Die Prozesssimulation für die Blechverarbeitung lässt sich mit neuen Softwarefunktionen effizienter aufsetzen – durch CAD-Interoperabilität und 3D-Scans.
(Quelle: Hexagon/Forming Technologies (FTI))
Ein Großteil der Material- undFertigungskosten eines Bauteils wird schon in seiner Entwurfsphase festgelegt.
Für Hersteller in der Blechverarbeitung ist es daher wichtig, den Einsatz von Werkzeugen und Material frühzeitig bewerten und Ausführbarkeit ihrer Designs besser beurteilen zu können.
Die FormingSuite-Software von Forming Technologies (FTI) ermöglicht eine entsprechende Prozesssimulation für eine schnellere Markteinführung von Blechteilen.
Forming Technologies (FTI), Teil der Hexagon Manufacturing Intelligence Division, stellt neue Funktionen für die virtuelle Fertigung vor. Mit der FormingSuite-Software von FTI lässt sich die Prozesssimulation für die Blechverarbeitung effizienter aufsetzen – durch CAD-Interoperabilität und Hexagon-3D-Scans.
Die FormingSuite Software ermöglicht es Herstellern die Werkzeug- und Materialkosten in der Blechverarbeitung besser abzuschätzen sowie die Designumsetzung zu beurteilen. So können sie kostspielige Produktänderungen vermeiden und die Markteinführungszeit verringern. Mit den neuen Features in der Version FormingSuite 2020 können Kosteningenieure, Entwickler und Werkzeugbauer schon frühzeitig im Designprozess produktiv zusammenarbeiten und genauere virtuelle Tests durchführen.
Blechverarbeitung: Werkzeuge scannen und Änderungen erfassen
Stanzwerkzeuge werden während der Testphase häufig durch Abschleifen und Tuschieren verändert, bevor sie in den produktiven Einsatz gehen, so dass die ursprüngliche CAD-Konstruktion somit nicht mehr stimmt. Anwender können nun erstmals FormingSuite mit den 3D-Messsystemen von Hexagon verbinden, um jedes Werkzeug rasch zu scannen und diese Änderungen zu erfassen. Danach werden die echten Fertigungsparameter zurück in den virtuellen Test – die Simulation – integriert und die gescannten Daten fließen direkt in die Berechnung mit ein, um den Stanzvorgang exakt zu validieren.
Einige Hersteller benötigen in ihren Transferpressen zwei verschiedene Formplatinen. Diese sind mit Schwenkwerkzeugen, Taktförderern und rotierenden Stationen ausgestattet, so dass auch rechteckige, trapezförmige, schräg zugeschnittene und parallelogrammförmige Bleche sowie Formplatinen in derselben Presse mit großem Pressentisch verarbeitet werden können.
Eine neue Methode vereinfacht das Aufsetzen von Modellen für die Kosten- und Werkzeugoptimierung für Prozesse mit zwei individuellen Coils. Außerdem sparen Ingenieure Zeit, indem sie Herstellungskonzepte in FormingSuite optimieren und dann die Stanzmatrizengeometrie vom Stufenwerkzeug sowie das Layout des Folgeverbundwerkzeugs direkt in ihr CAD-System exportieren, als Basis für ihre Konstruktion.
Prozesssimulationen genauer und einfacher aufsetzen
Mit den neuen Features können Hersteller Prozesssimulationen für die Blechverarbeitung genauer und einfacher aufsetzen: Wiederkehrende Aufgaben lassen sich automatisieren und die Designtools bieten flexiblere Möglichkeiten. Mit dem neuen leistungsfähigen Sketch Web Tool können Ingenieure schnell und exakt eigene Blechformen abseits der Standardformen zeichnen. Außerdem erhöht die automatische und benutzerdefinierte Netzverfeinerung beim Schneiden die Modellgenauigkeit. Beim Evaluieren der Materialausnutzung können Designänderungen nun automatisch auf die gegenüberliegende, symmetrische Seite des Teils angewendet werden. All diese Erweiterungen, kombiniert mit verfeinerten Methoden für die Berechnung und Kostenkalkulation in der Software, ermöglichen den Herstellern, schon in der Planungsphase bessere Fertigungsentscheidungen zu treffen.
(Mit dem neuen leistungsfähigen Sketch Web Tool können Ingenieure schnell und exakt eigene Blechformen abseits der Standardformen zeichnen. Bild: Hexagon / Forming Technologies (FTI))
Andy Melang, Business Development Manager bei Ultratech, sagt dazu: „Einer unserer Kunden kam mit einer kleinen Halterung zu uns, die nachträglich zu einem neuen Gestell hinzugefügt werden sollte. Die Werkzeuge für die Herstellung des Gestells wurden größtenteils in China gebaut, doch wegen der knappen Zeit wurde die Arbeit jetzt lokal durchgeführt. Unser Kunde benötigte eine schnelle Lösung, da das Werkzeug in 12 bis 16 Wochen gebaut werden musste. Dank FormingSuite Costoptimizer Professional konnten wir ihm in nur wenigen Stunden, ohne zeitraubende zusätzliche Beratung durch unseren Werkzeugkonstrukteur, die Kostenaufstellung sowie die Gesamtkosten schicken. Auf diese Weise stellten wir nicht nur unsere schnelle Reaktionsfähigkeit, sondern auch unsere Professionalität unter Beweis.“
„Etwa 70 Prozent aller kostenrelevanten Entscheidungen werden schon in der Entwurfsphase getroffen. Wenn man die Fertigung optimiert, bringt das einen hohen Gewinn bei der Massenproduktion”, so Hendrik Schafstall, CEO von simufact engineering GmbH. „Unser Ziel bleibt es, intuitiv und gut zugänglich für alle Anwender zu sein, die besseres Prozesswissen benötigen, das müssen keine CAE-Experten sein. Die neuen Features in FormingSuite verbessern die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden, weil sie schon vorab bessere Entscheidungen treffen und damit ihre Produkteinführungszeit verkürzen können.”
FormingSuite 2020 ist jetzt auf der FTI-Website forming.com für Kunden verfügbar; es gibt auch kostenlose Testlizenzen.
Stand: 16.12.2025
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