VR-Spezialist WeAre stellt im Rahmen der Entwicklung neuer Radioteleskope für das Next Generation Very Large Array (ngVLA) des amerikanischen National Radio Astronomy Observatory (NRAO) ein VR-Konferenzsystem bereit. Damit lassen sich große, komplexe Anlagen interaktiv visualisieren, begehen, besprechen und weiterentwickeln.
(Quelle: WeAre GmbH)
Das Next Generation Very Large Array (ngVLA) des amerikanischen National Radio Astronomy Observatory (NRAO) ist das größte Astronomieprojekt der nördlichen Hemisphäre.
Namhafte Astronomen erforschen bei diesem Projekt grundlegende Fragen wie zum Beispiel woher wir kommen und wie das Universum entstanden ist.
Jetzt bekommt das Projekt mithilfe neuer, leistungsfähiger Teleskope ein Fresh-up.
Das Berliner Unternehmen WeAre entwickelt für deren Design und Bau einen virtuellen Konferenzraum.
Mit ihm lassen sich große und vor allem komplexe Maschinen und Anlagen in der virtuellen Realität begehen, besprechen und bearbeiten.
Das ursprüngliche Teleskop-Observatorium - Very Large Array (VLA) startete vor über 40 Jahren in New Mexico. Jetzt bekommt das Projekt mithilfe neuer Teleskope, die in der neuen Generation viel leistungsfähiger sind, ein Fresh-up. Hierfür werden 28 x 25m ältere Teleskope außer Betrieb genommen und gegen die neue Generation ausgetauscht. Die neuen Teleskope besitzen einen Reflektordurchmesser von 18 Meter, und insgesamt sind 244 Stück davon in der Planung. Beim Design kommt ein virtueller Konferenzraum des Tech-Start-ups WeAre für die digitale Zusammenarbeit zum Einsatz.
Virtueller Konferenzraum beschleunigt Design des Prototyps
Im Mai 2021 hat man das Wiesbadener Unternehmens mtex antenna technology GmbH mit der Ausarbeitung des Designs und des Baus eines Prototyps beauftragt. An dieser Stelle kommt dass Tech Start-up WeAre GmbH ins Spiel. Ein VR-Lösung des Berliner Unternehmens, ein virtueller Konferenzraum, ermöglicht es, große und vor allem komplexe Maschinen und Anlagen in der virtuellen Realität zu begehen, zu besprechen und zu bearbeiten.
“Aufgrund der aktuellen Pandemie und den damit verbundenen Reisebeschränkungen benötigten wir bei der Umsetzung des Projektes ein Tool, mit dessen Hilfe wir uns virtuell über einen Ozean hinweg jederzeit mit dem NRAO austauschen können. Mit der VR-Software von WeAre haben wir ein Tool gefunden, dass es uns ermöglicht, uns direkt am Objekt in der virtuellen Realität mit allen am Projekt beteiligten Experten austauschen zu können. Aber auch nach der Pandemie ist eine derartige Software von unglaublichem Mehrwert, da sie eine enorme Zeitersparnis darstellt und Geschäftsreisen auf ein notwendiges Minimum reduziert”, äußert sich Lutz Stenvers, CEO von mtex antenna technology GmbH.
“Wir freuen uns sehr, dass wir als junges Tech-Start-up eine Lösung entwickelt haben, die die Lösung für zahlreiche Herausforderungen bei der Entwicklung und beim Bau eines derart komplexen Projektes wie dem ngVLA ist. Wir schätzen das Vertrauen, das mtex und NRAO in uns und unsere Software legen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit an diesem unglaublich spannenden Projekt”, sagt Max Noelle, CEO und Founder von WeAre.
Enge virtuelle Abstimmung noch vor dem eigentlichen Bau
Die mtex antenna technology setzt WeAre bei diesem Projekt explizit bei der Interface-Abstimmung mit dem NRAO, der Safety-Hazard-Analyse und der Optimierung, bzw. Planung der Teleskop-Wartung ein. Bei den Begehungen in der Virtuellen Realität kann das Kunden-Equipment und aktuelle Daten direkt in die VR geladen werden. so dass die Modelle in der virtuellen Besprechung immer auf dem neuesten Entwicklungsstand sind.
“Ein klarer Austausch in der virtuellen Realität ist essentiell für ein optimales Gelingen des Projektes. Die Amerikaner haben komplett andere Normen und Vorgaben beim Bau als wir, so dass eine enge virtuelle Abstimmung mit hohem Detaillierungsgrad noch vor dem eigentlichen Bau absolut notwendig ist”, so Stenvers weiter.
Mit dem Einsatz von WeAre verspricht sich mtex eine Kosten- und Zeitersparnis. Potentielle Fehlerquellen lassen sich im VR-System erkennen, bevor der eigentliche Bau beginnt. Zudem verkürzt sich durch schnellere und effiziente Absprachen die Entwicklungszeit und aufwendige Papieranalysen entfallen. Nicht zuletzt ist der Einsatz der VR-Software von WeAre auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Normalerweise bedeutet ein derartiges Projekt über Kontinente hinweg engmaschige Präsenztermine, die dementsprechend mit Geschäftsreisen verbunden sind. Nicht nur in Pandemie-Zeiten ein kompliziertes und zeitaufwändiges Procedere.
Das Geschäftsmodell von WeAre basiert auf einem nutzerbasierten SaaS-Lizenzmodell. Es stehen Nutzerlizenzen in Form von 12-, 24- und 36-Monatsmodellen zur Auswahl. Potentielle Kunden haben die Möglichkeit, mithilfe einer Online-Demo alle Funktionen der Software kennenzulernen.
Stand: 16.12.2025
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