. Der gesamte Arbeitsaufwand vom Projektstart bis zur Fertigstellung der 3D-Konstruktion hat sich mehr als halbiert. Die Automatisierung stellt für jedes Einzelteil 100% korrekte Daten­qualität und einheitliche Darstellungsstandards sicher. Dazu gehören beispiels­weise auch die notwendigen Angaben für eine weitgehend automatisierte Fertigung der Umformwerkzeuge, so dass sich auch der Start der Herstellung effizienter gestalten wird.

Forschen, implementieren und als Wettbewerbsvorteil umsetzen

Das Konstruktionsverfahren, das Airbus bei der Beluga XL nutzt, hat CENIT als Partner im Forschungsprojekt „i-chain“ aufgestellt. Nach erfolgreichem Ab­schluss von „i-chain“ Anfang 2014 blieb die Innovationspartnerschaft bestehen.

Zunächst beauftragte Airbus den Partner damit, das Konzept unter Praxis­bedingungen in einzelnen Abteilungen zu testen. Die dabei gesammelten Erkenntnisse hat CENIT bei der Ausarbeitung des Schulungsangebots für die Airbus-Mitarbeiter der Entwicklungsabteilungen umgesetzt.

Weitere Informationen zum Branchenschwerpunkt Luft- und Raumfahrt bei der CENIT sind hier erhältlich.

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