CAD & Design: simulieren und konstruieren an Schaumwaffen für Mittelalterspiele

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Das Ingenieurbüro IDV-Engineering hat eine außergewöhnliche Spezialisierung: Die Herstellung von Polsterwaffen für mittelalterliche Schlachtendarstellungen. Bei der Entwicklung und Produktion der Pfeile, Bögen und Armbrüste nutzt Inhaber Norbert Fleck das 3D-CAD-System Solid Edge von Siemens PLM Software.
b-dfpl-idvengineeringpfeilbogen-1-copyright-pbu-cad-systeme-gmbh

Das Ingenieurbüro IDV-Engineering hat eine außergewöhnliche Spezialisierung: Die Herstellung von Polsterwaffen für mittelalterliche Schlachtendarstellungen. Bei der Entwicklung und Produktion der Pfeile, Bögen und Armbrüste nutzt Inhaber Norbert Fleck das 3D-CAD-System Solid Edge von Siemens PLM Software.

Sie sehen täuschend echt aus, können aber niemanden ernsthaft verletzen, außer die Konkurrenz: Denn die Polsterpfeile von der Polsterwaffenschmiede IDV sind mittlerweile die gefragtesten weltweit. Inhaber Norbert Fleck aus dem oberbayrischen Tachterting, hat seine Freizeitleidenschaft Live Action Role Playing (LARP) zum Beruf und zum Erfolgsmodell gemacht. „Ich entdeckte das LARP-Spiel als Hobby, wünschte mir aber eine bessere Qualität und Sicherheit bei den Ausrüstungsgegenständen. Die damalige handelsübliche Ware überzeugte mich nicht, also fing ich an, die Produkte aus Ingenieurssicht zu überdenken und zu verbessern“, erklärt Norbert Fleck.

Waffen aus Schaum

Die Grundlage der Polsterwaffen ist PU-Schaum. Wesentlich sind Konsistenz, Reißfestigkeit und Oberflächenqualität. Um den Nutzern Qualität und Liefertreue bieten zu können, investierte er in ein eigenes CNC-5-Achs-Bearbeitungszentrum für den Formenbau und eine PU-Schäumanlage. Als 3D-CAD-System setzt Norbert Fleck auf Solid Edge von Siemens PLM Software. Damit gelingen ihm die Simulation der Temperaturverteilung in den Formen, die Berechnung der Schließkräfte und die Darstellung der Auswirkung der Druckverhältnisse. „Darüber hinaus kann ich neue Produkte bereits Monate im Voraus meinen Vertriebspartnern präsentieren, bevor ein neues Teil überhaupt produziert wird“, kommentiert Fleck.

Mit Pfeil und Bogen zur Dentalfräse

Zudem hat sich Fleck neue Geschäftsfelder erschließen können. „Durch die Anschaffung einer kleinen CNC-Portalfräse zur Holz- und Glasfiberbearbeitung kam ich in Kontakt mit dem Hersteller, der mich mit der Entwicklung von mehreren Mini-CNC-5-Achs-Maschinen für die Dentaltechnik beauftragte. Das Simulationsmodul von Solid Edge war hier unabdingbar, schon um schnell Informationen über die Steifigkeit, Aufbiegebewegungen und Auswirkungen von Materialeinsparungen zu bekommen. Bei Rahmenteilen konnte ich teilweise 45 bis 50 Prozent Gewicht einsparen, ohne Nachteile in der Steifigkeit befürchten zu müssen.“

50 Prozent Materialeinsparung

Nahezu jedes zweite Produkt überprüft Norbert Fleck auf Konstruktions- und Simulationsgenauigkeit, da sich in diesem frühen Herstellungsstadium drohende Konstruktionsfehler durch Spannungsanhäufungen ganz einfach feststellen lassen. Statt Schätzwerte kann er sich mit Solid Edge auf eine sichere Grundlage verlassen und zudem kostspielige Überdimensionierungen vermeiden und Materialeinsparungen vornehmen. Das Ergebnis des CNC-Dentalfräsen-Projekts: Eine Maschine, die im Vergleich zum vorangegangenen Modell bei knapp 50 Prozent weniger Gewicht, das Zehnfache an Steifigkeit aufweist.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Maschinenbau im Wandel

LENZE BIETET UNTERSTÜTZUNG BEI DER DIGITALEN TRANSFORMATION

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.