Steinbearbeitung verlangt Härte – nicht nur beim Material, sondern auch bei der Technik. Breton beweist, wie mit flexibler Antriebstechnik und einer cleveren Lieferantenstrategie Maschinen zur Höchstform auflaufen.
Breton ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion modernster Industriemaschinen und Anlagen zur Verarbeitung verschiedenster Materialien.
(Bild: Keba)
Die Breton-Gruppe wurde 1963 in Castello di Godego (Treviso, IT) gegründet und beschäftigt heute mehr als 800 Mitarbeiter weltweit, hält 420 Patente und betreibt vier Produktionsstandorte. Breton ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion modernster Industriemaschinen und Anlagen zur Verarbeitung verschiedenster Materialien wie Naturstein, Marmor, Quarz, Granit, Keramik, Kunststein, Ton, Harze und Schäume, Polymere und Metalle.In der Steinverarbeitung sehen sich Maschinenhersteller einem starken Wettbewerb durch Anbieter aus der Türkei und Asien ausgesetzt. Dazu Michele Duregon, CTO bei Breton „Schneid- und Poliermaschinen werden zur Massenware. Die Anzahl der Kunden, die Platten in wirklich perfekter Qualität verarbeiten müssen, ist gering – das bedeutet, Breton muss seine Strategie anpassen, um seinen Marktanteil zu sichern.“
Antriebe standen schnell für Tests bei Breton zur Verfügung
Duregon beobachtet auch ein verändertes Kaufverhalten, vor allem bei jüngeren Entscheidungsträgern: „Ihnen geht es vor allem um Optik und Haptik der Oberfläche – ob es sich um echten Naturstein handelt oder nicht, ist für sie zweitrangig.“ Als generellen Trend erwähnt Duregon, dass Naturstein zwar weiterhin eine wichtige Rolle am Markt spielt – wenn auch ohne nennenswertes Wachstum – die Qualitätsansprüche aber kontinuierlich steigen. Keramikstein hingegen ist im Aufschwung – er wird nicht mehr nur für Fliesen verwendet, sondern zunehmend auch in größeren Formaten, etwa für Küchenanwendungen. Keramikstein ist damit ein stärkerer Konkurrent zu Kunststein als je zuvor.
Die Zusammenarbeit zwischen Breton und Keba Industrial Automation begann im Jahr 2023, einer Zeit, die von extremer Waren- und Komponentenknappheit geprägt war. Michele Duregon erinnert sich: „Wir hatten damals wirklich große Schwierigkeiten mit unserem Antriebslieferanten, unsere Lieferanforderungen zu erfüllen. Deshalb begannen wir mit der Suche nach einer alternativen Quelle – genauer gesagt nach einer komplett alternativen Antriebsplattform mit Schwerpunkt auf Hochleistungsantrieben.“
Bei den betroffenen Breton-Produkten handelt es sich um Maschinen zum Polieren von Naturstein – ein wichtiger Schritt im Herstellungsprozess. Die Messlatte lag hoch, denn Breton benötigte eine Lösung, die sich einfach und nahtlos integrieren ließ, idealerweise ohne, dass der Code neu geschrieben werden musste. Luigi Franchini, Sales Manager bei Keba Industrial Automation in Italien: „Das Timing war nahezu perfekt, denn wir führten gerade Powerlink auf unseren D3-Antrieben ein. Wir stellten sicher, dass die Antriebe so schnell wie möglich für Tests bei Breton zur Verfügung standen, und dann warteten wir auf Feedback.“
Von links nach rechts: Michele Duregon (Technischer Leiter Breton), Luigi Franchini (Sales Manager Keba Industrial Automation) und Loris Ferlin (Leiter Elektrotechnik & Maschinensicherheit Breton) zeigen sich zufrieden, wie die nahtlose SPS-Integration und energieeffiziente Antriebssysteme sowohl die Ausfallsicherheit als auch die Performance bei Breton entscheidend verbessert haben.
(Bild: Keba)
Einfache Integration – wirklich offene Plattform
Die Ingenieure von Breton führten eingehende Tests mit den Keba-Antrieben durch und waren von dem Ergebnis sehr beeindruckt. Duregon: „Wir konnten die Tests selbst durchführen und die Antriebe nahtlos in unsere Lösung integrieren – ganz ohne Support oder Schulung. Zudem war die Integration der Antriebe in unsere bestehenden SPS-Programme völlig problemlos – keine einzige Zeile im Code musste angepasst werden. Es war eine 1:1-Integration: so einfach, wie im Lehrbuch.“
Keba bietet eine offene Plattform – Tools können in SPS-Projekte von Drittanbietern integriert werden. Die neuen Antriebe sind mit EtherCAT verfügbar, unterstützen aber auch andere Schnittstellen wie Profinet und Powerlink. „Die Tatsache, dass Keba eine getestete und funktionierende Powerlink-Schnittstelle anbietet, ist ein enormer Wettbewerbsvorteil“, ergänzt Franchini.
Skalierbare Plattform, bei der Energie zählt
Ein weiterer großer Vorteil der Keba-Antriebsplattform ist, dass sie ein sehr breites Spektrum abdeckt und Kunden nicht durch eine begrenzte Auswahl an Größen eingeschränkt sind. Das Keba-Antriebsportfolio umfasst Antriebe von 1 bis 300 Ampere, passende Motoren sind ebenfalls erhältlich. Franchini: „Tatsächlich konnten wir die gesamte Automatisierungslösung bis hin zu den erforderlichen Kabeln anbieten und ersetzen.“ Das Besondere am Polierprozess ist, dass die Bürsten mit hoher Geschwindigkeit beschleunigt und abgebremst werden, was bedeutet, dass in der Bremsphase eine große Energiemenge im Zwischenkreis rückgewonnen wird. Franchini: „In der Vergangenheit hat Breton eine Strategie verfolgt, bei der die rückgewonnene Energie wieder ins Netz eingespeist wurde. Mit der Keba-Lösung wird die zurückgewonnene Energie lokal in einem mit dem DC-Bus verbundenen Kondensatormodul gespeichert und beim nächsten Bürstenvorgang mit nahezu 100 % Effizienz wiederverwendet.“
Stand: 16.12.2025
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Keba-Antriebe sind mit EtherCAT verfügbar, unterstützen aber auch andere Schnittstellen wie Profinet und Powerlink.
(Bild: Keba)
Duregon: „Die Zusammenarbeit mit Keba ist noch recht neu, daher kann ich noch nicht alle Details beurteilen. Aber der erste Eindruck ist einfach großartig: Diskussionen auf Augenhöhe und eine hervorragende Zusammenarbeit sowohl mit Luigi Franchini und Giovanni Bettiol in kommerziellen/technischen Fragen als auch mit Fabrizio Rossetto im technischen Support.“ Breton und Keba werden ihre Kooperation ausweiten und gemeinsam eine neue Poliermaschine entwickeln. Diese neue Maschine wird ebenfalls mit Unterstützung der elektrischen Dimensionierungs-Softwaretools von Keba entwickelt, um den Arbeitszyklus zu simulieren und die beim Bremsen rückgewonnene Energie zu berechnen. Sie wird auf der nächsten Marmomac-Messe im September 2025 vorgestellt.
Filip Miermans ist Head of Marketing bei Keba Industrial Automation.