Blockchain und 3D-Druck: Wie geht das zusammen?

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Über 70 Teilnehmer aus Industrie, Forschung & Entwicklung kamen zum Anwendertag ins Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg, wo Prostep zusammen mit anderen Konsortialpartnern die Ergebnisse des vom BMWi geförderten Verbundprojekts SAMPL (Secure Additive Manufacturing Platform) präsentierte.
Blockchain und 3D-Druck SAMPLQuelle: Prostep

Beim Anwendertag im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg stieß die Integration der Blockchain in die additive Fertigung auf großes Interesse.

Über 70 Teilnehmer aus Industrie, Forschung & Entwicklung kamen zum Anwendertag ins Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg, wo Prostep zusammen mit anderen Konsortialpartnern die Ergebnisse des vom BMWi geförderten Verbundprojekts SAMPL (Secure Additive Manufacturing Platform) präsentierte.

Austausch von 3D-Druckdaten auf Basis der Blockchain

Die im Rahmen des Projekts entwickelte Lösung für den fälschungssicheren Austausch von 3D-Druckdaten auf Basis der Blockchain-Technologie ist inzwischen praxistauglich, wie die Erfahrungsberichte von Anwendern und Dienstleistern aus den Bereichen der 3D-Druck-Technologie deutlich machten. Neben industriellen Anwendungsfällen wurden von Marco Müller-ter Jung, LL.M., Fachanwalt für IT-Recht in der Wirtschaftskanzlei DWF, beim Anwendertag auch rechtliche Aspekte zum Austausch von 3D-Daten, wie IP-Schutz und Schutz der Unternehmensdaten, erörtert.

Industrielle Anwendungen und rechtliche Aspekte

„Die Blockchain findet wachsende Akzeptanz in der Industrie, weil sie die Notwendigkeit einer fälschungssicheren Übertragung von 3D-Druckdaten erkannt hat“, kommentierte Projektkoordinator Dr. Martin Holland von Prostep den Erfolg der Veranstaltung.

Zum Auftakt der Veranstaltung erläuterte Holland den Teilnehmern die Hintergründe des Projekts und die Vorteile einer vertrauenswürdigen Datentransferkette (Chain of Trust) für 3D-Druckdaten wie den Schutz vor Plagiaten durch Datenmissbrauch oder die eindeutige Identifikation der gedruckten Bauteile. Sie ist unerlässlich für Unternehmen, die zum Beispiel Ersatzteile für ihre Flugzeuge durch externe Dienstleister additiv fertigen lassen wollen. Grundlage der „Chain of Trust“ ist Prosteps sicherer Datenaustauschlösung OpenDXM GlobalX in Kombination mit der Blockchain, die die Lizenzen für den 3D-Druck manipulationssicher managt.

Entscheidend für eine lückenlose „Chain of Trust“ ist aber auch die Integration vertrauenswürdiger 3D-Drucker in die Sicherheitslösung. Auf dem Anwendertag stellten verschiedene Unternehmen SAMPL-fähige 3D-Drucker vor, darunter die Anbieter 3DMicroPrint und SLM Solutions. Der Hersteller von Schaltschranksystemen Weidmüller, hat als erster Industrieanwender unter Nutzung der SAMPL Chain of Trust ein Bauteil auf einem metallbasierten 3D-Drucker von SLM Solutions gefertigt. „Die Anbindung unserer 3D-Drucker an SAMPL war denkbar einfach“, sagte Andreas Hoppe, Teamleiter Softwareentwicklung bei SLM Solutions. „Dank der gut dokumentierten REST-Schnittstelle konnten wir binnen weniger Tage die Verarbeitung Blockchain-geschützter Druckjobs unterstützen.“

Praktische Vorführungen im Foyer des ZAL rundeten das interessante Vortragsprogramm ab: So zeigte das Airbus AM Labor den Einsatz eines SAMPL-fähigen FDM-Druckers (Fused Deposition Modeling). Wie Bauteile beim 3D-Druck durch automatische Einbringung eines RFID-Chips zweifelsfrei identifiziert werden können, demonstrierte die Firma NXP. Und Prostep erläuterte anhand des SAMPL-Demonstrators den Datentransfer mit OpenDXM GlobalX zu einem SAMPL-fähigen FDM-Drucker.

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Holland, wie die SAMPL Chain of Trust im Rahmen einer Konsortiallösung in die breite industrielle Anwendung gebracht werden kann. Interessenten an dieser Konsortiallösung können weiter Informationen bei Dr. Martin Holland erhalten.

Die Präsentationen der Veranstaltung stehen in Kürze unter http://www.sampl-3d.de zur Verfügung.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Blockchain-Konzepte digitale Transaktionen in der additiven Fertigung sicherer machen können.

Lesen Sie auch: “Serienfertigung im 3D-Druck: Nahtlos zur nächsten Substratplatte”.

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